Es gibt Momente im Leben, in denen Du Dich im Kampf gegen einen Gegner befin­dest, der schwer zu schlagen ist, oder in denen Du Dich Pro­blemen gegen­über siehst, die schwer zu lösen sind.

Durch genau solch einen Moment gehe ich jetzt gerade, aber ich fühle mich sehr glück­lich, weil ich weiß, dass ich nicht allein bin. Ich habe her­aus­ge­funden, dass ich eine enorme Unter­stüt­zung erfahre.

Über die letzten Tage ist ein Meer an Auf­merk­sam­keit, Soli­da­rität und posi­tiver Energie über mich hinweg gefegt, wel­ches mir einen unglaub­li­chen Schwung und die Gewiss­heit ver­liehen hat, dass ich diesen Kampf gegen die Leuk­ämie gewinnen werden.

Ich habe tau­sende Nach­richten erhalten. Ich kann Euch ver­si­chern, dass ich sie alle lese, Stück für Stück: sie alle fühlten sich an wie eine Umar­mung, sie alle haben mein Herz berührt.

Es waren schwere letzte Tage und ich möchte mich dafür ent­schul­digen, wenn ich nicht jedem von Euch geant­wortet und gedankt habe. Ich tue das hier und jetzt, dank der ›Gaz­zetta dello Sport‹ (…).

Ich danke der Unter­stüt­zung durch die Prä­si­denten der Klubs, für die ich ent­weder gespielt oder die ich trai­niert habe, oder aber jene, für die ich nie­mals gear­beitet habe und die mir trotzdem Respekt und Zunei­gung gezeigt haben.

Danke an die Ex-Mit­spieler und Gegner aus meiner Zeit als Spieler, an die Spieler, die ich trai­niert habe und selbst jene, die ich nie ange­leitet habe und die trotzdem sagten: ›Forza Mister‹.

Danke an die Fans ›meiner‹ Teams und solche, denen ich begegnet bin, wäh­rend ich ein anderes Trikot trug. So viele von ihnen haben mich wahr­schein­lich kri­ti­siert oder über mich gespottet, aber jetzt unter­stützen sie mich und schreiben ›Gib nicht auf, Sinisa‹.

Danke nicht nur an jene aus der Welt des Sports, son­dern auch aus der Politik und den Medien, die ihre Unter­stüt­zung gezeigt haben. Danke an all die Freunde fürs Leben, die ich in so vielen Städten und über den Zeit­raum meiner Kar­riere treffen durfte.

Und danke der breiten Öffent­lich­keit, der Men­schen nicht berühmt sind. Die, die mich kennen, wissen, dass ich jeden ein­zelnen Men­schen danach beur­teile, wie er ist, und nicht danach, wer er ist. Von Nach­richten, die mich von Staats­män­nern erreichten (kann es nicht glauben …) bis hin zu einem Brief von einem Kind, das ein Lachen für mich gemalt hat, ihr alle wart wichtig.

Danke, danke, danke. Ihr habt mich berührt. Ich habe keine Tränen mehr übrig, jetzt bin ich bereit, zu kämpfen. Wir sehen uns bald,

Sinisa Miha­jl­ovic“