Wer schämt sich ein biss­chen?
Dirk Schuster, der Trainer von Darm­stadt 98, hat sich nach dem Spiel am Mitt­woch bei Borussia Dort­mund ent­schul­digt. Er schäme sich, das ist mir pein­lich, mit Bun­des­liga-Niveau hat das nichts zu tun“.

Gemeint war nicht der Alle-Bälle-hoch-auf-Sandro-Wagner-Fuß­ball, den Schus­ters Mann­schaft gele­gent­lich spielt, son­dern der – hüstel, hüstel – Rasen im Sta­dion am Böl­len­falltor. Wir freuen uns, alle 14 Tage auf einem ordent­li­chen Platz spielen zu dürfen. Und das ist nicht hier“, hat Darm­stadts Trainer gesagt.

Kein Wunder, dass die 98er dritt­beste Aus­wärts­mann­schaft der Liga sind, wäh­rend sie in der Heim­ta­belle auf Platz 17 liegen. Der Acker im eigenen Sta­dion ist ein­fach Gift für ein tech­nisch derart starkes Team.

Wer ist leicht zu durch­schauen?
Der wilde Jagd-Fuß­ball von Bayer Lever­kusen hat einen hohen Wie­der­erken­nungs­wert – leider auch für den Trainer des Geg­ners. Viktor Skripnik von Werder Bremen hat jeden­falls unter der Woche die rich­tigen Schlüsse aus seinen Beob­ach­tungen gezogen: Bayers Spiel lebt von Bal­ler­obe­rungen.

Wenn wir also den Ball gar nicht haben, kann Bayer ihn auch nicht erobern. Der Plan war: Wir stehen hinten, warten und nutzen mit schnellen Leuten die Räume.“ So weit Skripnik. Hat ja ganz ordent­lich geklappt beim 4:1‑Sieg der Bremer in Lever­kusen.

Mal sehen, ob der FC Augs­burg das Bremer Erfolgs­re­zept am Samstag ein­fach kopiert. Wäre zumin­dest einen Ver­such wert, nachdem der FCA nun schon neun Spiele auf den ersten Bun­des­li­ga­sieg gegen Lever­kusen wartet.

Wo könnte es ein Jubi­läum geben?
Beim Ham­burger SV warten sie auf das 100. Tor gegen Hertha BSC. Das Pro­blem ist: Sie warten schon seit fünf Spielen darauf. So lange hat der HSV schon nicht mehr gegen die Ber­liner getroffen.

Was macht Tim Wiese?
Der Mus­kel­mann träumt von einer erfolg­rei­chen Ret­tungs­mis­sion bei seiner alten Liebe Werder Bremen. Nicht als Tor­hüter, der mit seiner Kör­per­fülle das kom­plette Tor abde­cken kann, son­dern als Manager, wie er der Bild“ eröffnet hat.

Wer­ders Sieg in Lever­kusen hat der Wech­sel­stim­mung und Wieses Ambi­tionen einen herben Dämpfer ver­passt. Dabei hat der ver­hin­derte Manager klare Vor­stel­lungen, was Werder braucht: erst mal einen neuen Trainer. Sein Favorit? Thorsten Frings. Dessen Qua­li­fi­ka­tion? Lange Haare.

Und sonst?
Als hätte es Philipp Lahm schon geahnt: Nach dem Sieg seiner Bayern in Wolfs­burg hat er erleich­tert zur Kenntnis genommen, dass die Münchner damit auch am Ende der eng­li­schen Woche und nach dem Duell mit Borussia Dort­mund auf jeden Fall noch Tabel­len­führer sein werden. A

ller­dings droht der Vor­sprung bei einer Nie­der­lage gegen den BVB auf dürf­tige zwei Punkte zu schrumpfen. Dass die Bayern dann trotzdem alles noch in der eigenen Hand haben, könnte sich als trü­ge­risch her­aus­stellen. Die Münchner müssen näm­lich noch gegen Hertha spielen; der BVB hat das schon hinter sich.