Alex­ander Kage und Lukas Bade, am 10. Januar 2015 starb Junior Malanda bei einem Auto­un­fall. Wie waren eure Reak­tionen, als Ihr von seinem Tod erfahren habt?
Lukas Bade: Ich war sehr traurig, da flossen auch Tränen. Sein plötz­li­cher Tod hat mich sehr mit­ge­nommen.
Alex­ander Kage: Ich war gerade bei einem Freund und erfuhr via Face­book von seinem Tod. Im ersten Moment habe ich die Nach­richt über­haupt nicht rea­li­sieren können.

Ihr konntet Malanda zuvor einmal per­sön­lich bei einem öffent­li­chen Trai­ning ken­nen­lernen. Wie habt Ihr ihn erlebt?
Alex­ander: Er war sehr fröh­lich und auf­ge­schlossen.
Lukas: Wir haben ihn beim Trai­ning beob­achtet und konnten anschlie­ßend sogar kurz mit ihm reden.

Jetzt setzt Ihr euch dafür ein, dass ein Weg oder eine Straße in der Nähe des Wolfs­burger Sta­dions nach ihm benannt werden soll. Warum?
Alex­ander: Er war ein großes Talent und auch eine Iden­ti­fi­ka­ti­ons­figur. Jeder im Verein mochte ihn, weil er eine so fröh­liche Person war. Selbst geg­ne­ri­sche Fans haben ihr Mit­ge­fühl auf unserer Face­book-Seite bekundet.

Neben dieser Seite Junior Malanda – Never forget“, betreibt Ihr auch eine wei­tere Gedenk­seite und ein Gedenk­mu­seum. Worum geht es dabei?
Alex­ander: Auf der Gedenk­seite kann man unter anderem eine vir­tu­elle Kerze anzünden. Bei dem Museum haben wir in der Region recher­chiert und eine Firma gefunden, die unser Vor­haben kos­ten­frei umge­setzt hat. Es beinhaltet eine 360-Grad-Bil­der­strecke von Junior in der Arena.

Warum soll gerade ein Weg oder eine Straße nach Malanda benannt werden?
Alex­ander: Es hält das Erin­nern an ihn auf­recht. Bei der Stadt erschweren viele büro­kra­ti­sche Hürden die Umset­zung. Des­halb haben wir zusätz­lich noch beim Verein ange­fragt. Viel­leicht ist es mög­lich einen kleinen Weg auf dem Trai­nings­ge­lände nach ihm zu benennen. Bisher warten wir sowohl bei der Stadt, als auch beim Verein auf kon­krete Ant­worten.

Glaubt Ihr, dass die Mann­schaft gestärkt aus dem Todes­fall her­vor­ge­gangen ist?
Alex­ander: Viel­leicht könnte dieser Aspekt sogar aus­schlag­ge­bend sein dafür, dass wir ins Pokal­fi­nale kommen. Falls wir das End­spiel errei­chen, glaube ich auch, dass die Mann­schaft dieses Spiel für Junior unbe­dingt gewinnen möchte. (Das Gespräch wurde vor dem Pokal­halb­fi­nale geführt, d. Red.)

Was hat sich nach seinem Tod im Sta­dion und bei den Fans geän­dert?
Lukas: Es gibt mitt­ler­weile eine eigene Flagge für Malanda in der Kurve. Auch Sprech­chöre und Gesänge sind eta­bliert – nicht nur für Junior, son­dern auch für Krzy­sztof Nowak, der 2005 nach einer Erkran­kung des Ner­ven­sys­tems viel zu früh starb. Bei der Auf­stel­lung werden die beiden Ver­stor­benen wei­terhin auf­ge­rufen. Gän­se­haut ver­ur­sa­chen auch die Malanda-Sprech­chöre in der 19. Minute. Die 19, das war seine Nummer.