Olaf Bodden, lassen Sie uns zunächst über Fuß­ball reden. Ihre Münchner Löwen führen der­zeit die Tabelle in der Zweiten Liga an. Wann waren Sie das letzte Mal im Sta­dion?

Wenn ich Mün­chen bin, bin ich schon jedes Heim­spiel da, und habe auch noch relativ guten Kon­takt zu ehe­ma­ligen Mit­spie­lern.

Wie gefällt Ihnen die neue Arena?

Die ist absolut beein­dru­ckend und gehört zu den modernsten Sta­dien Europas. Viel­leicht hätte man man­ches etwas lie­be­voller gestalten können, aber das spielte dann bei den Pla­nungen wohl nicht so eine große Rolle. Da muss es halt prag­ma­ti­scher zugehen.

Wären sie dort auch gerne mal selber auf­ge­laufen?

Na klar. Das ist doch der Traum eines jeden Fuß­ball­spie­lers, in so einem großen Sta­dion auf­zu­laufen. Das dazu auch noch ein reines Fuß­ball­sta­dion ist. Wenn man dann auch noch sieht, dass bei den Heim­spielen von 1860 im ersten Jahr in der Arena im Schnitt 40.000 Zuschauer da waren – und dann in der zweiten Liga – kann man sich vor­stellen, was da los wäre, wenn man in der ersten Liga spielen würde. Im zweiten Jahr waren es ja auch noch einmal 37.000 Besu­cher im Durch­schnitt.

40.000 können die Allianz-Arena aber immer noch nicht füllen. Wären denn Spiele vor aus­ver­kauftem Haus in der Grün­walder Straße nicht reiz­voller?

Aus nost­al­gi­scher Sicht sicher­lich schon. Auch von der Stim­mung her: Ich habe ja 1994 noch an der Grün­walder Straße gespielt, das war ja damals das letzte Jahr vor dem Umzug ins Olym­pia­sta­dion. Die Hütte war immer voll, immer über 30.000 Men­schen. Diese Stim­mung kannst Du eigent­lich nicht ver­glei­chen.
Im Olym­pia­sta­dion waren dann auch noch 40.000 da, aber da kommt natür­lich keine Stim­mung rüber. Weil es offen ist und über 70.000 rein passen. Da ist die Arena schon besser. Vor allem, weil die Stim­mung bei den Spielen von 1860 besser ist als bei den Bayern-Spielen.

Also nichts mit Hexen­kessel“ Allianz-Arena für die Bayern?

Ein großer Anteil der Anhänger vom FC Bayern ist doch eher reser­viert. Da muss man schon wirk­lich Traum­fuß­ball bieten, damit sich dort wirk­lich große Stim­mung aus­breitet. Die Ansprüche sind bei den Fans natür­lich anders. Wenn sich die Bayern zu einem 1:0 quälen, pas­siert da nicht viel. Die müssen schon den Gegner mit vier, fünf Stück aus dem Sta­dion schießen, sonst geht da nicht viel.

Ver­wöhnte Mode­fans beim FCB und hart­ge­sot­tene Stim­mungs­ka­nonen bei den Löwen?

Ja, weil sich dieses Kli­schee leider immer wieder bewahr­heitet. Ich sitze auch oft genug bei den Bayern-Spielen im Sta­dion, um das zu beur­teilen. Die 60er waren auch sehr dankbar für die schönen Zeiten Mitte der 90er Jahren, als wir per­ma­nent in der 1. Liga gespielt haben, des Öfteren sogar im Uefa-Cup. Da war das Publikum in gewisser Hin­sicht auch ver­wöhnt. Jetzt spielt man seit drei Jahren in der zweiten Liga, da sind auch die Ansprüche gesunken. Das wirkt sich auf die gute Stim­mung aus.

Wenn man ihnen so zuhört, macht es fast den Ein­druck, als säßen sie doch noch auf der Spie­ler­bank. Wie eng ist Ihre Bezie­hung zum Fuß­ball noch?

Ich hatte zwar, mal ganz abge­sehen von den Umständen, keinen beson­ders guten Abgang. Ich bin der ein­zige Spieler in der Ver­eins­ge­schichte von 1860, der nicht offi­ziell ver­ab­schiedet wurde. Aber da ist man auch irgend­wann drüber weg. Letzt­end­lich habe ich in Mün­chen meine sport­lich erfolg­reichste Zeit erlebt, des­wegen hängt mein Herz auch immer noch daran. Unsere Genera­tion damals hat schließ­lich dafür gesorgt, dass die Fans dau­er­haft Erst­liga-Fuß­ball zu sehen bekommen haben. Ich möchte auch, dass der Verein wieder auf­steigt in die 1. Liga.

Vor allem, um wieder Münchner Derbys zu sehen?

Sicher. Das ist ja tau­sendmal besser, als wenn Braun­schweig oder Jena zu Gast sind. Dann kommen die Gegner aus Bremen, Stutt­gart und Lever­kusen. Das möchte man natür­lich lieber sehen.

Sie sind Hobby-Astro­phy­siker.

Richtig.

Kann man den Fuß­ball und Physik irgendwie mit­ein­ander kom­bi­nieren?

Eigent­lich nicht, weil Physik absolut logisch ist. Fuß­ball hin­gegen ist alles andere als logisch. Da gewinnt nicht immer die bes­sere Mann­schaft. Unlo­gi­scher­weise.

Unlo­gisch erscheint auch ihre Krank­heits­ge­schichte. Wie ist da der aktu­elle Stand?

Jetzt im Ruhe­zu­stand geht es eini­ger­maßen, da gibt es keine Pro­bleme. Ich bin aller­dings über­haupt nicht belastbar, an Sport brauche ich erst gar nicht zu denken. Den Alltag kann ich relativ pro­blemlos bewäl­tigen, muss aber immer auf­passen, dass ich nicht zu viel mache. Offi­ziell bin ich Früh­rentner, mache den Haus­mann.

Sie liegen seit Jahren im Rechts­streit mit ihrer Kran­ken­kasse, die ihnen die immensen Behand­lungs­kosten bis­lang nicht bezahlen wollte. Gibt es in dieser Hin­sicht etwas Neues?

Ich musste mich auf Anraten meines Anwalts auf einen Ver­gleich ein­lassen, der für mich zwar nicht zufrieden stel­lend war, aber mein Anwalt hat mir klar gemacht, dass ich ansonsten nicht den Hauch einer Chance habe. Richter, Gerichte und Gut­achter ste­cken alle unter einer Decke. Da habe über­haupt keine Chance. Dafür gibt ein Bei­spiel: Dem vom Gericht abge­stellten Gut­achter wurde nicht geglaubt: Er hatte ein posi­tives Gut­achten für mich erstellt. Die haben ihr eigenes Gut­achten nicht abge­nommen! Statt­dessen wurde ein anderer Gut­achter beauf­tragt, der schließ­lich gegen mich geschrieben hat.

Sie haben mal gesagt: Das Schlimmste an der Krank­heit ist, dass dich keiner ver­steht.“ Passt die Aus­sage auch zu den Gerichts­ent­schei­dungen?

Nein. Denn das, was da pas­siert ist, ist Kor­rup­tion.

Kor­rup­tion?

Unab­hängig davon, ob das jetzt aner­kannt ist oder nicht, geht es dabei viel­mehr um Kor­rup­tion, um Gelder und Bestechung. Mein Anwalt hat schon vor Jahren, vor allem was Köln angeht, wo meine Kran­ken­kasse ihren Sitz hat, einiges auf­ge­deckt, was mit Recht­spre­chung nichts zu tun hat. Es gibt viele andere Urteile – unter anderem vom Ober­lan­des­ge­richt – die wir auch vor­ge­legt haben, in denen Pati­enten die The­ra­pien bezahlt bekommen haben. Das hat alles nichts gebracht. Mein Anwalt hat mir für wei­tere Gänge zum Gericht schlechte Chancen vor­her­ge­sagt, also habe ich einem Ver­gleich zuge­stimmt. Wobei ich da das Glück hatte, als ehe­ma­liger Fuß­ball-Profi etwas mehr im Ram­pen­licht zu stehen. Sonst hätte ich noch nicht einmal einen Ver­gleich zuge­spro­chen bekommen. Als Otto-Normal-Ver­brau­cher hätte ich Köln sang- und klanglos ver­loren. Und das Schlimmste an der Sache ist, dass man es weiß, aber nicht beweisen kann.

Über die Jahre hinweg sollen sie meh­rere hun­dert­tau­send Euro für alle mög­li­chen The­ra­pien gezahlt haben. Dar­unter Voodoo, Eigen­blut­the­ra­pien und Ent­säue­rungs­bäder. Hat der Ver­gleich sie wenigs­tens finan­ziell wieder reha­bi­li­tieren können?

Ich habe ledig­lich 20 % dessen wieder bekommen, was ich bis dato für The­ra­pien aus­ge­geben habe. Das ist eigent­lich gar nichts. Obwohl man privat ver­si­chert ist.

Wie sehr belastet so eine Geschichte die ohnehin ange­knackste Psyche?


Das ist natür­lich hart. Es gab zum Bei­spiel auch von der Presse über­haupt keine Unter­stüt­zung. Damals, als ich meine Krank­heit bekommen habe, war ich natür­lich sehr oft ein­ge­laden. Bei Biolek, oder bei Gün­ther Jauch in SternTV. Als mein Fall vor Gericht aus­ge­artet ist, habe ich diese ganzen Leute noch­mals kon­tak­tiert, aber da wollte man mir im Grunde nicht helfen. Aller­dings habe ich mit der Zeit auch die Presse ein­zu­schätzen gelernt. Fernseh- und Fuß­ball­ge­schäft sind sehr ober­fläch­lich. Jeder zieht das aus einer Sache heraus, womit er auch wirk­lich etwas anfangen kann. Wenn man nicht mehr so im Ram­pen­licht steht, inter­es­siert sich halt keiner mehr für einen. Das muss man akzep­tieren.

Sie galten hin­gegen weniger als ober­fläch­lich, die Fans haben sie auch dafür geliebt, dass sie sich mit dem Verein iden­ti­fi­ziert haben.

Wenn ich heute noch einmal Fuß­ball­profi wäre, würde ich womög­lich man­ches anders machen. Früher war ich wesent­lich idea­lis­ti­scher, da wäre ich nie von 1860 weg­ge­gangen. Meine Familie hat sich in Mün­chen wohl gefühlt und ich in dem Verein. Ich hatte damals auch Ange­bote, habe die aller­dings aus dem eben genannten Gründen abge­lehnt. Es hat damals Spaß gemacht bei den Löwen zu spielen.

Und heute?

Ich würde es wahr­schein­lich so machen, wie viele andere heute auch: Dahin gehen, wo ich am meisten Geld ver­diene. Wie gesagt, die Ange­bote waren da: 1996 wollte Bayern mich haben, da hat 60 mich aller­dings auch nicht weg gelassen. Mit Ottmar Hitz­feld habe ich gespro­chen, als er noch in Dort­mund war. Der hatte eben­falls großes Inter­esse. Ein paar Monate später bin ich aller­dings krank geworden. Damit hatte sich die ganze Ange­le­gen­heit für mich sowieso erle­digt.

Sie wären zu den Bayern gegangen?

Das ist jetzt natür­lich eine hypo­the­ti­sche Frage. Ich kann es nicht genau sagen. Wenn man aber ein Angebot von den Bayern bekommt, sollte man das auch pro­bieren. Bayern macht nur einmal ein Angebot, wenn man das aus­schlägt, hat man sich einer großen Chance beraubt.

1997 mussten sie ihre Kar­riere letzt­lich beenden. Von den vielen The­ra­pien haben sie bereits gespro­chen. Wirk­lich geholfen hat jedoch nur ein Immu­no­loge aus Düs­sel­dorf.

Richtig, bei dem war ich von 2000 bis 2002 in Behand­lung. Damals war ich fast bett­lä­gerig, hatte über 30 Kilo abge­nommen, mir gings hun­de­elend. Ich konnte im Grunde kaum noch auf­stehen. Mitt­ler­weile kann ich, zumin­dest was das häus­liche angeht, ein nor­males Leben führen. Ich kann beschwer­de­frei auf­stehen, kann auch schon ein biss­chen spa­zieren gehen und mit meinen Kin­dern was machen. Zum Bei­spiel bei den Haus­auf­gaben helfen oder abends Essen gehen, ins Kino gehen. Solche Sachen waren damals – vor der Behand­lung in Düs­sel­dorf – gar nicht im Bereich des Mög­li­chen.

Kann man sie in der Gegen­wart als einen zufrie­denen Men­schen bezeichnen?

Das kommt immer darauf an, von wel­chem Stand­punkt man das betrachtet. Zum jet­zigen Zeit­punkt bin ich ganz froh, dass es mir so geht, wie es mir geht. Weil es mir eben schon viel schlimmer ging in der Ver­gan­gen­heit. Natür­lich muss ich auch sagen, dass zwi­schen dem Dasein als gesunder Profi und heute Welten liegen.

Haben sie kon­krete Pläne für die Zukunft? Zu Beginn ihrer Sport­in­va­li­dität haben sie mit den Gedanken gespielt im Scou­ting- oder Trai­ner­be­reich unter­zu­kommen, auch ein Posten als TV-Kom­men­tator war im Gespräch.

Um das zu ver­wirk­li­chen müsste sich mein Gesund­heits­zu­stand ja erst deut­lich ver­bes­sern. Egal wel­chen Beruf man macht, man muss ihn dann richtig machen. Es gibt ja keinen Beruf, der nicht in irgend­einer Art und Weise stressig ist. Egal ob ich jetzt Scout, Trainer oder Kom­men­tator wäre, acht, zehn oder zwölf Stunden muss man dann auf jeden Fall arbeiten. Selbst wenn die Arbeit kör­perlos wäre, stünde ich vor einem Pro­blem. Ich könnte der­zeit keinen Job so aus­füllen, dass ich den Ansprü­chen derer, die mir den Job gegeben haben, gerecht werden würde. Pläne exis­tieren bis­lang nur in meinen Gedanken. Wenn ich fit wäre, würde ich ja schon längst los­gehen und mich irgendwo vor­stellen. Oder den Trai­ner­schein in Köln machen, ich habe einen ganz guten Draht zu Erich Rutem­öller.

Dann bleiben wir bei Gedan­ken­spielen: Trainer oder Kom­men­tator?

Trainer wäre ich schon gerne, aber auch Kom­men­tator hört sich span­nend an. Ist natür­lich auch immer die Frage, ob man talen­tiert genug ist, für diesen oder jenen Job. Nur weil man mal Bun­des­liga-Profi war, heißt es ja nicht, dass man gleich ein guter Trainer ist. Da müsste man Erfah­rungen sam­meln, den Trai­ner­schein machen und die erste Sta­tion aus­pro­bieren. Ob ich gut genug bin, auf der Trai­ner­bank zu sitzen, kann ich jetzt nicht sagen. Klar, ich würde es gerne machen. Fuß­ball­profi will aber auch jedes Kind werden, doch manchmal ist man eben nicht gut genug.

Welche Eigen­schaften sollte man denn als Trainer besitzen, um den Job gut zu machen?

Bei jedem, der auf einer Trai­ner­bank in der Bun­des­liga sitzt, setze ich voraus, dass er ein sehr gutes Fuß­ball-Wissen besitzt. Heut­zu­tage muss man aber auch ein guter Psy­cho­loge sein, vor allem bei den jungen Spie­lern. Ganz wichtig ist es aller­dings einen gewissen Team­geist in die Mann­schaft zu bringen, Begeis­te­rung für den Fuß­ball. Ein guter Trainer muss es schaffen, mit allen ver­schie­denen Cha­rak­teren, die es in einer Mann­schaft gibt, gut klar zu kommen. Das alles zu ver­ein­baren ist sicher­lich nicht ganz ein­fach.

Wel­cher Trai­nertyp ist denn dann der Rich­tige: Der beru­hi­gende Flüs­terer oder der Laut­spre­cher?

Ich glaube, dass man beides sein muss. Beides zum jeweils rich­tigen Zeit­punkt. Der ent­spre­chende Mit­telweg ist dann der, der zum Erfolg führt.

Hat Werner Lorant die rich­tige Mischung reprä­sen­tieren können?


Nun ja, die psy­cho­lo­gi­sche Men­schen­füh­rung war nicht so sein Ding. Aber zum dama­ligen Zeit­punkt hat er natür­lich auch eine sehr wil­lens­starke Mann­schaft gehabt, die auch gar nicht auf Strei­chel­ein­heiten bedacht war. Uns konnte man quälen bis zum Geht­nicht­mehr. Heute würde dieses Ver­hältnis wohl nicht mehr funk­tio­nieren, die Spieler werden auch anders behan­delt. Da landen dann plötz­lich welche in der Natio­nal­mann­schaft, die erst ein paar Bun­des­li­ga­spiele absol­viert haben.

Sie selbst standen eben­falls kurz vor dem Sprung in die deut­sche Aus­wahl.


So wie ich das damals mit­be­kommen habe, stand ich beim Berti Vogts schon im Notiz­buch. Aber das ist ja alles in dem Zeit­raum pas­siert, als ich krank geworden bin. Ein­ein­halb Jahre später habe ich meine Kar­riere beendet, und das alles war kein Thema mehr.

Können Sie das Gefühl beschreiben, auf dem abso­luten Höhe­punkt der Kar­riere so tief hinab zu stürzen?


Das war schon eine harte Dia­gnose, aber zu dem dama­ligen Zeit­punkt habe ich gedacht: Mein Gott, das dauert jetzt ein paar Wochen, dann bist Du wieder der Alte. Ich habe damals nicht die Weit­sicht gehabt, dass ernst­haft meine Kar­riere in Gefahr sein könnte. Da hätte ich ja im Leben nicht mit gerechnet. Im Nor­mal­fall geht das Drü­sen­fieber auch nach spä­tes­tens einem halben Jahr wieder weg. Letzt­end­lich habe ich das auch nie richtig aus­ku­riert, das muss ich mir auch selbst ankreiden. Ich war auf dem Höhe­punkt und wollte die Früchte ernten. Da will man natür­lich nicht aus­setzen. Das geschah aus Unwis­sen­heit.

Unwis­sen­heit auch bei den Ärzten?

Später, als auch Markus Babbel vom Drü­sen­fieber befallen war, wusste man damit umzu­gehen. Als ich krank wurde, konnte mir das keiner erklären.

1997 haben sie ihre Kar­riere mit 29 Jahren beenden müssen. Ohne Titel sind sie aber nicht gegangen: 1996 holte 1860 die Hal­len­mas­ters an die Isar.


Man muss dazu sagen, dass die Hal­len­mas­ters damals eine deut­lich grö­ßere Bedeu­tung hatten, als die Hal­len­tur­niere heute, wo die Teams in der Win­ter­pause eher nach Dubai oder woan­ders aus­wei­chen, um Tur­nier zu spielen, die den Ver­einen auch reich­lich Geld garan­tieren.

Zählen die Erfolge von damals noch etwas?


Gene­rell muss man sagen, dass die Ver­gan­gen­heit abge­schlossen ist und man ohnehin nichts mehr ändern kann. Man kann sich zwar über die ver­gan­genen Erfolge freuen, dankbar sein, dass man diese Kar­riere über­haupt hatte. Aber wert ist sie ja in diesem Sinne nicht mehr. Das Leben ist gegen­wärtig. Die Ver­gan­gen­heit kann dir zwar in gewisser Weise helfen, weil man zum Bei­spiel aus Feh­lern lernt. Letzt­lich ist aber doch alles ver­gäng­lich. Wenn wir alle tot sind, ist es doch völlig wurscht, ob man zehnmal Meister war oder nicht.

Gibt es in der Gegen­wart einen Akteur in der Bun­des­liga, der dem Spie­ler­typen Olaf Bodden ähn­lich ist?

Man muss mal schauen, wie sich Toni von den Bayern so ent­wi­ckelt, der mir ja zumin­dest von der Statur her ähn­lich ist. Ganz genau wird es ja sowieso nie so einen geben, wie mich.

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Unser Autor Alex Raack ist Betreiber des form­schönen Blogs 3ecken​ei​nelfer​.de www​.3ecken​ei​nelfer​.de .