Zahlen, bitte
Zahlen kommen immer gut, sie zemen­tieren die Tiefe des soeben vor­ge­brachten Mono­logs über Stärken und Schwä­chen der beiden Final­teams. Des­wegen kommen hier ein paar mehr zu Beginn: Dort­mund schoss in der gesamten Cham­pions-League-Saison 107 Mal auf das geg­ne­ri­sche Tor, dabei kamen immerhin 23 Tore heraus. Doch wer jetzt zu schwarz-gelben Jubel­arien ansetzen möchte, der sollte sich die Bayern-Sta­tistik ansehen: 104 Tor­schüsse, 29 Tore. Touché.

Ein­fach laufen lassen
Der Final­spieler mit dem größten Lauf­pensum ist übri­gens, tataaaa, Marcel Schmelzer. Er atzte ins­ge­samt 134,3 Kilo­meter in 1080 Minuten Ein­satz­zeit. Das sind also 124 Meter pro gespielter Minute. Lauf­stärkster Bayer ist Thomas Müller (127 Kilo­meter in 955 Minuten Ein­satz­zeit), der Duracell-Stürmer kommt damit auf eine Lauf­leis­tung von 133 Metern pro gespielter Minute. Und wir ächzen schon, wenn wir beim Späti Bier holen sollen. Beschä­mend.

Schiri, nur Ball gespielt
Der fairste Spieler auf dem Platz ist übri­gens ein Ver­tei­diger. David Alaba spielte in zehn Spielen nur zwei Fouls, was seiner Effek­ti­vität nicht scha­dete. Der unfairste Spieler steht übri­gens auch auf der rot-weißen Seite. Mario Mandzukic foulte ganze 25 Mal in neun Spielen. Die größten Opfer sind Bas­tian Schwein­s­teiger und Robert Lewan­dowski, die jeweils 25 Mal auf dem Rasen auf­schlugen. Autsch.

Gold­junge
Dieser Fakt könnte vor allem wäh­rend der ner­vigen War­te­zeit vor einer mög­li­chen Ver­län­ge­rung gold wert sein: Oliver Bier­hoff erzielte am 30. Juni 1996 in der 95. Minute des EM-Finale das ein­zige Golden Goal in der Geschichte des Wem­bley-Sta­dions. (Ach­tung, das hier ist nur für echte Nerds: Tor­wart der Tsche­chen war damals Petr Kouba) Ein­ge­wech­selt wurde Bier­hoff sei­ner­zeit übri­gens für Mehmet Scholl, der wie­derum zu jener Zeit beim FC Bayern spielte. Ein­fach schön, wenn sich Kreise schließen. Auch wenn sie noch so groß sind.

Das Elf­me­ter­schießen
Wissen, das erst nach 120 Minuten benö­tigt wird: Borussia Dort­mund gewann alle Elf­me­ter­schießen gegen Bayern Mün­chen. Näm­lich genau eins! In der 2. Runde des DFB-Pokals siegte der BVB am 12. Sep­tember 1992 mit 7:6, für die Bayern vergab damals einzig Wal­demar Mazinho. Doch die Bayern haben Glück: Der Bra­si­lianer spielt unter Jupp Heynckes in diesem Jahr keine Rolle.

Die Rente ist sicher
Ältester Spieler auf dem Platz wird übri­gens Roman Wei­den­feller sein. Mit 32 Jahren hinkt der BVB-Keeper locker auf die Früh­rente zu. Aber auch die Bayern haben einen Mann der im Dirty-Thirty“-Club ange­kommen ist. Dass das aus­ge­rechnet Franck Ribery ist, hat aber selbst die 11FREUNDE-Alters­for­schungs­ab­tei­lung über­rascht. Des­wegen haben wir die 42 Männer und Frauen für vier Wochen in den Urlaub geschickt. Aber das nur ganz nebenbei.

Der Dau­er­brenner
Der Mann, der heute Abend die meisten Cham­pions-League-Ein­sätze auf dem Buckel hat, ist Bas­tian Schwein­s­teiger. Der läuft im Finale tat­säch­lich schon zum 75. Mal in der Königs­klasse auf. Damit hat Schwein­s­teiger übri­gens mehr Eli­te­liga-Erfah­rung als Mats Hum­mels, Neven Subotic, Marco Reus, Robert Lewan­dowski und Ilkay Gün­dogan zusammen. Wow.

Noch mehr Zahlen
Die meisten Tore, ins­ge­samt zehn Buden, schoss in dieser Cham­pions-League-Saison Robert Lewan­dowski. Umge­rechnet sind das 43 Pro­zent aller Treffer des BVB. Das allein wird nie­manden beein­dru­cken, denn dafür wird ein Stürmer bezahlt. Doch damit hat der Pole mehr Treffer erzielt als Javi Mar­tinez, Bas­tian Schwein­s­teiger, Mario Mandzukic und Tom Starke zusammen. Doppel-Wow!

Sing, when you are winnig
Abschließen nun noch der Text der Cham­pions-League-Hymne zum Aus­schneiden und Mit­singen:
Ce sont les meilleures équipes
Sie sind die aller­besten Mann­schaften
The main event, die Meister, die Besten
Les grandes équipes, the cham­pions“

Es kann also los­gehen.