Mauro Icardi muss buch­stäb­lich nur einen Finger krümmen, um Inter Mai­land in seinen Grund­festen durch­zu­rüt­teln. Er gra­tu­lierte auf Insta­gram unter einem Jubel-Post von Rechts­ver­tei­diger Joao Can­celo nach dessen Sieg am Wochende über den SSC Neapel. Can­celo spielt für Juventus Turin, was für die Gazetten Ita­liens die ernst­hafte Frage auf­wirft: Ist damit Icardis Wechsel zur alten Dame besie­gelt?“ Doch dann die Ver­un­si­che­rung: Seine Frau und Bera­terin Wanda Nara folgt plötz­lich Real Madrid auf Insta­gram. Da scheint der Ver­trag bei den könig­li­chen nur noch Form­sache, oder?

Inter Mai­land Trainer Luciano Spal­letti nervt das. Er findet, er habe genug dazu gesagt: Ich rede nur über Per­sonen, die sich die Inter­essen Inters auch wirk­lich zu Herzen nehmen.“ Kurz vor der Partie gegen Ein­tracht Frank­furt raucht den Klub­ver­ant­wort­li­chen immer mehr der Kopf – es dreht sich alles weiter um Icardi.

Doch er spielt nicht einmal. Weil ihm die Kapi­täns­binde abge­nommen wurde, wei­gerte sich Icardi Mitte Februar beim Europa-League-Heim­spiel gegen Rapid Wien mit­zu­reisen. Seitdem fällt er aus, offi­ziell wegen einer Ent­zün­dung im Knie. Durch die zähen Ver­trags­ver­hand­lungen mit Icardi ist Spal­letti auf seinen Super­stürmer – 122 Tore in 210 Spielen für Inter – nicht gut zu spre­chen. Dabei braucht er ihn eigent­lich drin­gend – zumin­dest sport­lich.

Milan hat Inter bereits ein­ge­holt

Denn Spal­letti steht kurz vor dem Raus­schmiss bei den Neraz­zurri. Am Freitag schei­terte Inter mit 1:2 beim Tabel­len­vier­zehnten Cagliari. Wir hatten zeit­weise wenig Qua­lität, waren zu langsam und haben kaum Duelle gewonnen“, sagte er dem Fern­seh­sender Sky Sport. Eine Gene­ral­ab­rech­nung, wie man sie der­zeit eigent­lich nur von Thomas Doll aus Han­nover kennt.

Und dann wären da noch die Sai­son­ziele. Juventus Turin ist seit Jahren an der Tabel­len­spitze fest­zemen­tiert – dahinter streiten sich Saison für Saison der SSC Neapel, die AS Roma, der AC Mai­land und Inter um die drei übrigen Cham­pions-League-Plätze. 13 Spiel­tage konnte Inter sich auf dem dritten Platz halten, am letzten Wochen­ende hat sich Milan vor­bei­ge­schoben.