Uwe Kamps gerät noch heute ins Schwärmen, obwohl er damals nur den Ersatz für Stamm­keeper Uli Sude gab: Es war alles dabei, was den Fuß­ball dra­ma­tisch macht: Rauch­bomben auf den Rängen, kurz vor Schluss ein Tor, das uns aberkannt wurde. Und trotz alledem schafft Hans-Jörg Criens Sekunden vor dem Schluss­pfiff noch den Aus­gleich für uns. Es war solch eine Dra­matik in dem Spiel, der abso­lute Wahn­sinn.“

In Erin­ne­rung blieb vor allem das zweite Criens-Tor, das die Ent­schei­dung brachte. Der Joker hatte den Ball mit der Fuß­spitze aus der Luft geholt, ihn mit Kopf und Brust gebän­digt, sich durch die Bremer Reihen geschlän­gelt und den Ball an Bur­denksi vorbei ins Netz gehäm­mert, das 5:4 für Glad­bach, nachdem die Borussia in der regu­lären Spiel­zeit schon 1:3 hinten gelegen hatte.

Dass die Borussia auch nach dem letzten Pfiff von Schieds­richter Hont­heim noch um den Sieg zit­tern musste, lag an einer Trä­nen­gas­bombe, die ein Anhänger in der 64. Minute geschmissen hatte. Sidka, Rahn und Sude hatten plötz­lich nichts mehr gesehen, das Spiel ruhte für Minuten. Dass Werder-Manager Lemke den schnell ein­ge­legten Pro­test zurückzog – ehrt ihn. Es war ein Knie­fall vor einem außer­ge­wöhn­li­chen Spiel.

In ihrem Buch Die 100 besten Spiele aller Zeiten“ wählten die Autoren Philipp Köster und Tim Jür­gens die Partie auf Platz 15. Die kom­plette Partie könnt ihr euch hier anschauen.