Regio­nal­liga Süd, Kassel / Deutsch­land: Auesta­dion, 2. Mai 2008, 17 200 Zuschauer

Ham­burg ist eine Perle, das weiß heute dank Lotto King Karl jeder. Für Lie­der­ma­cher aus Kassel ist es nicht ganz so ein­fach, aber Bak­tasch Negahban hat seine Haus­auf­gaben gemacht. Kassel, Nabel von Deutsch­land“, singt er, pas­send zur geo­gra­fi­schen Lage der Stadt. Weil große Anlässe einen ent­spre­chenden Rahmen ver­langen, durfte er das Lied auf dem Rasen vor­tragen.

Erst­mals über­haupt spielte der KSV Hessen auf der eigenen Anlage unter Flut­licht. Zu Gast war die zweite Mann­schaft des FC Bayern Mün­chen. Die Moder­ni­sie­rung bescherte dem Auesta­dion vier 42 Meter hohe Licht­masten, wes­wegen in der Stadt Aus­nah­me­zu­stand herrschte – 17 200 Men­schen kamen.

Die Bedeu­tung des Abends begreift, wer die Geschichte des KSV Hessen kennt: Weil kein Geld da war, musste sich der ehe­ma­lige Zweit­li­gist vor zehn Jahren neu gründen und in der achten Spiel­klasse starten. Wir glauben fest an die Qua­li­fi­ka­tion für die neue 3. Liga“, sagte vor dem Spiel der Bür­ger­meister. Hin­terher mel­dete die Lokal­zei­tung, trotz der 2:3‑Niederlage kehre langsam der große Fuß­ball“ nach Kassel zurück. Wahr­schein­li­cher ist, dass sie vor­erst weiter warten müssen hier im Nabel Deutsch­lands: Wenige Wochen nach dem Flut­licht­spiel ver­passte der Verein den Sprung in die neue Spiel­klasse.