Auf Schalke geht es momentan zu wie im Nach­mit­tags­pro­gramm von RTL2. Es kämpfen alle gegen alle, doch nie­mand mehr für das Gute. Wer mag hier über­haupt noch wen und warum? Wer hat die Milch von Felix aus­ge­trunken? Wer am Schinken von Tön­nies geknab­bert? Das Revol­ver­fach­ma­gazin 11FREUNDE ist seit heute in der glück­li­chen Lage, Klar­heit und Fakten in die Sache zu bringen. Eine kurze Chro­no­logie der letzten Tage:

5. März 2011
Felix Magath trägt Son­nen­brille. An der Bahn-Hal­te­stelle Gel­sen­kir­chen-Buer steigt ein Mann in einen Bus. Im dritten Stock der Pfef­fe­ra­cker­straße 7 macht Frau Meier Mit­tag­essen (Hüh­ner­brühe, klar) für Herrn Meier. Ein Junge spielt im Hof mit einer Keks­dose. Bezeich­nend. Die Zei­chen stehen auf Abschied.

9. März 2011
Schalke 04 zieht nach einem 3:1‑Sieg gegen den FC Valencia ins Vier­tel­fi­nale der Cham­pions League ein. Ein­ziger Schön­heits­fehler: Cle­mens Tön­nies soll vor dem Spiel die Tren­nung von Felix Magath ver­kündet haben. Magath, mitt­ler­weile wieder ohne Son­nen­brille, grinst an diesem Tag vor­nehm­lich. Und dann sagt er: Mit mir hat nie­mand gespro­chen.“

10. März 2011
Tön­nies macht auch nach dem Sieg keinen Rück­zieher. Im ganzen Verein brennt es lich­terloh“, klagt er. Briefe an die Auf­sichts­räte liegen bereit. Sie kün­digen, so weiß die Bild“, einen neuen Tages­ord­nungs­punkt für den kom­menden Montag an: Die Ent­las­sung von Felix Magath. Und der? Der grinst.

11. März 2011
Ein plötz­li­cher Sin­nes­wandel von Tön­nies. Der Auf­sichts­rats­vor­sit­zende fängt die Briefe an die Räte und auch an Magath kurz vor Ver­sen­dung noch ab. Wenige Stunden später steht ein Mann mit langem grauen Anzug und Son­nen­brille am Emp­fang der 11FREUNDE-Redak­tion. Mitte 40, hohe Stirn, Fleisch­ge­ruch. Er über­bringt ein Kuvert. Sein Inhalt*:

Clemens Tönnies

* Lieber Felix,
alles halb so wild. Wir sehen uns am Sonntag, es gibt Schwei­ne­rü­cken.
Liebe Grüße
Cle­mens Tön­nies“