Geil, Kalle Rum­me­nigge will eine Cham­pions League nach Super-Bowl-Vor­bild. Wird es die leckeren Nacho-Hüte geben, mit Dip in der Krempe, wie man sie aus den Simp­sons kennt?
Na klar, Nacho-Hüte, XXL-Hot-Dogs aus 75 Pro­zent Schwei­ne­knorpel und Bier für 35 Dollar, das schmeckt, als würde man abge­stan­denes Wasser trinken, wäh­rend der Neben­mann einen Schluck Bier auf­stößt. Außerdem wird es diese rie­sen­haften Schaum­stoff-Finger mit „#1 Fan“-Aufdruck geben, getragen von unan­ge­nehmen Oben-ohne-Spring­break-Bros mit Oakley-Son­nen­brille und kali­for­ni­schem Sieger-Grinsen, die einem Team zuju­beln, das vor zwei Jahren noch 4.000 Kilo­meter ent­fernt gespielt hat, bevor es der eine Mil­li­ardär an den nächsten ver­scha­cherte. Und jene, die keinen Monats­lohn für ein Ticket haben, ver­folgen das Finale des Cham­pions-League-Bowl bei ekel­haften Fress­ge­lagen, bei denen kleine Fuß­ball­felder aus Chi­cken Wings und Chili-Cheese-Pop­pers nach­ge­bildet werden, und sie werden sich auf die Halb­zeitshow mit Ed Sheeran oder sonstwem freuen und gespannt auf die haha-wit­zigen Wer­be­spots warten, die extra für diesen Tag gedreht und für drei Mil­lionen pro Sen­de­se­kunde ver­kauft wurden und anschlie­ßend ernst­haft dar­über spre­chen, so als hätten ihre Hirn­würmer nun gänz­lich die Kon­trolle über­nommen und sie ein für alle Mal und unwi­der­ruf­lich von Sport­fans zu zom­bie­haften Kon­su­menten gemacht, wie ja aus dem einst alt­ehr­wür­digen Cup der Lan­des­meister auch eine Zirkus- und Shitshow für die Groß­klubs gemacht wurde, und dann, erst dann, wird sich Kalle Rum­me­nigge zufrieden in seinem Chef­sessel zurück­lehnen und einen Moment inneren Frie­dens erfahren, Nacho, Nacho, man!

Letz­tens wollte ich einen Schalke-Gag machen, hatte aber so ein komi­sches Ste­chen in der Magen­grube?
Auch wir fühlen uns schlecht wegen der Schalke-Gags. Wie jemand, der auf einer Beer­di­gung laut einen fahren lässt oder einen Lach­krampf bekommt oder so. Und was du fühlst, ist Mit­leid. Das ist aber okay, es zeigt, dass du noch nicht ganz zum Fuß­ball­zy­niker geworden bist. (Falls doch, wir machen jeden Freitag um 17 Uhr auf Club­house einen Fuß­ball­zy­niker-Stamm­tisch, schalt ein!) Weil Mit­leid eine zutiefst per­sön­liche Regung ist, tun wir als Redak­tion uns ent­spre­chend schwer, eine ein­heit­liche Schalke-Gag-Linie zu finden. Der 11FREUNDE-Ethikrat, bestehend aus immer dem, der am jewei­ligen Tag zu spät kommt, dem Post­boten und dem grünen pel­zigen Zeug in der Kaf­fee­ma­schine, emp­fiehlt jedoch eine Ober­grenze von einem Schalke-Gag pro Text, was also knapp fünf pro Tag ent­spricht. Als grobe Richt­linie sollte das auch für Pri­vat­per­sonen funk­tio­nieren. Sollte dich dem­nächst trotzdem wieder dieses komi­sche Ste­chen in der Brust befallen, fahre deine Schlag­zahl an Schalke-Gags ein­fach runter und denk an die schöne Dinge im Fuß­ball. Ein hypo­the­ti­sches Lauf­duell zwi­schen Per Mer­te­sa­cker und Alp­honso Davies etwa, oder Sascha Möl­ders Wurst­bröt­chen.

Moment, Mainz steht mit lau­sigen sieben Punkten und 15 Toren auf dem vor­letzten Platz und ver­leiht (?) jetzt für andert­halb Jahre (??) den besten Tor­schützen (???)? Wie däm­lich ist denn dieser Deal????
Ja.