Zahlen zum Team
FIFA-Rang: 17
WM-Teil­nahmen: 13
Ein­wohner: 3 333 000

Noch eine Zahl zum Team
5600 Kronen gewann Thomas Syversen. Der Nor­weger hatte allen Ernstes 32 Kronen (3,85 Euro) auf einen WM-Biss von Luis Suarez gesetzt.

Spitz­name
La Celeste

Der Trainer
Wer war die fairste Mann­schaft bei der WM 2010? Genau, Uru­guay! Trainer Oscar Washington Tabarez wusste nach dem Tur­nier gar nicht zu sagen, was ihn mit mehr Stolz erfüllte, der vierte Platz oder das faire Auf­treten seines tra­di­tio­nell als Klop­per­truppe ver­schrienen Teams. Tabarez’ Kon­zept basiert auf den Säulen Leis­tung, Ergebnis, Anstand – doch dar­über wird nicht mehr oft gespro­chen, seit Luis Suarez vier Jahre später Giorgio Chiel­lini die Zähne in die Schulter rammte. 71 Jahre alt ist Tabarez, Uru­guays Natio­nalelf trai­niert El Maestro“ seit 2006. Wegen einer Erkran­kung des peri­pheren Ner­ven­sys­tems ist er mitt­ler­weile immer wieder mal auf Krü­cken ange­wiesen.

Der Kapitän
Für Diego Godin, bein­harter Innen­ver­tei­diger in Diensten von Atle­tico Madrid, ist das Tur­nier in Russ­land bereits die dritte Welt­meis­ter­schaft. Nach dem dritten Platz in Süd­afrika und dem ent­täu­schenden Ach­tel­fi­na­laus in Bra­si­lien soll es 2018 end­lich der Titel sein. An Godins Ein­stel­lung wird es nicht Schei­tern.

Der Star
Auch Luis Suarez ist zum dritten Mal bei einer WM dabei. Für ihn geht es aller­dings eher darum, erst­mals ein Tur­nier ohne grö­ßeren Skandal zu über­stehen. 2014 der Biss gegen Chiel­lini, 2010 das Hand­spiel gegen Ghana – Suarez spielt auf der welt­weiten Bühne auf Bewäh­rung. Zusammen mit Sturm­partner Edinson Cavani, der nur ein paar Kilo­meter von ihm ent­fernt in Salto geboren und auf­ge­wachsen ist, bildet Suarez unter rein sport­li­chen Gesichts­punkten aller­dings das gefähr­lichste Offen­sivduo des Tur­niers.

Stamm­tisch­wissen
Uru­guay war 1930 Gast­geber der ersten WM – und will 2030 das Jubi­lä­ums­tur­nier aus­richten.

Die Anek­dote
Die Hand Gottes (1986), die Spucke Rij­ka­ards (1990), der Kopf­stoß Zidanes (2006): Als Luis Suarez vor vier Jahren seinen hai­fisch­ar­tigen Moment hatte, war sofort klar, dass die WM-Geschichte um einen Skandal rei­cher ist. Was dem Eklat eine bizarre Note ver­lieh, neben der Tat­sache, dass Suarez Wie­der­ho­lungs­beißer war: Wäh­rend des ganzen Thea­ters blieben die Uru­gu­ayer kom­plett unein­sichtig. Ehren­sache, dass sich auch Staats­prä­si­dent José Mujica ein­schal­tete und zwei­erlei klar­stellte. Ers­tens: Suarez ist unschuldig. Zwei­tens: Die stra­fenden FIFA-Leute sind old sons of bit­ches“. Nur Trainer-Gen­tleman Oscar Tabarez schwieg.