Seite 2: Tom Bartels hielt einfach den Mund!

Minu­ten­lang rauschte dieser Män­ner­chor durch das Sta­dion. Inner­lich abge­storben müssen die­je­nigen sein, die dabei keine Gän­se­haut bekamen. Und doch wäre dieser Moment für deut­sche Fernseh-Zuschauer nicht so ein­zig­artig (und für eine Euro­pa­meis­ter­schaft so unge­wöhn­lich fas­zi­nie­rend) gewesen, wenn der ARD-Kom­men­tator Tom Bar­tels nicht das getan hätte, was er tat: Er schwieg. Er hielt ein­fach seinen Mund! Minu­ten­lang.

Low lie the Fields of Athenry
Where once we wat­ched the small free birds fly
Our love was on the wing
We had dreams and songs to sing
Now it´s so lonely round the fields of Athenry.“

Der erste Gedanke des von selbst­ge­fäl­ligen Kom­men­ta­toren geschän­deten Zuschauers: Der Ton war weg. Erste Zweifel daran. Dann die Erkenntnis: Tom Bar­tels hielt den Mund, weil er den Mund halten wollte. Weil er seinen Zuschauern dieses fan­tas­ti­sche Erlebnis nicht ver­sauen wollte.

Weil auch er, der schon Mil­lionen Fans hat singen hören, von diesem Moment ergriffen war. Weil er für ein paar Minuten stumm blieb, machte Tom Bar­tels die viel­leicht schönsten Minuten dieser ansonsten von Fasching-Fans, Spie­ler­frauen und Hoo­li­gans bestimmten Ver­an­stal­tung.

Dan­ke­schön.