Seite 2: Zerstrittene Gremien

Banf ver­han­delte mit dem Investor. Dass aber Littig in Inter­views dar­über sprach und den Inhalt ver­trau­li­cher Gespräche kom­men­tierte, irri­tierte Becca. Der Unter­nehmer erwartet ein Ende sol­cher Que­relen und sieht die Ver­ant­wor­tung dafür offenbar bei Littig. Dies wurde wohl auch in den Gesprä­chen zwi­schen Becca, Banf und den FCK-Geschäfts­füh­rern Michael Klatt und Martin Bader so the­ma­ti­siert. Nun steht der Rück­tritt Lit­tigs im Raum. Heute wird dar­über eine Ent­schei­dung erwartet – dies angeb­lich im Zusam­men­hang mit einer Frist, die Becca bezüg­lich einer Ant­wort auf sein Inves­to­ren­an­gebot gesetzt haben soll. In den Augen man­cher Fans sieht dies aus, als würde Becca den Klub erpressen. Beim Heim­spiel am Samstag gegen Unter­ha­ching wiesen sie auf einem Spruch­band darauf hin, dass die Mit­glie­der­ver­samm­lung den Auf­sichtsrat wählt – also kein Investor über dessen Beset­zung zu bestimmen hat.

Worum geht es bei den internen Que­relen, und wie wirken sie auf den Investor?

Die Füh­rungs­gre­mien des FCK geben seit Monaten ein zer­strit­tenes Bild ab. Der fünf­köp­fige Auf­sichtsrat ringt um die zukünf­tige Aus­rich­tung des Ver­eins. Littig löste im Januar Banf als Vor­sit­zenden ab. Kurz bevor es dann in den Ver­hand­lungen mit Becca zu Ergeb­nissen kam, drang an die Öffent­lich­keit, dass im FCK-Auf­sichtsrat unter der Füh­rung Lit­tigs plötz­lich über eine Abset­zung Baders dis­ku­tiert werde. Auch dies sorgte bei Becca für Unver­ständnis, ist Bader doch einer seiner zen­tralen Ansprech­partner beim FCK. 

Zwar setzte Becca trotz dieser Miss­töne die Ver­hand­lungen mit Banf und Co. fort, umso stärker ist aber sein Wunsch nach Ver­läss­lich­keit und per­so­nellen Kon­ti­nuität in der FCK-Füh­rung. Wie wichtig ihm die Sta­bi­lität beim FCK ist, zeigt sich auch daran, dass Becca sogar dazu bereit sein soll, das Haupt­spon­so­ring abzu­si­chern. Denn der aktu­elle Haupt­sponsor Harald Lay­en­berger gilt wie Littig als ein Kri­tiker Banfs und deu­tete in der Ver­gan­gen­heit schon öfter an, sich gege­be­nen­falls vor­zeitig von seinem Spon­so­ring zurück­ziehen zu wollen. Becca stellt nun nach Infor­ma­tionen von 11FREUNDE für diesen Fall zusätz­lich in Aus­sicht, in die Spon­so­ren­ver­träge Lay­en­ber­gers ein­zu­treten.

Wie steht es sport­lich um den Fritz-Walter-Klub?

Der Dritt­li­gist hat sein Sai­son­ziel ver­passt. Nach dem Abstieg aus der Zweiten Bun­des­liga im Jahr 2018 peilte der FCK den direkten Wie­der­auf­stieg an. Daran müssen sich die FCK-Bosse messen lassen. Nach miss­glücktem Sai­son­start wurde Trainer Michael Front­zeck ent­lassen und durch Sascha Hild­mann ersetzt. Selbst der 4:0‑Heimsieg gegen Unter­ha­ching am ver­gan­genen Samstag, mit dem der Klas­sen­er­halt im Liga­mit­tel­feld gesi­chert ist, kann die Ent­täu­schung nicht über­de­cken. Die sport­liche Zukunft beim FCK ist eng mit der finan­zi­ellen Lage ver­knüpft: Um seriös von einem Auf­stiegs­ziel spre­chen zu können, sind Inves­ti­tionen in den Kader geboten.