Bereits mit 16 Jahren machte Luis Suarez beim uru­gu­ay­ischen Ver­band auf sich auf­merksam. Nicht im posi­tiven Sinn. Als Jugend­spieler von Club Nacional legte er sich mit dem Schieds­richter Luis Lar­rañaga an und pro­tes­tierte heftig gegen dessen Ent­schei­dung, wes­wegen der Stürmer des Feldes ver­wiesen wurde. Aus Ärger atta­ckierte er den Unpar­tei­ischen mit einem Kopf­stoß, der eine stark blu­tende Platz­wunde ver­ur­sachte. Der Ver­band sperrte den jungen Tor­jäger dar­aufhin für elf Spiele.

Prü­gelei und Bis­s­at­ta­cken

Nach seinem Wechsel nach Europa hielt sich Suarez beim FC Gro­ningen zunächst noch zurück. Im Trikot von Ajax Ams­terdam ging das süd­ame­ri­ka­ni­sche Tem­pe­ra­ment dann aber erneut mit ihm durch. In der Halb­zeit­pause des Spiels zwi­schen Feye­noord Rot­terdam und Ajax geriet Suarez mit seinem Mit­spieler Albert Luque anein­ander. Die Aus­ein­an­der­set­zung ging sogar soweit, dass die beiden Streit­hähne hand­greif­lich wurden. Trainer Adrie Koster wech­selte dar­aufhin beide aus. Eine faust­dicke Über­ra­schung nicht nur für Ajax-Fans. Pikant: Weil das Wech­sel­kon­tin­gent bereits in der 64. Minute auf­ge­braucht war, musste Ajax die Partie in den letzten 20 Minuten zu zehnt zu Ende spielen, da sich ein wei­terer Mit­spieler ver­letzte. Das Spiel endete 2:2. Der Rot­ter­damer Aus­gleich fiel erst in der 74. Minute.

Skan­dal­frei ist auch Suarez’ Natio­nal­mann­schafts­kar­riere nicht. Bei der WM 2010 bezeich­nete er sein Hand­spiel im Vier­tel­fi­nale gegen Ghana als die beste Tor­wart­pa­rade der WM“. Was war pas­siert? Ghana war drauf und dran, das ent­schei­dende Tor in der letzten Minute der Ver­län­ge­rung zu schießen. Suarez stand nach einer Stan­dard­si­tua­tion auf der eigenen Tor­linie und wehrte den Ball offen­sicht­lich mit den Händen ab. Klare Rote Karte. Statt aber den Innen­raum zu ver­lassen, ver­folgte Suarez den ent­schei­denden Elf­meter der Gha­naer aus dem Spie­ler­tunnel heraus. Asa­moah Gyan ver­sagten die Nerven und Suarez beju­belte laut­hals das Leid der anderen. Das Elf­me­ter­schießen ent­schied Uru­guay dann für sich und zog somit ins Halb­fi­nale gegen die Nie­der­lande ein. Noch immer ist Suarez stolz auf seine zwei­fel­hafte Hel­dentat.