Herr Kioyo, Sie sind Anfang des Jahres nach Israel, zu Mac­cabi Net­anya gegangen. Der Club, bei dem Lothar Mat­thäus seit dem Sommer trai­niert. Wie kommt es, dass sie jetzt schon wieder gewech­selt sind?
 

Das hatte einzig und alleine pri­vate Gründe. Mit dem Sport­li­chen hatte das nichts zu tun. Auch mit dem Trainer und dem Prä­si­denten habe ich mich gut ver­standen. Ich hatte eine wirk­lich gute Zeit in Israel. Ich musste wieder nach Deutsch­land. Der Verein hat mir das dann ohne Pro­bleme ermög­licht. Lothar hat mir gesagt, dass er mich ver­steht.

Sie haben die letzen Monate noch unter Mat­thäus trai­nieren können. Wie ist er als Trainer?
 
Ich möchte ihn nicht bewerten. Das ist nicht meine Art.

Sie haben in Ihrer Kar­riere schon einige Trainer erlebt. War es ein großer Unter­schied mit Lothar Mat­thäus zu arbeiten?
 
Nein. Deut­sche Trainer sind sich alle ziem­lich ähn­lich. Fast alle gehen auf die Trai­ner­schule in Köln. Natür­lich gibt es auch ein paar Unter­schiede. Auch der Kon­takt zu uns Spie­lern war ganz normal. Zu den einen Spie­lern hatte Lothar mehr Kon­takt, zu den anderen weniger. Das ist ganz normal. 
 
Wie lief es sport­lich für Sie in Israel?
 
Wir sind in der letzten Saison noch Zweiter geworden und kamen in die zweite Runde der UEFA-Cup-Qua­li­fi­ka­tion. Des­halb wollte ich auch dort bleiben. Das war die Chance für mich inter­na­tional zu spielen. Leider konnte ich das dann nur einmal. Wir haben gegen Cherno Varna gespielt, den aktu­ellen Gegner vom VfB Stutt­gart. Zu Hause spielten wir 1:1. Das Tor machte ich. In Bul­ga­rien ver­loren wir aber 2:0. Damit waren wir dann raus.

Und in der Liga…

…lief es ebenso gut. Ich habe in 21 Spielen elf Tore gemacht.
 
Auf wel­cher Sprache wurde denn in der Mann­schaft kom­mu­ni­ziert?
 
Wir spra­chen alle Eng­lisch. Wenn ich mit dem Trainer alleine redete, unter­hielten wir uns auf Deutsch.
 
Nun sind Sie in Augs­burg ange­kommen. Letzte Saison schrammte die Mann­schaft knapp am Abstieg vorbei. Was sind diese Saison die Ziele?

Die Ziele haben sich zur letzten Saison nicht groß­artig geän­dert: Wir wollen so schnell wie mög­lich 40 Punkte errei­chen und dann schauen, was noch geht. Ich bin über­zeugt, dass wir das schaffen: Wir haben eine gute Mann­schaft mit guten Spie­lern.