FC Bayern Mün­chen
Bun­des­liga: Platz 1
DFB-Pokal: Vier­tel­fi­nale
 
Trans­fers:
Es kamen: –
Es gingen: Sinan Kurt (Hertha BSC), Gian­luca Gau­dino (FC St. Gallen), Jan Kirch­hoff (AFC Sun­der­land)
 
Das ist außerdem neu:
Uli Hoeneß. Nun, so neu ist der ja nicht, könnte man ein­wenden. Neu“ aber zumin­dest in dem Sinne, als dass Bay­erns Ex-Mana­ger/­Prä­si­den­t/­Wurst­fa­bri­kan­t/All­around-Super­boss die Säbener Straße nach Hal­bie­rung seiner Haft­straße fortan wieder ohne Fuß­fessel betreten kann. Was eigent­lich nichts anderes bedeutet, als dass es nur eine Frage von Tagen ist, bis sich Hoeneß zurück in die Chef­etage des Rekord­meis­ters gekrach­le­dert hat. Und dann, Freunde, zieht euch warm an. Denn in jener Haupt­ver­samm­lung 2013, in der Hoeneß seine Rück­kehr mit den Worten Das war’s noch nicht“ ange­kün­digt hatte, sagte er auch, dass Hass ein Weg­be­gleiter“ für ihn geworden sei. Und das von einem Mann, der bereits vor seiner Ver­ur­tei­lung samt öffent­lich aus­ge­kippter Häme nicht unbe­dingt der ent­spann­teste Mensch unter der Sonne war. Wir gehen dann schonmal in Deckung

11FREUNDE-Pro­gnose:
Leute, kommt schon. Ihr wisst es, wir wissen es, die Bayern wissen es und alle anderen eigent­lich auch: Am Ende der Saison steht der Meis­ter­titel.

Borussia Dort­mund

Bun­des­liga: Platz 2
DFB-Pokal: Vier­tel­fi­nale
 
Trans­fers:
Es kamen: –
Es gingen: Jonas Hof­mann (Glad­bach) Adnan Januzaj (Man­chester United)
 
Das ist außerdem neu:
Lan­ge­weile. Sieht man mal von der Debatte rund um die Wahl des Trai­nings­lager-Landes (Dubai) ab, gab der BVB in der Vor­be­rei­tung ein extrem ent­spanntes Bild ab. Reus wieder fit, Wei­den­feller ver­län­gert, Weigl will bleiben, ja sogar Dau­er­tri­bü­nen­gast Moritz Leitner spielte sich plötz­lich in den Vor­der­grund. Dem­entspre­chend wurden auch die Test­spiel­gegner mit 4:0, 4:1 und 3:1 weg­ge­fie­delt, was sport­lich natür­lich schön und gut ist. Trotzdem hätten wir Kra­wallos uns mal einen Döner­wurf oder wenigs­tens eine kleine Kopf­nuss im Trai­nings­kick gewünscht. Aber man kann eben nicht alles haben.

11FREUNDE-Pro­gnose:
Tja, folgt man Pierre-Eme­rick Aub­ameyang, dürfte für die Dort­munder nichts Gerin­geres als der Titel raus­springen. Meister werden die Bayern nicht“, tönte der Gab­uner, und wir sind uns nicht sicher, ob er mög­li­cher­weise die Bedeu­tung der Zahl 8 nicht ver­standen hat – denn genau so viele Punkte Rück­stand hat sein BVB auf die Bayern –, oder ob Aub­ameyang nicht so genau mit dem Regel­werk ver­traut ist, das ja ganz klar besagt, dass die Deut­sche Meis­ter­schaft an den Ersten und eben nicht an den Zweiten geht. Und so gerne wir Aub­ameyang in Sachen Haar­schnitt, Schuh­mode, Lieb­lings­su­per­held oder Wahl des Autos folgen, bei seiner Pro­gnose müssen wir leider wider­spre­chen und sagen: Für den BVB bleibt nur der zweite Platz.

Hertha BSC
Bun­des­liga: Platz 3
DFB-Pokal: Vier­tel­fi­nale
 
Trans­fers:
Es kamen: Sinan Kurt (Bayern Mün­chen)
Es gingen: Marius Gers­beck (Chem­nitzer FC)
 
Das ist außerdem neu:
Erfolg. Dass die Hertha um die Cham­pions-League-Plätze mit­spielt, erschien uns vor der Saison ähn­lich wahr­schein­lich wie eine Fahrt mit der BVG, ohne dass jemand einen Döner isst, irgend­je­mand Hit the Road, Jack“ auf einer Plas­tik­trom­pete spielt oder ein Betrun­kener in die Bahn reiert. Aber gut, es pas­sieren die ver­rück­testen Dinge, unter Pal Dardai hat die Hertha eine erstaun­liche Kon­stanz an den Tag gelegt und sich den dritten Rang, man muss es so sagen, red­lich ver­dient. Natür­lich auch, weil viele andere Teams geschwä­chelt haben, aber gut. Trotzdem freuen wir uns mit der Alten Dame und feiern sie mit einem Trom­pe­ten­solo. Oder mit einen Döner. Mal gucken.

11FREUNDE-Pro­gnose:
Schwierig. Prin­zi­piell würden wir sagen, dass der Höhen­flug der Hertha in nicht allzu ferner Zukunft ein jähes Ende finden würde. Das haben wir aller­dings nach jedem ein­zelnen Sieg der Ber­liner in der Hin­runde auch gedacht, nur um anschlie­ßend Lügen gestraft zu werden. Und: Der Trend spricht für die Hertha: Ob Lei­cester in Eng­land, Celta Vigo in Spa­nien, Angers SCO in Frank­reich – Über­ra­schungs­mann­schaften scheinen ein euro­pa­weites Phä­nomen zu sein. Und da wir Fried­richs­hain-Hipster sind und jedem noch so däm­li­chen Trend hin­ter­her­he­cheln, sagen wir: Die Hertha schafft sen­sa­tio­nell die Qua­li­fi­ka­tion zur Cham­pions League.