Seite 4: Über den Kontakt zu Rüdiger, Werner und Khedira

Haben Sie sich auch mit älteren Tor­wart­kol­legen in Por­tugal aus­ge­tauscht? Mit Iker Cas­illas? Der hat es mit dem FC Porto immerhin bis ins Cham­pions-League-Vier­tel­fi­nale geschafft hat. 
Unsere erste Begeg­nung war ganz lustig, weil es bei der Doping­kon­trolle nach unserem Derby in der Hin­runde war. Wir hatten gewonnen, des­halb war es für mich ein biss­chen ein­fa­cher ins Gespräch zu kommen. Er hat mich beglück­wünscht, aber er war dann auch recht schnell fertig, wäh­rend ich noch etwas gebraucht habe.

Da zeigt sich die Rou­tine eines End­drei­ßi­gers am Pis­soir.
Ja (Lacht).

Wie ist es für Sie, zu Besuch wieder nach Deutsch­land zurück­zu­kehren? 
Natür­lich freue ich mich auf meine Freunde und Familie, wobei die mich oft besu­chen. Aber so richtig Heimweh… Ich fühle mich super wohl hier und auch Athen zu besu­chen, ist immer wieder schön. Ich finde: Mitt­ler­weile habe ich drei Zuhause. 

Haben Sie sich den­noch etwas aus der Ver­gan­gen­heit in Stutt­gart bewahrt?
Früher waren meine Freunde und ich immer gerne Darts spielen. Das mache ich jetzt auch weiter mit meinen Kol­legen bei Ben­fica. Bei Heim­spielen schlafen wir bei uns auf dem Trai­nings­ge­lände, da haben wir einen extra Raum zum Werfen. Im Fern­sehen ver­folge ich es nicht. Ich habe mir nur mal diese Promi-WM ange­schaut.

Und wer ist besser? Jimi Blue Och­sen­knecht oder Sie?
Ich bin, glaube ich, ganz gut. Neu­lich habe ich dreimal hin­ter­ein­ander die Tripple 20 getroffen. Aber das ist auch schon das höchste der Gefühle.

Antonio Rüdiger, Timo Werner, Rani Khe­dira. Viele Ihrer ehe­ma­ligen Mit­spieler aus den Nach­wuchs­mann­schaften haben sich in den unter­schied­lichsten Mann­schaften in Europas Top­ligen durch­ge­setzt. Wie hält da der Kon­takt?
Bei den Spielen gegen den FC Bayern in der Grup­pen­phase der Cham­pions League habe ich letz­tens erst wieder fünf alte Bekannte getroffen. Mit Rani schreibe ich noch gerne. Und es war auch sehr schön, bei unserer Ame­rika-Tour Maxi­mi­lian Philipp und Jeremy Toljan wie­der­zu­sehen.

Die Baden-Würt­tem­berg-Clique hat es weit gebracht. 
Oh ja, es sind einige. Viel­leicht sehe ich den Toni (Antonio Rüdiger, Anm. d. Red.) noch gegen Chelsea oder Bernd (Leno) gegen Arsenal im Europa-League-Halb­fi­nale. Schön wäre es, aber Haupt­sache wir kommen weiter. Im Sommer will ich auf jeden Fall mit einem Titel in der Hand nach Stutt­gart zurück­kommen und Hei­mat­ur­laub machen.