SEP­TEMBER

Auf­reger des Monats:
Feu­er­alarm und Geis­ter­spiel in Moskau
Wegen ras­sis­ti­scher Vor­fälle sei­tens der Fans des ZSKA Moskau wurde bereits im Sep­tember bekannt gegeben, dass die Mos­kauer ihre Cham­pions League-Partie gegen den FC Bayern Mün­chen vor leeren Tri­bünen aus­tragen mussten. Das braucht nie­mand“, ärgerte sich Karl-Heinz Rum­me­nigge im Vor­feld über die äußeren Umstände der Begeg­nung. Sein Unmut mag sich kaum ver­rin­gert haben, als es im Mann­schafts­hotel der Bayern am Abend vor dem Spiel zu einem Feu­er­alarm kam. Das Gebäude wurde eva­ku­iert, die Spieler ver­brachten ein­ein­halb Stunden auf der Straße vor dem Hotel – in Decken ein­ge­wi­ckelt, Witze machend, Sel­fies schie­ßend. Der Auf­re­gung im Vor­feld trot­zend, bezwang der Deut­sche Meister seinen Gegner mit 1:0.

Spieler des Monats:
Xabi Alonso
Über kaum einen Transfer wurde in dieser Saison so viel geredet wie über die Ver­pflich­tung von Xabi Alonso. Man war gespannt, wie sich der spa­ni­sche Mit­tel­feld­star ein­leben würde. Und Alonso glie­derte sich ein, als hätte er nie­mals woan­ders gespielt. Die Frank­furter All­ge­meine Sonn­tags­zei­tung“ nannte sein Spiel eine sach­liche Romanze“, BVB-Coach Jürgen Klopp sprach sogar von einer Offen­ba­rung“. Eine ganz beson­dere Demons­tra­tion seiner Klasse gab der Spa­nier in seinem sechsten Pflicht­spiel für die Bayern am 27. Sep­tember 2014. Gegen den 1. FC Köln stellte er mit 206 Ball­kon­takten einen neuen Bun­des­li­ga­re­kord auf – und berührte dabei öfter den Ball als die gesamte Kölner Mann­schaft zusammen.

Video des Monats: 
Don’t touch Zlatan
Genauso berüch­tigt wie für seine Tore ist Zlatan Ibra­hi­movic für seine unnach­ahm­liche Art. Der öster­rei­chi­sche Natio­nal­spieler Rubin Okotie durfte sich per­sön­lich davon über­zeugen. Im EM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­spiel Öster­reich gegen Schweden am 08. Sep­tember 2014 gab Ibra“ seinem Wider­sa­cher im Zwei­kampf deut­lich zu ver­stehen, dass man ihm lieber nicht zu nahe kommen sollte.

Schlag­zeile des Monats:
Phan­tom­schmerz des Die­sel­mo­tors“
Kann man nach drei Spielen im natio­nalen Liga­be­trieb bereits eine Ten­denz für die Saison erkennen? Im Falle Real Madrids gab die Presse fol­gende Ant­wort: Man kann. Anstoß zum kri­ti­schen Urteil gab das Derby am dritten Spieltag gegen Atlé­tico, dass am 13. Sep­tember 2014 mit 1:2 ver­loren ging. Nachdem dies für den amtie­renden Cham­pions League-Sieger die bereits zweite Nie­der­lage aus drei Liga­spielen war, wurde nach den Ursa­chen gefahndet. Man iden­ti­fi­zierte meh­rere Pro­blem­felder: Die Mann­schaft komme nicht in Tritt, weil fal­sche Käufe und Ver­käufe getä­tigt worden seien, weil sie über­fressen seien vom Erfolg – und min­des­tens genauso über­spielt. Seit der Nie­der­lage gegen den Stadt­ri­valen hat Real Madrid jedoch jedes seiner 19 Pflicht­spiele gewonnen – mit einer Tor­dif­fe­renz von 71:9 (Stand: 12. Dezember 2014).