Vor der Saison haben wir 36 Ver­eine mit unseren Stamm­tisch­thesen kon­fron­tiert. Trainer, Manager oder Prä­si­denten haben Stel­lung genommen. Im aktu­ellen Bun­des­liga-Son­der­heft von 11FREUNDE (ab jetzt im Handel) lest ihr, wie Jörg Schmadtke seinen Wohnort Köln recht­fer­tigt, was Robin Dutt von Marco Arn­au­tovic hält oder ob sich Markus Gisdol wieder ein biss­chen Hass für seine TSG wünscht.


Wieder die besten Spieler ver­kauft – herz­lich will­kommen im Abstiegs­kampf, Michael Wie­singer!
Das ist kein Thema bei uns, wir können die Situa­tion gut ein­schätzen. Die Erfah­rung hat gezeigt, dass wir die Abgänge bisher jedes Jahr gut kom­pen­siert haben. Auch Spieler, die aktuell viel­leicht noch nicht so sehr im Fokus stehen, können Ver­ant­wor­tung über­-nehmen – das wird sich in der Vor­be­rei­tung her­aus­kris­tal­li­sieren. Wir haben großes Ver­trauen in den eigenen Kader.“

Auf und nieder – immer wieder: Und ewig grüßt das Mur­mel­tier, Michael Preetz!
Ich weiß ja nicht, wie intensiv sich die 11 FREUNDE nor­ma­ler­weise mit unseren Trai­nings­in­halten beschäf­tigen, aber der­ar­tige Übungen stehen sicher hin und wieder auf dem Plan. Sollten Sie mit der These aller­dings auf unsere sport­liche Bilanz der jün­geren Ver­gan­gen­heit anspielen, bin ich vor der neuen Saison deut­lich opti­mis­ti­scher als Sie. Unserem Trainer ist es schon im Zweit­li­ga­jahr gelungen, den Kader zu einer ein­ge­schwo­renen Ein­heit zusam­men­zu­schweißen. Aber: Nicht umsonst haben wir mit Jos Luhukay viel­leicht den Experten im The­men­be­reich Auf­stieg mit anschlie­ßendem Klas­sen­er­halt“ auf der Bank – man erin­nere sich nur an seine groß­ar­tige Arbeit in Augs­burg! Inso­fern sehe ich unserer gemein­samen Zukunft in Ruhe ent­gegen. Unsere Spieler haben dazu richtig Lust auf die Bun­des­liga, das spürt man von Tag zu Tag. Da arbeitet ein Team zusammen. Auch haben wir uns, ent­spre­chend unserer Rah­men­be­din­gungen, mit sport­lich und cha­rak­ter­lich pas­senden Profis ver­stärkt. Und, last, but not least, beweisen unsere Fans schon seit Jahren – egal in wel­cher Liga wir uns bewegten –, dass sie locker auf Cham­pions-League-Niveau spielen. Warum sollte es Hertha BSC also nicht gelingen, das von Ihnen in der pro­vo­kanten Aus­sage gemeinte Image der Fahr­stuhl­mann­schaft abzu­schüt­teln? Wir jeden­falls haben vor, diesen Fahr­stuhl mit der kom­menden Saison außer Betrieb zu setzen. Mur­mel­tiere grüßen wir Her­thaner dann nur noch ganz locker im Ber­liner Zoo …“

In der ersten Liga endet der Mythos von Team­buil­ding und Cha­rakter. Das wird ein kurzes Erst­liga-Inter­mezzo, Torsten Lie­ber­knecht! 
Um meine Ant­wort mit den Worten des geschätzten Trai­ner­kol­legen Hans Meyer zu beginnen: Gehen Sie davon aus, dass wir in Braun­schweig jetzt keine Denk­mäler bas­teln, son­dern wei­terhin hart arbeiten, um in der kom­menden Saison ein unan­ge­nehmer Gegner zu sein. Und selbst wenn Ihre steile oder wilde These Wahr­heit werden sollte, werden wir wei­terhin ein Team mit Cha­rakter bleiben! Wir lassen uns auf­grund irgend­einer Liga­zu­ge­hö­rig­keit nicht unser roman­ti­sches Denken nehmen und setzen alles daran, den Mythos auf­recht­zu­er­halten. Und das Tollste daran ist: Wir alle bei der Ein­tracht sind uns dabei der emo­tio­nalen Unter­stüt­zung unserer rie­sigen Fan­ge­meinde sicher, da wir in den ver­gan­genen fünf Jahren mit genau diesen Werten unseren Weg von der Fast-Viert­klas­sig­keit bis in die Bun­des­liga geschafft haben. Und ihr könnt es jetzt ruhig zugeben, dass wir euch damit doch auch ein wenig zu heim­li­chen Tränen gerührt haben!“

In der Doppel­­funktion sind Sie der Felix Magath der Zweiten Liga, Rudi Bommer!
Ich stamme zwar wie Felix Magath aus Aschaf­fen­burg, ich habe und will aber weder seine Macht­fülle im Verein noch darf ich so viel Geld in die Hand
nehmen, wie er es auf seinen jüngsten Sta­tionen getan hat, um seine Vor­stel­lungen umzu­setzen. Ich spreche jeden Transfer mit dem Prä­si­denten ab und bin froh, dass mir viele Leute Arbeit abnehmen. Ich mag es zu impro­vi­sieren und natür­lich arbeite ich auch lieber mit einem überschau­baren Kader. Die These ist wohl eher nicht haltbar.“