Seite 2: Chanel Totti!

6.
Dennis Eil­hoff & Kinder Darren Jaden und Leni Col­lien
Wer in Bie­le­feld und Umge­bung auf­wächst, heißt mit etwas Pech mit Nach­namen Holt­manns­pötter oder Drees­beim­dieke und ver­bringt Monate seines Lebens damit, schwer­hö­rigen Mit­ar­bei­tern des Bür­ger­amtes den Namen zu buch­sta­bieren. Bie­le­felds Keeper Dennis Eil­hoff befand nun, dass es sein Nach­wuchs nicht leichter haben soll als die Nach­barn – und nannte seine Kinder Darren Jaden und Leni Col­lien. Im Bür­geramt reibt man sich schon scha­den­froh die Hände.

7.
Mike Hanke & Kinder Janatha-Fey und Jayron-Cain
Ist ja inzwi­schen fast alles erlaubt: Pepsi-Carola, Pumuckl, Rapunzel, Ras­putin und Timpe, außerdem Winds­braut, Win­netou, Blü­che­rine, Gnei­sen­au­ette, Katz­ba­chine, Napo­leon, Solar­fried und Waterloo. Wenn das so ist, dachte sich das dama­lige 96-Fak­totum Mike Hanke sicher, winken mir die Stan­des­be­amten in Han­nover-Her­ren­hausen auch die Phan­ta­sie­kom­bi­na­tionen Janatha-Fey“ und Jayron-Cain“ durch. Taten sie auch anstandslos.

8.
Marko Pan­telic & Tochter Ingrid
Marko Pan­telic, lang­haarig und eigen­sinnig, galt eigent­lich als sicherer Kan­didat für extra­va­gante Kinds­be­nen­nungen. Min­des­tens Jayron-Cain, eher schlimmer und mit drei fremd­län­di­schen Akzenten. Doch als wäre er wäh­rend seines Berlin-Enga­ge­ments zu häufig im Prenz­lauer Berg unter­wegs gewesen, gibt sich Pan­telic als geläu­teter Ver­treter neuer Bür­ger­lich­keit. Kein Jaden, kein Marwin, keine Che­yenne. Statt­dessen: Ingrid! So heißt die Tochter, die inzwi­schen sicher abends mit Freun­dinnen Haus­musik macht (Brat­sche, Cello, Quer­flöte), wäh­rend Vater Marco zärt­lich über den Buch­rü­cken einer gerade erwor­benen Adorno-Erst­aus­gabe streicht.

9.
Robin van Persie & Sohn Shaqueel
Arsenal Lon­dons Stürmer Robin van Persie wech­selte bei der Bena­mung seines Sohne frech die sport­liche Dis­zi­plin. Statt Fuß­ball sollte es Bas­ket­ball sein. Namens­pa­tron für den Soh­ne­mann war der 2,16-Meter-Koloss Shaquille O´Neal. Der wird zwar unwe­sent­lich anders buch­sta­biert, aber wer wird da pin­gelig sein? Die eupho­ri­sierten Grund­schü­le­rinnen, die Shaqueel auf seiner Face­book-Seite gru­scheln, jeden­falls nicht: He is damn cute and ado­rable“, schmachtet eine Sie­ben­jäh­rige. Shaqueel selbst ist übri­gens erst vier.

10.
Fran­cesco Totti & Tochter Chanel
No jokes with names, mahnt der Jour­na­lis­ten­knigge. Im Falle des ita­lie­ni­schen Beaus Fran­cesco Totti aller­dings schwierig. Dem Stürmer wird ohnehin schon nach­ge­sagt, er sei eitel und achte vor, wäh­rend und nach dem Spiel min­des­tens so sehr auf den per­fekten Look wie auf den Ball. Nur kon­se­quent hat Totti, die Par­füm­fla­sche unter den Welt­fuß­bal­lern, auch seine Tochter nach einem popu­lären Artikel der Kos­me­tik­in­dus­trie benannt, ihr Name: Chanel. Was zwei­fellos die vage Hoff­nung mit­ein­schließt, auch Cha­nels volle Win­deln würden nach Ber­ga­motte und Lilie duften. Wohl ver­geb­lich.