Wir kennen den Geruch des Abstiegs­ge­spensts, sein Geräusch („Buuuuuh!“), wir kennen erst recht die Angst vor ihm. Doch kaum jemand weiß, woher dieses unsym­pa­thi­sche Wesen kommt.

Eine his­to­ri­sche Blei­stift­zeich­nung aus dem Jahre 1906 zeigt uns seine Geburts­stunde: Ein eng­li­scher Kari­ka­tu­rist hat die Panik vor dem sport­li­chen Nie­der­gang zu einem Hui Buh mit grei­sen­haftem Ant­litz gerinnen lassen.

Der Fuß­baller Alfred Common war für die dama­lige Rekord­ab­lö­se­summe von 1000 Pfund Ster­ling von Sun­der­land zu Midd­les­brough gewech­selt – und sollte seinen neuen Klub, sym­bo­li­siert von einer scheuen Maid, vor dem Abstieg in die Second Divi­sion beschützen, die zweite eng­li­sche Spiel­klasse.

Die non­cha­lante Geste, mit der Common den para­nor­malen Stö­ren­fried zu ver­scheu­chen ver­sucht, zeigt zum einen, dass er ein Gen­tleman gewesen sein muss, zum anderen aber auch, dass die Angst vor ihm damals noch nicht so läh­mend gewesen sein kann. Eine ganze Region, soviel steht fest, konnte das junge Abstiegs­ge­spenst jeden­falls noch nicht killen.

In den fol­genden 109 Jahren änderte das Abstiegs­ge­spenst immer wieder sein Erschei­nungs­bild. Mal sah es aus wie eine Hexe, mal wie ein Mit­glied des Ku-Klux-Klans, mal wie ein löch­riges Bett­laken. Klickt euch durch die Geschichte des ziem­lich schlimmsten Feindes der Bun­des­liga.