Kurz bevor der Asian-Cup star­tete, schickten unter anderem Mario Götze, Timo Werner und Lothar Mat­thäus ein Gruß­video unter dem Label der Bun­des­liga raus an die indi­sche Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft. Es fielen Sätze wie Ani­rudh, you have got anything it takes to become the coun­trys next super­star“ oder Jeje, the Mizo-Sniper, take aim and shoot“. Worte, die wie ein guter Rat an einen alten Weg­ge­fährten klingen, aber doch wohl eher dazu da sind, dass der Bun­des­liga noch kurz vor der Fuß­ball-Asi­en­meis­ter­schaft ein paar Herzen der eine Mil­li­arden Inder zufliegen – oder tro­cken gesagt: Wer­bung.

Aber warum denn auch nicht, ist doch auch span­nend, so ein Kon­ti­nental-Tur­nier. Und des­halb kommt jetzt hier alles, was ihr dar­über wissen müsst, damit ihr auf die Frage Was geht eigent­lich beim AsiaCup“ nicht vor lauter Scham auf fremde Stamm­bäume. Naja, ihr wisst schon.

Wer ist der Favorit?

Rein his­to­risch betrachtet kommt keine Nation an Japan vorbei, die sich viermal die Kon­ti­nen­tal­meis­ter­schaft holen konnten. Und klar, nach einem starken WM-Auf­tritt in Russ­land, als die Japaner erst knapp im Vier­tel­fi­nale gegen Bel­gien 2:3 ver­loren hatten, gilt das Team ganz auto­ma­tisch als Titel­fa­vorit. Genauso gehören die anderen WM-Teil­nehmer (Saudi-Ara­bien, Aus­tra­lien, Süd­korea und der Iran) zum Favo­riten- bzw. zum erwei­terten Favo­ri­ten­kreis. Dass die Asi­en­meis­ter­schaft aber gerne auch über­rascht, hat Aus­tra­lien gleich mal im ersten Spiel bewiesen und 0:1 gegen Jor­da­nien ver­loren. Die indi­schen Kame­raden von Götze & Co. sind hin­gegen nur Aus­sen­seiter, durften sich aber immerhin über einen starken Auf­takt mit einem 4:1‑Sieg gegen Thai­land freuen. Und siehe da, die Adres­saten des Videos Ani­rudh Thapa und Jeje Lal­pekhlua trafen prompt.

Welche Nation feiert seine Pre­miere bei den Asi­en­meis­ter­schaften?

Der Asian-Cup 2019 lässt so viele Teil­neh­mer­na­tionen starten wie noch nie zuvor. Waren es in den ver­gan­genen vier Aus­gaben des Tur­niers immer nur 16 Mann­schaft, hat der Asia­ti­sche Fuß­ball­ver­band (AFC) dieses Jahr die Zahl auf 24 erhöht. Somit stiegen auch die Chancen, dass sich Nationen qua­li­fi­zieren, die noch nie in der 62-jäh­rigen Geschichte des Wett­be­werbs teil­ge­nommen haben. Das zen­tral­asia­ti­sche Kir­gi­stan, der Jemen und die Phil­ip­pinen haben die Mög­lich­keit genutzt und sind erst­mals dabei.