Seite 2: Vielen Dank an die CDU

Jamal Musiala
Wenn Jamal Musiala ein­ge­wech­selt wird, sollte sich der Deut­sche Bier­brau­ver­band dar­über auf­regen, Mün­chener Männer mit einer her­ab­las­senden Geste reagieren und Dro­gen­be­auf­tragte nochmal nach­haken, ob man das Gesamt­paket nicht als Bier­misch­ge­tränk kenn­zeichnen müsse. Denn das letzte Mal, das mit 17 Jahren auf diese lockere Weise etwas gebal­lert hat, war ein Sech­ser­träger Radler Schuld.

Die CDU-Truppe nach dem Triell
Bevor wir das ver­gessen: Vielen Dank an diese Clowns­bande von der CDU, die mit ihrer Ver­sion von Seven Nations Army und dem eigens kre­ierten Song­text Armin Laschet wird Kanzler“ dafür gesorgt haben dürfte, dass dieser Schrotthit wohl nun end­lich aus den Fuß­ball­sta­dien ver­schwindet.

Brazzo vs. Zorc
Uns ist gar nicht klar, worum es in dem neu­er­li­chen Streit zwi­schen Bayern und Dort­mund genau geht. Irgendwas mit Marco Reus, einer Blessur, irgend­welche Mei­nungen, wer sich in welche Ange­le­gen­heiten ein­mi­schen dürfe. Ist ja auch egal. Wenn wir aber daran denken, dass sich Hasan Sali­ha­midzic jetzt mit der Füh­rungs­riege des BVB auf ein Fern­duell ein­stellt, dann lässt uns die Aus­sicht eupho­ri­scher zurück als die Ankün­di­gung, Vitali Klitschko und Lennox Lewis würden sich zum Re-Match in Las Vegas ver­ab­reden.

Das Unge­rech­tig­keits­emp­finden von Jesse Marsch
HAHA­HA­HA­HA­HA­H­AH­BÖSLG­BE­SÄLBG ÄWKS GEKQR. Aua. Ent­schul­di­gung, aber wir haben gerade gelesen, dass sich Leip­zigs Trainer Jesse Marsch zum seiner Mei­nung nach unge­rechten Finanz­system im deut­schen Fuß­ball geäu­ßert hat, bei dem klei­nere Teams lang­fristig keine Chance hätten und beim Lesen haben wir so laut gelacht, dass wir mit den Fin­gern von der Tas­tatur abge­rutscht, des­halb mit voller Wucht auf dem Laptop auf­ge­schlagen sind und uns dabei die Nase gebro­chen und uns Trüm­mer­teile der Buch­staben RB” die Augen auf­ge­rissen haben und aber irgendwie kommen wir trotzdem nicht aus dem Lachen raus.

Filip Kostic (aus­ge­rechnet)
Wochen­lang bestimmte der Wech­sel­poker des Links­außen die Schlag­zeilen in Frank­furt, inklu­sive eines Streiks, von dem Claus Weselsky noch etwas lernen könnte. Am Ende wurde es doch nichts mit dem Wechsel zu Lazio Rom, wes­halb Kostic gegen Stutt­gart wieder von Anfang an auf dem Platz stand. Und wes­halb nach den unaus­ge­spro­chenen Regeln des Fuß­ball­ge­schäfts natür­lich klar war, dass aus­ge­rechnet“ Kostic das Tor für die Ein­tracht würde schießen müssen. Was aus­ge­rechnet“ dann auch geschah. Was am Ende aber natür­lich genauso absehbar war wie der nächste Streik der Loko­mo­tiv­führer.

Andreas Luthe
Es ver­geht kein Tag, an dem wir in Berlin nicht eine S‑Bahnhaltestelle hoch­gehen, nach links oder rechts in die Ecken oder ein­fach nur auf einen unde­fi­nier­baren Brei vor unseren Füßen bli­cken und denken: Wie dre­ckig kann diese Stadt eigent­lich noch werden? Wes­halb wir an dieser Stelle ein­fach mal die BSR-Ehren­me­daille in Neo­no­range an Andreas Luthe ver­geben, der am Wochen­ende seinen Kasten beein­dru­ckend sauber hielt und damit für die geord­netste Ecke in der Haupt­stadt sorgte.