Mein Schutz­engel,

der Tag ist gekommen. Du ver­lässt uns. So ist nun mal das Leben, aber Barca ohne Dich ist für mich unvor­stellbar.

Wenn ich zurück­blicke und an Rom oder Paris denke (die Städte, in denen 2006 und 2009 das Cham­pions-League-Finale aus­ge­tragen wurde, d. Red.), dann sehe ich Dich vor meinem geis­tigen Auge, wie Du den Euro­pa­pokal in die Höhe stemmst. In Wem­bley 2012 hast Du diese Ehre Abi (Eric Abidal, d. Red.) über­lassen, eine Geste, die Dich noch größer gemacht hast als Du es eh schon warst.

Meine Genera­tion und die, die nach uns kommt, kann sich ein Barca ohne Puyi in der Abwehr nicht aus­malen, ist nicht fähig, sich Dich ohne die Kapi­täns­binde und die 5“ auf dem Rücken vor­zu­stellen. Nichts^ wird sein wie es mal war.

Ich habe Dich das erste Mal vor sechs Jahren ken­nen­ge­lernt. Du warst Kapitän und Wahr­zei­chen dieses Klubs, ich war ein Kind, das bereit war, die Welt zu erobern. Vom ersten Tag an hatten wir eine groß­ar­tige Bezie­hung zuein­ander, auf und neben dem Platz.

An Deiner Seite fühlte ich mich immer sicher. Ich wusste, selbst wenn ich mal einen Fehler mache, dann ist da einer, der mich und die Mann­schaft rettet.

Du bist mein Schutz­engel.

Wenn ich an all das denke, dann ver­misse ich schon jetzt unsere Gespräche in der Kabine, Deine Rat­schläge und vor allem unsere gemeinsam aus­ge­tra­genen Kämpfe auf dem Spiel­feld. Du bist ein­zig­artig.

Ich muss lachen, wenn sie davon erzählen, dass sie jetzt einen neuen Puyol“ finden müssten.

Sie können ewig suchen. Sie werden keinen wie Dich finden.

Danke für alles,
Puyi