1. Haargel:
Jeder picke­lige Teen­ager weiß: Es gibt kein zu viel“ bei Haargel. Daher sei Cris­tiano Ronaldo unbe­dingt geraten, ruhig ein wenig dicker auf­zu­tragen. Ist kein Haargel zur Hand, haben alt­her­ge­brachte Haus­halts­mittel zur Fixie­rung der Tolle den glei­chen Effekt: Bier, Butter, Back­fett. Ohnehin sollte man nicht mit Extra­va­ganzen sparen, was das Haupt­haar angeht: Der Fri­seur darf gerne teuer sein, die Fri­suren eben­falls. Im Zweifel: blon­dierte Strähn­chen. Das über­rascht und kommt in jeder Fan­kurve gut an.

2. Trick­pass:
Bruder Leichtfus Ronaldo macht in einem Spiel zwar schon mehr Über­steiger als bock­sprin­gende Schul­jungen wäh­rend der Lei­bes­er­zie­hung, aber auch hier gilt: Mehr ist mehr. Fans mögen keine gerad­li­nigen Flan­ken­läufe oder klares Zwei­kampf­ver­halten. Der Fast-Welt­fuß­baller sollte stets ver­sucht sein, die geg­ne­ri­schen Spieler mit Hackentricks und Rabonas lächer­lich zu machen. Ebenso sind klare Kurz­pässe drin­gend zu ver­meiden, es bieten sich alter­nativ No-look- und Trick­pässe an, die man danach mit großer Geste zele­brieren sollte.

3. Schwalben:
Beson­ders glück­lich machen die geg­ne­ri­schen Fans Schwalben im Straf­raum. Ein schmerz­ver­zerrtes Gesicht und ein, zwei Boden­rollen nach der Flug­ein­lage können helfen, um beim Gäs­te­pu­blikum zu punkten. Beson­ders wichtig ist beim Frei­flug im geg­ne­ri­schen Sech­zehner die per­fekte Flug­cho­reo­grafie. Des­wegen sollte Ronaldo im Trai­ning die Bewe­gungs­ab­läufe bis zur Inter­na­li­sie­rung immer wieder repe­tieren: Ein­haken, Abheben, Flug­phase, Rollen, ans Schien­bein fassen. Das Besu­chen eines Schau­spiel­kurses kann nicht schaden, um Mimik und Gestik den rich­tigen Schliff zu ver­passen.

4. Bril­li­anten:
Apropos rich­tiger Schliff: Ein bro­cken­ar­tiger Bril­liant im Ohr kann nur helfen, um beim Publikum gut anzu­kommen. Je bro­cken­ar­tiger, desto besser. Ein fun­kelnder Hoch­ka­räter lässt bekannt­lich die Herzen aller Fuß­ball­fans höher schlagen. Nicht umsonst heißt es in tra­diertem Liedgut: Dia­monds are a Footballfan´s best friend.“ Oder so ähn­lich.

5. Gockel­haf­tig­keit:
Ein Prise Arro­ganz kann das Image nur ver­fei­nern. Für Frei­stöße kann man Cris­tiano des­halb nur drin­gend emfehlen, weiter fleißig Spagat zu üben und sich noch einmal Spiel mir das Lied vom Tod“ anzu­sehen. Eine tod­ernste, arro­gante Miene hilft, den Respekt der Fans ein­zu­heimsen, bevor man das Leder in den zweiten Stock prü­gelt.

6. Große Jubel­gesten:
Das Publikum liebt abwechs­lungs­reiche Tor­jubel. Ronaldo ist mit Klas­si­kern wie den Brüste-Kneif-Tor­jubel und dem bleibt-auf-dem-Tep­pich-ich-spuck-euch-in-die-Suppe-Jubel Meister dieser Dis­zi­plin. Für die Gunst der Fans ist es umso wich­tiger, die Tor­jubel wei­terhin abwechs­lungs­reich zu insze­nieren – Trai­nings­spiele sind hier die geeig­nete Bühne, um gleich­zeitig noch ein paar Sym­pa­thie­punkte bei den Kol­legen gut­zu­ma­chen. Viel­leicht emp­fiehlt es sich, den im letzten Jahr all­seits beliebten Nossa“ wieder her­vor­zu­kramen oder Mario Balo­tellis beliebten EM-Tor­jubel zu zitieren. Ein­falls­reichtum und Krea­ti­vität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

7. Metro­se­xua­lität:
Zu Ronaldos Glück hat David Beckham in puncto Metro­se­xua­lität gute Vor­ar­beit geleistet. Wäh­rend der boden­stän­dige Fan schon beim Erwähnen des Wortes metro­se­xuell“ seine Bier­ruhe ver­liert und sich kon­ster­niert an seiner Mau­rer­brause ver­schluckt, setzt der Por­tu­giese neue gesell­schaft­liche Maß­stäbe. Patri­ar­cha­li­sche Struk­turen werden weich wie Butter ange­sichts der Dia­manten und Bäu­nungs­creme von Cris­tiano Ronaldo. In diesem Punkt haben die 11FREUNDE-Spin-Doc­tors keine Ein­wände und raten der Sti­li­kone aus Madeira: Rock on!

8. Mehr Mode­lauf­träge:
Seit jeher sind Fuß­ball­fans in ihrem Selbst­ver­ständnis sehr mode­be­wusste Indi­vi­duen. Daher sei Cris­tiano Ronaldo drin­gend geraten, der Model­tä­tig­keit treu zu bleiben, sodass Fans auf der ganzen Welt sich auch wei­terhin in Auto und Bahn über große Mode­pla­kate des Por­tu­giesen mit nacktem Ober­körper und treu-doofen Schlaf­zim­mer­blick freuen können. Dabei kann man nicht groß­zügig genug mit dem frei­zü­gigen Ent­blößen des Six­packs sein. Nach Kar­rie­re­ende bietet sich viel­leicht eine zweite Kar­riere als Lauf­steg- und Unter­wä­sche­model an. Viel­leicht in Beck­hams Schlüpfer-Impe­rium?

9. Dackel­blick:
Wayne Rooney von Man­chester United kri­ti­sierte einst die Eitel­keit unseres Schön­wet­ter­fuß­bal­lers mit den Worten: Cris­tiano Ronaldo does not stop loo­king in the mirror.“ Was der haar­trans­plan­tierte Style-Muffel Wayne Rooney nicht weiß: Ein lei­dender Dackel­blick will geübt sein, denn mit ihm kann man bei Schieds­richter und Publikum punkten. Es emp­fiehlt sich daher auch auf dem Platz, immer einen Taschen­spiegel bei sich zu tragen. Nicht umsonst wurde Cris­tiano 2009 von der bri­ti­sche Gay Times“ zum Sexiest Man Alive“ gekürt.

10. Großes Auto:
Wer beliebt sein und auf­fallen will, dem sollte ein großes Auto nicht fehlen. Je teurer und extra­va­ganter, desto besser. Da besteht beim Fuhr­park mit lächer­li­chen zehn Luxus­ka­rossen drin­gender Nach­hol­be­darf. Und über­haupt gilt als Faust­regel: Keine Gele­gen­heit aus­lassen, um zu demons­trieren, wer der Hot­shot des Welt­fuß­balls ist. Medi­en­wirk­same Papa­razzi-Fotos von einem Tech­tel­mechtel mit Paris Hilton oder eine Pool­orgie mit fünf Gespie­linnen können öffent­lich­keits­wirksam die Boden­stän­dig­keit der Insel­schön­heit von Madeira doku­men­tieren und kommen in jeder Fan­kurve gut an. Ein Schritt in die rich­tige Rich­tung war schon die Namens­wahl des Soh­ne­manns. Der Sohn von Cris­tiano Ronaldo heißt: Cris­tiano Ronaldo.