Schalke hatte vor dem 0:0 gegen Frei­burg einen Neu­zu­gang zu ver­künden: Der Rasen in der hei­mi­schen Arena wurde kom­plett neu ver­legt. Allzu schön sah das nicht aus: Die ein­zelnen Rasen­stücke waren noch nicht orga­nisch zusam­men­ge­wachsen, überall ragten Naht­stellen und braune Fle­cken heraus.

Ein Rasen­platz als Fli­cken­tep­pich: Man könnte sich keine pas­sen­dere Meta­pher aus­denken für den Zustand des FC Schalke. Auch gegen Tabellen-Nachbar Frei­burg gelang kein befrei­ender Erfolg. Schalke düm­pelt im Nir­gendwo der Tabelle. Und jetzt wartet am Mitt­woch auch noch das Cham­pions-League-Ach­tel­fi­nale gegen den eng­li­schen Meister Man­chester City.

Offensiv harmlos

Noch ist die Saison nicht beendet. Schalke ist noch in Cham­pions League und Pokal ver­treten. Doch es fühlt sich bereits im Februar so an, als hätten die Schalker die Saison schon abge­hakt. Die großen Träume aus dem ver­gan­genen Sommer – sie sind aus­ge­träumt.

Wieder und wieder hatte Dome­nico Tedesco ver­sucht, seine Schalker Vize­meister-Elf fuß­bal­le­risch wei­ter­ent­wi­ckeln. Spie­le­risch domi­nanter solle seine Elf auf­treten, nicht nur mit einer starken Defen­sive, son­dern auch einer starken Offen­sive punkten. Der lang­ersehnte nächste Schritt – er lässt weiter auf sich warten.

So auch beim Unent­schieden gegen Frei­burg. Tedescos Schalker waren in der ersten halben Stunde bemüht, das Spiel aus der eigenen Hälfte auf­zu­bauen. Tedesco hatte seine Elf in einem 4−2−3−1 auf­ge­stellt; ein Kom­pro­miss aus offen­siven Impulsen (Vierer- statt Fün­fer­kette) und defen­siver Sta­bi­lität (zwei kom­pakte Vie­rer­ketten gegen den Ball).

Spiel­ma­cher gesucht

Echte Offen­siv­ge­fahr ver­sprühten die Schalker aber nie. Es war wie so oft unter Tedesco: Im Spiel nach vorne fehlte der Mut. Der Trainer sagte nach dem Spiel, der Plan sei gewesen, dass die Mit­tel­feld­spieler häufig hinter die geg­ne­ri­sche Abwehr sprinten sollten. Doch nie­mand spielte die nötigen langen Pässe hinter die geg­ne­ri­sche Abwehr, um die Mit­tel­feld­spieler zu füt­tern.

Tedescos Ver­dikt: Uns fehlte der Mut.“ Tat­säch­lich spielt Schalke auch in dieser Saison häufig hinten herum, wählt die ein­fache Vari­ante. Statt dia­go­nale Pässe hinter die Frei­burger Abwehr spielten Schalkes Ver­tei­diger Ver­le­gen­heits­pässe ins Mit­tel­feld. Dort griff Frei­burgs Pres­sing, Chris­tian Streichs Team eroberte viele Bälle.