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3. Liga

Die 3. Liga ist zurück aus der Win­ter­pause. Und wäh­rend das obere Tabel­len­drittel nach einem Lau­terer Sieg in der Vor­woche enger zusam­men­ge­rückt ist, wird die Luft unten merk­lich dünner. Hier sind drei Thesen zum kom­menden Spieltag. 

1. Der Lauf von Kai­sers­lau­tern hält an
Das 4:0 gegen den SV Meppen war eine Macht­de­mons­tra­tion der Lau­terer, die mit dem Sieg auf den zweiten Tabel­len­platz und damit zum ersten Mal in dieser Saison auf einen Auf­stiegs­platz vor­rückten. Sowieso: Die Form­kurve des Tra­di­ti­ons­ver­eins zeigt steil nach oben, seit dem 31. Oktober hat die Mann­schaft von Marco Ant­werpen kein Pflicht­spiel mehr ver­loren. Wenn man erfolg­reich ist, weckt man Erwar­tungen. Und wir haben die Erwar­tung geweckt, dass es viel­leicht mög­lich ist, diesen ganz großen Sprung zu schaffen“, sagt Trainer Ant­werpen über die Hoff­nungen der Fans, zurück in die 2. Liga zu kehren. Am Samstag gegen Vik­toria Berlin ist seine Mann­schaft erneut der Favorit. Warum erneut drei Punkte dabei her­aus­springen werden? Weil der 1. FC Kai­sers­lau­tern die beste Defen­sive stellt: Ledig­lich 13 Gegen­tore sind Liga­best­wert. Gegen Meppen traf Lau­tern sehr früh dop­pelt und ließ hinten über­haupt nichts zu. Ein Erfolgs­re­zept, das auch gegen den Auf­steiger aus Berlin auf­gehen könnte.

2. Der SV Meppen meldet sich zurück
0:5 gegen Waldhof Mann­heim, 0:5 gegen Ein­tracht Braun­schweig, 0:4 gegen den 1. FC Kai­sers­lau­tern, 2:3 gegen den 1. FC Mag­de­burg. Wer die letzten Ergeb­nisse des SV Meppen gegen die Spit­zen­teams betrachtet, käme nicht auf die Idee, dass die Ems­länder tat­säch­lich Auf­stiegs­hoff­nungen hegen. Doch der SVM steht auf dem vierten Tabel­len­platz, punkt­gleich mit Braun­schweig und Kai­sers­lau­tern. Nach der Klat­sche zum Auf­takt auf dem Bet­zen­berg ist die Stim­mung gedämpft, da kommt der nächste Gegner gerade recht. Der FSV Zwi­ckau hat mit den Aus­wir­kungen des Coro­na­virus zu kämpfen. Weil sich ein Groß­teil des Kaders wei­terhin in Qua­ran­täne befindet, muss Trainer Joe Enochs wohl mit einem Rumpf­kader von 14 Spie­lern zum Aus­wärts­spiel reisen. Unter der Woche trai­nierte Enochs mit sieben Mann, anschlie­ßend duschten die Spieler zeit­ver­setzt, um Kon­takte zu redu­zieren. Ätzende Zeiten. Im Umkehr­schluss bedeutet das aber auch: Einen gele­ge­neren Gast könnte es aus Sicht der Mep­pener, dem zweit­stärksten Heim­team der 3. Liga, kaum geben.

3. Das Münchner Derby: Türk­gücü gegen 1860
Wenn 1860 Mün­chen ins Olym­pia­sta­dion zurück­kehrt, werden Erin­ne­rungen wach: An Werner Lorant im Infight mit einer Wer­be­bande, an die Wild­mo­sers, an Tri­kots mit Löwen­bräu-Auf­druck oder ein­fach nur an Harald Cerny. Doch im Stadt­duell mit Türk­gücü geht es für beide Klubs um sehr viel mehr. 1860 will den Auf­wärts­trend – zuletzt drei Siege in Folge – bestä­tigen. Um Türk­gücü wurden in dieser Woche wieder Mel­dungen laut, dass Prä­si­dent Hasan Kivran seine Anteile nach einem geplatzten Bör­sen­gang ver­kaufen will. Dabei ist das Spiel gegen die Löwen umso wich­tiger, immerhin dürfte der TSV nach dem DFB-Pokal­spiel mit schweren Beinen zu kämpfen haben. Ein echter Grad­messer also. Sollte Türk­gücü als Tabel­len­sieb­zehnter und mit acht Spielen ohne Sieg aber auch dieses Spiel ver­lieren, dürfte schwere Zeiten anbre­chen für den Retor­ten­klub.