Die große Fuß­ball­bühne betrat Rémi Gail­lard das erste Mal 2002 in der Nacht des fran­zö­si­schen Pokal­fi­nales. Obwohl glü­hender Ver­ehrer von HSC Mont­pel­lier ver­klei­dete Rémi sich in jener Nacht als Spieler des spä­teren fran­zö­si­schen Pokal­sie­gers FC Lorient. Irgendwie gelang es ihm, sich wäh­rend der Pokal­ver­lei­hung auf der Ehren­tri­büne mit einem fal­schen Trikot zwi­schen die Spieler zu mogeln. Nach der Sie­ger­eh­rung stürmte er zusammen mit der Mann­schaft auf das Spiel­feld und fei­erte aus­giebig den Pokal­sieg. Danach war Rémi überall auf den Fern­seh­bil­dern zu sehen. Er posierte auf Sie­ger­fotos mit Pokal und wurde vom dama­ligen fran­zö­si­schen Prä­si­denten Jac­ques Chirac per Hand­schlag zu seiner Leis­tung beglück­wünscht.

In Frank­reich sorgte diese Flitzer-Aktion für Fort­ge­schrit­tene umge­hend für die Bekannt­heit Rémi Gail­lards. Aber auch welt­weit sorgten seine wei­teren You­tube-Clips, in denen er sich bei Strei­chen in der Öffent­lich­keit von seinen Freunden filmen ließ, für eine wach­sende Fan­ge­meinde. Er kroch als Schnecke ver­kleidet über eine Bun­des­straße und ver­ur­sachte ein Ver­kehrs­chaos. Er fuhr ver­kleidet als Super Mario auf einem Go-Kart durch die Straßen und flüch­tete Bananen wer­fend vor der Polizei. Die Fuß­ball­welt beein­druckte er durch seine Fähig­keiten als Ball­künstler: Im Trikot des HSC Mont­pel­lier zog er durch die Straßen und schoss mit Trick­schüssen auf alles, was sich bewegt.

Ronaldo ist Gail­lards berühm­tester Fan

Sein berühm­tester Fan wurde der damals noch nicht allzu mop­pe­lige Bra­si­lianer Ronaldo. Ange­fixt durch das Fuß­ball­video Gail­lards fühlte sich der WM-Tor­re­kord-Halter auf den Plan gerufen. Ronaldo ant­wor­tete sei­ner­seits per Video mit impo­santen Kunst­stü­cken am Ball. Rémi Gail­lard kon­terte, von den Fuß­ball­künsten Ronaldos nicht beson­ders beein­druckt, mit einem wei­teren Video, auf dem ihm unglaub­liche Trick­schüsse gelangen.

Inzwi­schen ist der Kra­wall-Komiker eine regel­rechte Inter­net­be­rühmt­heit, dessen Videos bis zu 40 Mil­lionen mal gesehen werden. In seiner Hei­mat­stadt Mont­pel­lier ist Rémi Gail­lard längst ein berühmtes Gesicht. Einst ver­kaufte Gail­lard dort Schuhe. Als er gefeuert wurde, beschloss er nur noch das zu tun, wozu er wirk­lich Lust hatte. Er begann, seine Videos zu drehen. Hatte er sich 2002 noch auf die Lorient-Sie­ges­feier geschli­chen, wurde er zur dies­jäh­rigen Meis­ter­feier seines Lieb­lings­ver­eines HSC Mont­pel­lier ein­ge­laden. Natür­lich gra­tu­lierte er seinem Verein mit einer wei­teren Trick­schuss-Hom­mage: