1.
José Sosa
Mann­schaft: Meta­list Charkiw
Staats­an­ge­hö­rig­keit: Argen­ti­nien
Geburts­datum: 19.06.1985
Posi­tion: Mit­tel­feld
Markt­wert: 5,5 Mil­lionen Euro
Mög­liche Inter­es­senten: Werder Bremen, VfB Stutt­gart
Transfer-Wahr­schein­lich­keit: 50%

Der über­ra­schende Transfer von José Sosa vom SSC Neapel zu Meta­list Charkiw im ver­gan­genen Jahr schien für den ehe­ma­ligen Spieler von Bayern Mün­chen und als ein Schritt zurück. Aller­dings konnte der Argen­ti­nier end­lich wieder Spiel­praxis sam­meln und seiner Kar­riere neues Leben ein­hau­chen. Sosa ist ein talen­tierter Spiel­ma­cher, der 2007 nicht grundlos Ange­bote von zwei berühmten Mann­schaften aus Deutsch­land und Ita­lien bekommen hat. Wie viele seiner Lands­leute hatte auch Sosa mit Anpas­sungs­pro­blemen an den euro­päi­schen Fuß­ball zu kämpfen. Jetzt scheint er end­gültig bereit für die euro­päi­sche Elite. Atlé­tico Madrid ist stark inter­es­siert, Trainer Diego Simeone würde ihn gerne in seinem Team sehen. Sosa selbst hat angeb­lich nichts dagegen, die ukrai­ni­sche Liga zu ver­lassen, wenn ein gutes Angebot kommen sollte. Für Sosa und Meta­list.
 
2.
Roman Bezus
Mann­schaft: Wor­skla Pol­tawa
Staats­an­ge­hö­rig­keit: Ukraine
Geburts­datum: 26.09.1990
Posi­tion: offen­siver Mit­tel­feld­spieler, Stürmer
Markt­wert: 2 Mil­lionen Euro
Mög­liche Inter­es­senten: Borussia Mön­chen­glad­bach, Han­nover 96, Werder Bremen
Transfer-Wahr­schein­lich­keit: 40%

Roman Bezus ist eines der größten Talente der Ukraine. Der Junge aus der Klein­stadt Kre­ment­schuk machte erst­mals im Früh­jahr 2009 mit seinem Wechsel nach Pol­tawa auf sich auf­merksam. Er wurde von Trainer Nikolay Pavlov Schritt für Schritt an die erste Mann­schaft her­an­ge­führt. In der Saison 2011/2012 gelang ihm der Durch­bruch. Er wurde Kapitän der Mann­schaft und debü­tierte bei seiner ersten Nomi­nie­rung für die Natio­nal­mann­schaft beim 3:3 gegen Deutsch­land. In den EM-Kader schaffte es Bezus jedoch nicht. In Wor­skla spielt er meist im offen­siven Mit­tel­feld. Er bear­beitet dabei das gesamte Spiel­feld, ist in der Lage, exzel­lente Pässe zu spielen. Bezus ist ein frei­schaf­fender Künstler mit enormer Lauf­be­reit­schaft. Jedoch fehlt es ihm an Schnel­lig­keit. Die Abhän­gig­keit Pol­tawas von ihrem Spiel­ma­cher sehr hoch. Ist Bezus gut drauf, ist es Pol­tawa auch. Im Winter hatte Dynamo Kiew angeb­lich Inter­esse an einem Transfer. Bezus scheint für eine Spit­zen­mann­schaft noch zu uner­fahren. Doch mit seinem großen Poten­zial kann er in paar Jahren der Stern am ukrai­ni­schen Fuß­ball­himmel sein.
 
3.
Vitali Den­isov
Mann­schaft: Dnipro Dni­pro­pe­trowsk
Staats­an­ge­hö­rig­keit: Usbe­ki­stan
Geburts­datum: 23.02.1987
Posi­tion: Links­ver­tei­diger
Markt­wert: 2,5 Mil­lionen Euro
Mög­liche Inter­es­senten: 1899 Hof­fen­heim, Werder Bremen, 1. FC Nürn­berg
Transfer-Wahr­schein­lich­keit: 70%

In seiner Jugend zeigte sich Vitali Den­isov bereits sehr wech­sel­freudig. Bis zu seinem zwan­zigsten Lebens­jahr kickte der Ver­tei­diger für Pachtakor Tasch­kent, Aka­de­mika Moskau, CSKA Moskau und Spartak Nischni Now­gorod. Erst in Dni­pro­pe­trowsk fand er ein län­geres Zuhause und stän­dige Spiel­praxis auf hohen Niveau. Trotz seiner 25 Jahre, ist Denissow einer der Anführer der Mann­schaft auf dem Feld und in der Umkleide. Der usbe­ki­sche Natio­nal­spieler gilt schon länger als einer der stärksten Links­ver­tei­diger in der ukrai­ni­schen Meis­ter­schaft. Denissow ist schnell, kom­pro­misslos, aber fair im Zwei­kampf und hat ein gutes tak­ti­sches Ver­ständnis. Als moderner Links­ver­tei­diger schaltet er sich auch in die Offen­sive mit ein. Gerüchten zufolge steht er einem Wechsel offen gegen­über.

4.
Dario Srna
Mann­schaft: Schachtar Donezk
Staats­an­ge­hö­rig­keit: Kroa­tien
Geburts­datum: 1.05.1982
Posi­tion: rechter Außen­ver­tei­diger, rechter Mit­tel­feld­spieler
Markt­wert: 14 Mil­lionen Euro
Mög­liche Inter­es­senten: Bayern Mün­chen, Schalke 04
Transfer-Wahr­schein­lich­keit: 20%

Dario Srna ist der unan­ge­foch­tene Star in der Ukraine und schon jetzt eine Legende von Schachtar. 2003 wech­selte er mit viel Vor­schuss­lor­beeren von Hajduk Split nach Donezk. Es brauchte seine Zeit, bis er die erwar­teten Leis­tungen auch umsetzen konnte. Seitdem aber lieben ihn die Fans des Klubs. Inzwi­schen trägt er die Kapi­täns­binde, ein neuer Ver­trag machte ihn zum best­be­zahlten Spieler in der ukrai­ni­schen Pre­mier League. Der kroa­ti­sche Natio­nal­spieler beackert die rechte Seite 90 Minuten lang. Brand­ge­fähr­lich sind seine Distanz­schüsse und prä­zise Frei­stöße und Flanken. Regel­mäßig gibt es Ange­bote für Srna wie 2010 von Chelsea London, aber Ver­eins­prä­si­dent Rinat Ach­metov blieb hart. Zumin­dest bisher, denn inzwi­schen ist Srna bereits 30 Jahre alt. Viel Zeit, um noch einmal woan­ders zu spielen, hat er nicht. An poten­ti­ellen Klubs wird es nicht man­geln. Bayern Mün­chen sucht ja bei­spiels­weise schon länger nach einem zweiten starken Außen­ver­tei­diger neben Philipp Lahm.

5.
Miloš Nin­ković
Mann­schaft: Dynamo Kiew
Staats­an­ge­hö­rig­keit: Ser­bien
Geburts­datum: 25.12.1984
Posi­tion: linker Mit­tel­felder
Markt­wert: 2,5 Mil­lionen Euro
Mög­liche Inter­es­senten: Borussia Mön­chen­glad­bach, 1899 Hof­fen­heim, 1. FC Nürn­berg, Ham­burger SV
Transfer-Wahr­schein­lich­keit: 60%

Die Scout-Abtei­lung von Dynamo Kiew hatte Miloš Nin­ković schon im Blick, als er 18 Jahre alt war. Doch erst zwei Jahre später, zur Saison 2004/2005, kam der Wechsel zustande. Anfäng­lich spielte er in der zweiten Mann­schaft und seine Per­spek­tiven in Kiew erschienen wenig aus­sichts­reich. Er musste sich gedulden. Und er tat es. Seit der Saison 2007/2008 ist er Stamm­spieler von Dynamo. Nin­ković ist ein Spiel­ma­cher, der das Spiel­tempo kon­trol­lieren kann und das Angriff­spiel seiner Mann­schaft ini­tiert. Pro­bleme bereit ihm jedoch seine Ver­let­zungs­an­fäl­lig­keit. Außer­halb von Ost­eu­ropa ist die medi­zi­ni­sche Betreuung wesent­lich pro­fes­sio­neller. Wenn ein Verein mit diesen Mit­teln den Körper von Nin­ković in Griff bekommt, dürfte er einen her­vor­ra­genden Spieler zur Ver­fü­gung haben.

6.
Ser­geyi Pogorliy
Mann­schaft: Arsenal Kiew
Staats­an­ge­hö­rig­keit: Ukraine
Geburts­datum: 28.07.1986
Posi­tion: Tor­wart
Markt­wert: Ablö­se­frei
Mög­liche Inter­es­senten: Werder Bremen, Mainz 05, SC Frei­burg, FC Augs­burg
Transfer-Wahr­schein­lich­keit: 80%

Ser­geyi Pog­o­riliy fris­tete lange ein Schat­ten­da­sein als stän­diger Ersatz für erfah­rene Tor­hüter von Arsenal. Irgend­wann bekam er eine Chance und nutzte sie. Die ver­gan­gene Saison prä­sen­tierte er sich über­ra­gend. Dank ihm zog Arsenal in die Europa League ein. Mit 26 Jahren ist Pogo­relyi für einen Tor­wart noch relativ jung und uner­fahren. Trotzdem zeigt er stabil seine Leis­tung. In dem EM-Kader schaffte es Pogo­relyi nicht, obwohl bei der ukrai­ni­schen Mann­schaft ein Tor­wart nach dem anderen aus­fiel. Im Sommer läuft sein Ver­trag aus. Olym­piakos Piräus (Grie­chen­land) und KRC Genk (Bel­gien) sind inter­es­siert. Die Qua­lität für ein Enga­ge­ment in der Bun­des­liga hätte Pogo­relyi eben­falls
 
7.
Lukman Haruna
Mann­schaft: Dynamo Kiew
Staats­an­ge­hö­rig­keit: Nigeria
Geburts­datum: 4.12.1990
Posi­tion: defen­siver Mit­tel­feld­spieler
Markt­wert: 2,5 Mil­lionen Euro
Mög­liche Inter­es­senten: Werder Bremen, Borussia Mön­chen­glad­bach, Han­nover 96
Transfer-Wahr­schein­lich­keit: 50%

Als Lukman Haruna zu Dynamo Kiew wech­selte, hatte er bereits einiges an Erfah­rung aus der fran­zö­si­schen Ligue 1 und der Natio­nal­mann­schaft vor­zu­weisen. In der Ukraine ver­lief der Start gut, genauso schnell ging es jedoch bergab. Mit Trainer Juri Syomin fand er nicht zusammen. Zudem setzte dem tech­nisch starken Haruna die harte Spiel­weise in der Ukraine zu. Des­halb sucht sein Berater eine neue Mann­schaft für den Nige­rianer, obwohl der Spieler noch einen Ver­trag über vier Jahre in Kiew besitzt.

8.
George Mihai Flo­rescu
Mann­schaft: Arsenal Kiew
Staats­an­ge­hö­rig­keit: Rumä­nien
Geburts­datum: 21.05.1984
Posi­tion: defen­siver Mit­tel­feld­spieler
Markt­wert: 1,5 Mil­lionen Euro
Mög­liche Inter­es­senten: 1. FC Nürn­berg, SC Frei­burg, Greu­ther Fürth
Transfer-Wahr­schein­lich­keit: 30%

George Flo­rescu liebt die Abwechs­lung. In Rumä­nien, Mol­da­wien, Russ­land und Däne­mark war er schon aktiv. Und überall war er gesetzt. In der Ukraine setzte er diesen Trend fort. Er war die Ent­de­ckung bei Arsenal in der ver­gan­genen Saison. Flo­rescu spielt den Part des Sechsers sehr modern: Das geg­ne­ri­sche Spiel zer­stören und das eigene Spiel leiten. Der Rumäne ist im Prinzip der allei­nige Orga­ni­sator der Arse­n­al­an­griffe.
 
9.
Armend Dallku
Mann­schaft: Wor­skla Pol­tawa
Staats­an­ge­hö­rig­keit: Alba­nien
Geburts­datum: 16.06.1983
Posi­tion: Rechts­ver­tei­diger
Markt­wert: 1,5 Mil­lionen Euro
Mög­liche Inter­es­senten: 1. FC Nürn­berg, SC Frei­burg, Ein­tracht Frank­furt
Transfer-Wahr­schein­lich­keit: 70%

Dallku war einer der ersten alba­ni­schen Fuß­baller in der ukrai­ni­schen Liga. Nach Wor­skla kam er 2005, zwei Mal nahm er an der Europa League teil. Mit 28 Jahren hat er in der jungen Mann­schaft bereits den Vete­ra­nen­status. Anfangs spielte der Albaner in der Innen­ver­tei­di­gung, zuletzt jedoch auf der Rechts­ver­tei­di­ger­po­si­tion. Geschätzt wird seine Zuver­läs­sig­keit in der Defen­sive und sein inzwi­schen ver­bes­sertes Angriffs­spiel. Sieben Assists in der abge­lau­fenen Saison belegen dies. Dallku könnte eine Ver­stär­kung für die Klubs im Bun­des­li­ga­mit­tel­feld sein.

10.
Dorde Lazić
Mann­schaft: Metalurg Donezk
Staats­an­ge­hö­rig­keit: Ser­bien
Geburts­datum: 18.06.1983
Posi­tion: defen­siver Mit­tel­feld­spieler
Markt­werts: 1,5 Mil­lionen Euro
Mög­liche Inter­es­senten: FC Augs­burg, Mainz 05, For­tuna Düs­sel­dorf
Transfer-Wahr­schein­lich­keit: 40%

Ende 2008 machte Metalurg Donezk plötz­lich ein wenig Geld locker. Eine halbe Mil­lion Euro gab der Klub für den wich­tigsten Spieler von Par­tizan Bel­grad. In der Ukraine war Lazić völlig unbe­kannt: ein Serbe, offen­siver Mit­tel­feld­spieler, ein Ein­satz für die Natio­nal­mann­schaft. Genauso unspek­ta­kulär ver­liefen auch die ersten Auf­tritte. Das sollte sich ändern, als Trainer Wla­dimir Pya­tenko auf die Idee kam, Lazic im defen­siven Mit­tel­feld aus­zu­pro­bieren. Seitdem ist er nicht mehr aus der Mann­schaft weg­zu­denken. Lazic ist ein erfah­rener Spieler, der viele posi­tive Eigen­schaften hat. Dar­über hinaus ist er einer der Anführer des Teams auf und außer­halb des Felds“, sagt Pya­tenko. Zwei­kampf­stärke, schuss­ge­waltig und Pass­ge­nau­ig­keit sind seine Vor­züge.