11FREUNDE am Morgen

ist unser neuer News­letter. Pünkt­lich um 7 Uhr mor­gens ver­sorgt euch Chef­re­dak­teur Philipp Köster an jedem Werktag mit den wich­tigsten Nach­richten des Fuß­ball­tages. Hier könnt ihr abon­nieren.

Ein über­ra­schender Abgang. Eigent­lich hatte Karl-Heinz Rum­me­nigge erst zum Jah­res­ende sein Amt als Vor­stands­vor­sit­zender des FC Bayern Mün­chen nie­der­legen wollen, nun aber ver­öf­fent­lichte der Klub ges­tern die Mel­dung des vor­zei­tigen Wech­sels zum neuen Vor­sit­zenden Oliver Kahn. Illus­triert mit einem Bild, auf dem Rum­me­nigge mit Ver­eins­prä­si­dent Her­bert Hainer und Kahn eine kom­plexe Hand­schüt­tel­figur prä­sen­tierte, beeilte sich der FC Bayern zu betonen, das ganze sei auf eigenen Wunsch und in enger Abstim­mung“ mit den anderen Granden pas­siert. Es ist der stra­te­gisch sinn­vollste und logi­sche Zeit­punkt“ sagte Rum­me­nigge, und so ganz ist die Argu­men­ta­tion nicht von der Hand zu weisen. Das Geschäfts­jahr des Fuß­balls geht nun mal von Sommer bis Sommer – und mit dem neuen Lang­zeit­trainer Julian Nagels­mann beginnt gerade auch ein neuer sport­li­cher Abschnitt. Das aller­dings war auch schon vor Wochen und Monaten klar, und so kann als gesi­chert gelten, dass es neben Rum­me­nigges mög­li­cher Amts­mü­dig­keit auch sanften Druck aus den Gre­mien und vom Nach­folger gab, die Macht­über­gabe vor­zeitig zu voll­ziehen. Die wie­derum ist aus vielen Gründen span­nend. Ers­tens tritt mit Rum­me­nigge der prä­gen­deste Bun­des­liga-Funk­tionär ins­be­son­dere des letzten Jahr­zehnts von wirk­lich allen Klub­äm­tern zurück und hin­ter­lässt ein großes Macht­va­kuum. Zwei­tens muss sein Nach­folger Kahn den Klub rasch und über­zeu­gend in zen­tralen Fragen wie dem sport­li­chen Wett­be­werb in der Bun­des­liga und der Zukunft der euro­päi­schen Pokale posi­tio­nieren. Und drit­tens wird inter­es­sant, wie sich die Macht­schat­ten­ge­wächse im Klub künftig sor­tieren, wo jetzt das tra­di­tio­nelle Schisma zwi­schen Rum­me­nigge und Hoeneß end­gültig Geschichte ist.

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Neues Pro­jekt

Will­kommen im 11Freunde-Club. Dem News­letter wird die große Ehre zuteil, ein Pro­jekt zu prä­sen­tieren, an dem wir in den letzten sechs Monaten gear­beitet haben und das heute zum ersten Mal seine Türen öffnet. Das Prinzip ist ein­fach erklärt: Wir wollten einen Ort schaffen, an dem sich alle, die den Fuß­ball lieben, gut auf­ge­hoben fühlen. Ob Ultras, Mecker­r­entner oder Scha­len­sitzer von der Gegen­ge­rade, sie alle sollen in diesem Club einen einen Ort der Unter­hal­tung, der Inspi­ra­tion und des Aus­tauschs. Das bedeutet: Ab sofort findet ihr hier packende Texte und span­nende Pod­casts, die besten Repor­tagen und Inter­views aus der aktu­ellen Aus­gabe und das kom­plette Archiv unseres Maga­zins seit dem Jahr 2000. Dazu gibt es monat­lich unser vir­tu­elles Knei­pen­quiz, Buch­re­zen­sionen und Mei­nungs­stücke. Außerdem natür­lich spe­zi­elle Kon­tin­gente für all unsere Ver­an­stal­tungen, Ver­lo­sungen und vieles mehr. Das beste daran: Der Zugang ist für alle unsere bestehenden Abon­nenten frei. Und wir freuen uns sehr über jeden, der neu dazu kommt. Heute gibt es übri­gens zum Start ein Inter­view mit Kölns Retter Fried­helm Funkel, der davon erzählt, wie ent­täuscht er nach der Heim­nie­der­lage gegen Frei­burg war, und wie er nur zwei Zeilen sagen musste, um die Mann­schaft vor dem zweiten Rele­ga­ti­ons­spiel gegen Kiel zu moti­vieren. Schaut mal hinein, wir freuen uns auf euch.

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Schöne Plätze

Nach dem Spiel ins Wasser. Und weiter geht es auf unser Reise zu den schönsten Fuß­ball­plätzen der Welt. Diesmal schauen wir in Kroa­tien beim NK Hvar auf der gleich­na­migen Insel vorbei. Die gilt laut Forbes Magazin als eine der schönsten zehn Inseln der Welt und ist ein mon­dänes Urlaubs­pa­ra­dies für den wohl­ha­benden Rei­senden vom Fest­land oder aus Übersee. Der Platz liegt wun­der­schön direkt am Strand. Wer will, kann direkt nach dem Kick sein Hand­tuch aus­rollen oder ein Boot für eine kleine Tour mieten. Die Zuschauer stehen nicht direkt am Platz, son­dern auf der leicht abfal­lenden Straße zum Meer, ein paar Meter höher.

Zitat des Tages

Ich hatte gerade meine Freundin dran, da klopfte eine unbe­kannte Nummer an. Ich habe gesagt: Schatz, ich rufe gleich noch mal an, ich glaube, da ruft jemand wegen der neuen Woh­nung an‘.“

Es war dann aber doch Andi Köpke, der den Bielefelder Keeper Stefan Ortega bat, sich bereitzuhalten, falls einer der drei nominierten Keeper nicht mit zur EM fahren kann. Das erzählte Ortega im Sport1-Podcast "Lieber Fußball".

Sta­dion gesucht

Rät­sel­rennen. Und weiter geht´s mit den kniff­ligen Fragen, obwohl die hier leicht zu lösen sein dürfte. Wir suchen näm­lich ein schmu­ckes Sta­dion, das genau mit der rich­tigen Mischung aus steilen Tri­bünen, holp­rigem Rasen, anstän­digem Bier und ver­bit­terten Mecker­r­ent­nern auf­wartet, um den Fuß­ballfan zu erfreuen. Lösungen wie immer an philipp@​11freunde.​de. PS: Die Gemein­sam­keit der vier Herren Magath, Knöpfle, Jonker und Saftig war natür­lich, dass sie alle mal den FC Bayern trai­niert haben, die einen etwas länger, die anderen nur als Aus­hilfen.

Happy Bir­thday

Mehr Kom­pli­mente bitte. Da wollte Alfredo Morelos, kolum­bia­ni­scher Stürmer bei den Ran­gers, seinem Trainer Steven Ger­rard ein­fach nur mal kurz zum Geburtstag gra­tu­lieren und gar­nierte den Gruß mit dem Hin­weis, der sei ja nun der beste Coach Schott­lands“. So sehr sich Morelos damit schon die gol­dene Knie­scheibe poliert hatte, so sehr wurde er anschlie­ßend von dieser regio­nalen Ein­gren­zung ein­ge­holt. Ger­rard bedankte sich zunächst („Amigo“), wurde dann aber stutzig und fragte nach („Just Scot­land?“), um dann global zu denken („Europe? World?“). Beim nächsten Mal schickt Morelos am besten ein­fach eine Gruß­karte.

Was der heu­tige Tag bringen wird? Viel­leicht noch ein ein­fühl­sames Bilanz-Inter­view mit Jogi Löw? Oder Kahn demis­sio­niert über­ra­schend, weil er sich das Amt und seine Mög­lich­keiten doch anders vor­ge­stellt hat? Oder Rum­me­nigge wird als DFB-Prä­si­dent vor­ge­stellt? Ach, Fuß­ball ist immer urst span­nend. Sogar an einem Mitt­woch in der Som­mer­pause.

Einen guten Tag wünscht euch

Philipp Köster