Joran Sobiech, in der ersten DFB-Pokal­runde treffen Sie mit dem 1. FC Düren auf den FC Bayern. Haben Sie sich schon alte Videos von Ves­ten­bergs­greuth und Wein­heim ange­guckt?
Das ist ja glaube ich schon eine ganze Ecke her. Ich habe mir keine Videos ange­guckt, aber ein biss­chen glaube ich schon daran, dass eine Über­ra­schung mög­lich ist.

Ihr Prä­si­dent Wolf­gang Spelt­hahn hatte erklärt, das Ziel sei es, besser abzu­schneiden als Schalke oder Bar­ce­lona. Wie sehen Sie das?
Richtig, besser als Bar­ce­lona und Schalke wollen wir auf jeden Fall sein. Und natür­lich sind wir in Düren ambi­tio­nierte Fuß­baller und möchten auch gewinnen. Aber dass das sehr schwer wird, ist uns allen bewusst.

Bei der Vor­gabe ist auch noch viel Luft nach oben, Drochtersen/​Assel, Röding­hausen und Cottbus haben in den letzten Jahren gezeigt, dass es auch enger zugehen kann.
Diese Ver­eine haben aber auch nicht gegen den Triple-Sieger gespielt. Wir haben viel­leicht eine der stärksten Bayern-Mann­schaften aller Zeiten als Gegner. Aber klar, diese Mann­schaften haben es gut gemacht. Unser Ziel sollte es des­halb sein, das Spiel so lange wie mög­lich offen zu halten.

Das Spiel ist alles andere als ein nor­males Pokal­spiel, zahl­reiche Spieler werden den Bayern auf­grund der Län­der­spiel­pause fehlen. Sind Sie eher traurig, nicht gegen die beste Elf spielen zu können oder ist die Hoff­nung größer, dass gegen Bay­erns zweite Reihe mehr drin ist?
Sowohl als auch. Ich hätte natür­lich gerne gegen Lewan­dowski, Neuer und Co. gespielt. Aber so spielen wir wahr­schein­lich gegen eine durch­ein­ander gewür­felte Mann­schaft mit vielen Neu­zu­gängen. Wir haben des­halb natür­lich die Hoff­nung, dass bei Bayern nicht alles so glatt läuft, wie es von einem Cham­pions-League-Sieger zu erwarten wäre.

Sie müssen in der ersten Pokal­runde aus­wärts in der Allianz Arena spielen, dazu noch ohne Zuschauer. Auch für Sie eine unge­wohnte Situa­tion?
Auf jeden Fall. Wir hätten natür­lich lieber vor unseren Fans gespielt, das wäre auch ein cooles Erlebnis für die Stadt gewesen. Aber für uns Spieler ist es trotzdem ein abso­lutes High­light, in der Allianz Arena auf­laufen zu können.

Was lief in dieser Woche in der Vor­be­rei­tung anders?
Eigent­lich ist die Vor­be­rei­tung ähn­lich – natür­lich sind wir jetzt schon nach Mün­chen gereist und schlafen im Hotel, das ist unge­wohnt. Aber Trai­nings­steue­rung und Trai­nings­in­halte sind wie vor einem nor­malen Spiel in der Meis­ter­schaft.