Gernot Rohr, fühlen Sie sich eher als Deut­scher oder als Fran­zose?

Als Euro­päer.

Sie haben über die Hälfte Ihres Lebens in Frank­reich ver­bracht, haben die fran­zö­si­sche Staats­bür­ger­schaft ange­nommen…

Die Wur­zeln sind deutsch, aber man wird doch im Laufe der Jahre zum Fran­zosen. Wie ich zu meinem fran­zö­si­schen Pass kam? Ganz ein­fach: 1982 wollte unser Prä­si­dent die Mann­schaft mit zwei Deut­schen ver­stärken, Caspar Meme­ring und Dieter Müller. Weil damals nur zwei Aus­länder spielen durften, hat er mich gefragt, ob ich das akzep­tieren würde. Schließ­lich konnte ich schon gut Fran­zö­sisch und hatte mich gut ein­ge­lebt.

Kein Wechsel aus Über­zeu­gung?

Wenn man sich als Deut­scher fühlt, braucht man dazu keinen Pass. Das ist keine Frage der Büro­kratie. Das ist eine Frage des Emp­fin­dens.

Was ist für Sie Heimat?

Heimat ist Mann­heim, meine Familie, Neckarau, ein Stadt­teil von Mann­heim, die Nau­mann­straße, wo ich geboren und auf­ge­wachsen bin, wo meine Mutter noch lebt. Heimat ist auch die Erin­ne­rung an alles, was in einer großen Familie in den 50er Jahren erlebt. Wir waren sechs Kinder, der Groß­vater hat bei uns gelebt, der Vater war Lehrer, die Mutter Haus­frau. Das alles ist in mir drin, das sind die Wur­zeln.

Heimat ist also, wo man sich wohl­fühlt und wo die Familie ist. Für Ihren Wechsel im Herbst 2006 von Bern nach Frank­reich gaben Sie fami­liäre Gründe an.

Genau. Ich habe in Bor­deaux zwei Söhne, viele Bekannte, Freunde, mein kleines Hotel in Lège-Cap-Ferret. Und es ist ja auch so: In der Schweiz hat man in einem Jahr alles gesehen. Man spielt vier Mal gegen die­selben Gegner, manchmal sogar noch im Cup dazu. Irgendwie war auch das ganze System nicht so sport­lich, wie ich mir das gewünscht hätte.

Das heißt?

Das ist unheim­lich viel Kapi­ta­lismus in der Schweiz. Die Aktio­näre der Klubs mussten auch Spieler erwerben und konnten dann mit­be­stimmen, wel­cher Spieler ver­kauft wurde. Die Besitzer des Klubs sind auch die Besitzer des Sta­dions. Zum Bei­spiel hätten wir im UEFA-Cup gegen Mar­seille nor­ma­ler­weise das Rück­spiel bei uns gehabt. Das mussten wir umdrehen, weil das Sta­dion für zwei Kon­zerte von Robbie Wil­liams gebraucht wurde.

Seit dieser Saison trai­nieren Sie den fran­zö­si­schen Zweit­li­gisten AC Ajaccio. Warum geht man zu einem Verein mit einem Schnitt von 2000 Zuschauern, wenn man schon mit Girondins Bor­deaux im UEFA-Cup-Finale stand?

Ich hatte mit dem Prä­si­denten von Ajaccio schon öfters Kon­takt, er wollte mich schon 2006 in der 1.Liga holen. Es ist ein sehr fami­liärer Klub, wir sind im Mit­tel­feld der Zweiten Liga, obwohl wir bei den Buf­gest nur auf Platz 15 ran­gieren. Und ich wollte mal was anderes wieder sehen, Frank­reich ent­de­cken.

Und Kor­sika.

Auf Kor­sika war ich nie länger als zu einem Spiel. Es ist auch ein inter­es­santes sport­li­ches Pro­jekt, das Sta­dion wird neu gemacht. Ein gut geführter Verein, nicht ver­schuldet. Keine Pro­bleme mit Fans so wie in Bastia, die jetzt einen Punkt abge­zogen bekommen haben, weil ein Schwarzer belei­digt wurde. Ajaccio ist zivi­li­siert, kor­rekt, herz­lich, ambi­tio­niert. Wir wollen im nächsten Jahr auch oben mit­mi­schen.

Würden Sie das Eti­kett Lebe­mann annehmen?

Wie defi­nieren Sie das?

Jemand, für den Arbeit auch Mittel zum Zweck ist, um etwas von der Welt zu sehen, um sich in Ihrem Fall Frank­reich anzu­schauen.

Ein biss­chen davon schon. Aber wenn die Arbeit nicht stimmt? Dann hätte ich wenig Respekt meinem Verein gegen­über. Es ist auch nicht die Wahr­heit. Denn wenn die Arbeit nicht funk­tio­niert, kannst du in einer noch so schönen Gegend wohnen, dann fühlst du dich nicht wohl. Ich fühle mich auf Kor­sika wohler als zum Bei­spiel in Valen­ci­ennes.

Nun war ja vor der Saison der Trai­ner­posten in Bor­deaux vakant. Kam ein Wechsel in Frage?

Nein, nein. Der aktu­elle Prä­si­dent von Bor­deaux, Triaud, ist nicht unbe­dingt mein Freund. Es gab ein kleines Pro­blem mit meinem Sohn, der plötz­lich nach dem Spiel Bor­deaux gegen Nizza auf dem Spiel­feld stand und ihm eine leichte Ohr­feige gab, dem Prä­si­denten (lacht).

Wie kam es denn dazu?

Es gab ein Gerangel unter den Spie­lern, der Prä­si­dent hat einen von meinen Spie­lern ange­gangen. Und dann habe ich zu ihm gesagt, lass meinen Spieler in Ruhe, und dann kam mein Sohn, damals noch 18 Jahre alt, stumpt ihn weg, und wischt ihm durchs Gesicht.

Wie kam es eigent­lich 1977 zum Wechsel nach Bor­deaux?
Sie spielten damals ja nur in der Zweiten Liga bei Kickers Offen­bach.

Genau. Ich kam 1970 das erste Mal nach Cap Ferret zum Urlaub, mit meinem Bruder Volker, der Fran­zö­sisch-Stu­dent war. Cap Ferret ist an der Atlantik-Küste bei Bor­deaux. Plötz­lich suchte Girondins einen Abwehr­spieler. Horst Blan­ken­burg hatte bei Paris Saint-Ger­main und bei Bor­deaux unter­schrieben und wurde gesperrt. Die Fran­zosen haben sich dann das Main-Derby Ein­tracht gegen Offen­bach ange­schaut und mich danach ver­pflichtet, im Juli 1977. Ich habe mich bei meinem Freund Gérard, der mit meiner Schwester ver­lobt war, ein­ge­richtet. Ich bin nicht ins Hotel, son­dern habe sofort Anschluss gehabt.

Und dann wurde Kar­riere gemacht.

Ich hatte Glück gehabt, weil es für den Verein mit Claude Bez als Prä­si­dent nach oben ging, der spä­tere Natio­nal­trainer Aimé Jac­quet war der Trainer von 1980 bis 1989. Wir sind drei Mal Meister geworden,zwei Mal Pokal­sieger, waren im Europa-Pokal.

Ihr Groß­onkel Oskar Rohr spielte zwi­schen 1934 und 1939 bei Racing Straß­burg und wurde zur Stürm­er­le­gende. Wollten Sie Ihm mit dem Wechsel nach Frank­reich nach­ei­fern?

Der Ossi war wie ich das letzte von sechs Kin­dern. So hatte er für mich scheinbar immer eine beson­dere Vor­bild­wir­kung. Er gab mir Infor­ma­tionen über Frank­reich, es sei ein schönes Land. Er hatte damals schon ein Cabriolet von Citroen, den bekam er als Prämie zur Ver­trags­un­ter­zeich­nung. Diese Geschichten haben mich dann zum Wechsel moti­viert. Ich war ja auch Fran­zö­sisch-Stu­dent.

Da passt ja wieder das Eti­kett Lebe­mann.

(empört)
Lebe­mann, nein!

Aber Sie wech­selten schon aus emo­tio­nalen Gründen und Neu­gier.

Ich will nicht zu sehr auf den Lebe­mann ein­gehen, wie Sie merken. Es war schon etwas dabei, da arbeiten zu können, wo es einem gefällt. Das ist ein Pri­vileg. Und das habe ich ergriffen. Das Glück kam dazu, dass Girondins Bor­deaux plötz­lich nach oben gekommen ist, das Sta­dion umge­baut hat, das Trai­nings­zen­trum Le Haillan“ gebaut hat.

Wurden Sie in Frank­reich nach dem WM-Halb­fi­nale 1982 gegen Deutsch­land und dem bru­talen Sprung Schu­ma­chers in den Fran­zosen Bat­tiston aus­ge­pfiffen?

Drei Monate lang, ja. Aus­wärts waren wir die häss­li­chen Deut­schen.

Und in der eigenen Mann­schaft? Sie spielten ja mit der halben fran­zö­si­schen Natio­nalelf zusammen, auch Bat­tiston war Ihr Kol­lege.

Gar nichts. Die wussten ja, wie wir waren, dass das nicht unsere Schuld war. Ich habe sogar gesehen, wie der Bat­tiston das ein biss­chen kul­ti­vierte, das Image des Mär­tyers. Die Ent­schul­di­gung von Schu­ma­cher hat er ja erst Jahre später ange­nommen.

War Sevilla 1982 die größte Stö­rung der deutsch-fran­zö­si­schen Bezie­hungen seit dem Zweiten Welt­krieg, wie heute in Frank­reich noch behauptet wird?

Ja, auf jeden Fall. Das war sehr krass. Aber gut, ich war ja als Deut­scher inte­griert in Bor­deaux. Ich war zual­ler­erst Bor­de­laiser, dann erst viel­leicht Deut­scher oder auch Fran­zose. Bei Aus­wärts­spielen habe ich es ab und zu gemerkt, dieses Res­sen­ti­ment gegen die Deut­schen, das durch solche Dinge geweckt wurde, leider.

Sie haben sich für die deutsch-fran­zö­si­sche Ver­stän­di­gung ein­ge­setzt. Das Bene­fiz­spiels für Daniel Nivel, der fran­zö­si­sche Gen­darm, den deut­sche Hoo­li­gans bei der WM 1998 ins Koma prü­gelte, haben Sie mit­or­ga­ni­siert.

Da durfte ich ein biss­chen was für tun. Auch rund um die Spiele gegen deut­sche Mann­schaften im Euro­pa­pokal. Dynamo Berlin, Loko­mo­tive Leipzig, Carl Zeiss Jena, FC Mag­de­burg – wir kamen immer da rüber. Beim letzten Spiel gegen Mag­de­burg hat mich unser Prä­si­dent Bez gebeten zu über­setzen beim Emp­fang.

Die Mauer fiel gerade.

Bez setzte sich dafür ein, dass die DDR noch die Mann­schaften in den UEFA-Cup rein­bringen konnte, die nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung nicht mehr im Europa-Cup spielen sollten. Ich habe auch zwei Tra­bants aus Leipzig ein­ge­führt. Den einen habe ich dem Prä­si­denten geschenkt, der andere steht noch bei mir.

Warum hat es eigent­lich nie mit der Natio­nalelf geklappt?

Ich war in Deutsch­land Schüler‑, Jugend‑, und Olympia-Aus­wahl-Natio­nal­spieler. Ich bin dann Fran­zose geworden und konnte so weder für Frank­reich noch für Deutsch­land spielen. Zunächst hatte ich ja nur die eine Staats­bür­ger­schaft, die dop­pelte gab‘s da nicht. Als Fran­zose konnte ich nicht für Frank­reich spielen, weil ich schon für Deutsch­land gespielt hatte. Das Regle­ment war dagegen.

Man hat den Ein­druck, Sie sind lieber im Hin­ter­grund. Sie waren lange Zeit Jugend­ko­or­di­nator und Tech­ni­scher Direktor. Sind Sie eher zufällig Trainer geworden?

Zufällig kann man nicht sagen. Ich habe das Diplom schon als Spieler in Frank­reich gemacht, wo das sehr lang­wierig ist. Es ist ein gutes Trainer-Diplom. Und mein Vater war ja auch Trainer. Ich habe gerne mit der Jugend gear­beitet und tue das auch heute noch. Ich ver­suche immer, die Mann­schaft zu ver­jüngen, wenn es mög­lich ist. Aber mir ist es schon lieber, im Hin­ter­grund zu stehen.

Wie erklären Sie sich die sehr unter­schied­liche Wert­schät­zung Ihrer Person in Deutsch­land und in Frank­reich?

In Deutsch­land erin­nert man sich vor allem an Ihre unglück­liche Zeit als Tech­ni­scher Direktor bei Ein­tracht Frank­furt. Aber ich konnte mein Gesicht wahren. Ich bin so geblieben, wie ich auch war. Ich habe damals ver­sucht, die Ein­tracht zu moder­ni­sieren. Der deut­sche Fuß­ball hatte tak­tisch und von der Struktur her bösen Nach­hol­be­darf. 1998 spielten die noch mit Mann­de­ckung, das war schreck­lich. Und erst die Trai­nings­me­thoden.

Aber Sie waren Tech­ni­scher Direktor, nicht Trainer.

Ja, ich wollte dem sehr spe­zi­ellen Ehr­mann­traut den Platz nicht weg­nehmen. Wir wollten etwas auf­bauen, mit Basis­ar­beit, mit der Jugend. Mit einem Internat und moder­nerer Spiel­weise. Jetzt spielen die end­lich auch mit der Vie­rer­kette in Deutsch­land. Aber Frank­furt ist ja auch ein heißes Pflaster. Trotzdem hat es Spaß gemacht.

In Frank­reich genießen Sie einen exzel­lenten Ruf. In den letzten Jahren waren Sie in Mar­seille, Monaco, Guingamp und natür­lich Bor­deaux im Gespräch
.

Ja, ich war halt lange Jahre Spieler hier, 12 Jahre, habe min­des­tens 400 Spiele in einem großen Verein gemacht, hatte auch als Trainer ein biss­chen Erfolg. Jetzt sind‘s 30 Jahre, die ich hier bin. Ich habe mehr Jahre in Frank­reich als in Deutsch­land ver­bracht und konnte also mehr für meine Bilanz tun.

Würden Sie sagen, der Satz Ein Pro­phet im eigenen Land gilt nichts“ trifft auf Sie zu?

Viel­leicht. Ich habe gemerkt, dass man im Aus­land mehr Gehör findet, wenn man von weit weg kommt und andere Erfah­rungen mit­bringt.
Vor drei Jahren wären Sie bei­nahe wieder in Deutsch­land auf­ge­taucht.

Warum hat es nicht geklappt mit dem VfB Stutt­gart oder Hertha BSC Berlin?

Weiß ich nicht. Es kam kein kon­kretes Angebot, warum auch immer. Auch Kai­sers­lau­tern war mal inter­es­siert, aber es hat sich nie etwas getan. Ich habe auch keinen Ver­mittler. Es geht ja oft über solche Agenten, die dann jemanden rein­bringen wollen, weil sie dann mit­kas­sieren. Ich wollte immer frei sein. Und diese Frei­heit brauche ich, die tut mir gut. Das kann aber ein Hemm­schuh sein, wenn man unbe­dingt Kar­riere machen will.

Dieter Hoeneß haben Sie aber abge­sagt.

Ja, habe ich. Das hat mich damals nicht inter­es­siert. Ich war in Nizza glück­lich, es lief her­vor­ra­gend und da wollte ich das nicht aufs Spiel setzen und wieder nach Deutsch­land zurück. Ich hatte keine große Lust – und viel­leicht hat man das auch gemerkt damals – wieder nach Deutsch­land zurück­zu­kehren. Die vier­ein­halb Jahre in Nizza waren fan­tas­tisch.

Wie würden Sie den deut­schen mit dem fran­zö­si­schen Fuß­ball ver­glei­chen?

Der deut­sche Fuß­ball hat den tak­ti­schen Rück­stand auf­ge­holt. In Frank­reich hat man den Vor­teil, dass man sehr früh pré­for­ma­tion“, also Nach­wuchs­ar­beit in Leis­tungs­zen­tren, betreibt. Mit 12, 13 Jahren kommen die Talente in Inter­nate, Schule und Fuß­ball exis­tieren neben­ein­ander. Mit 15 werden die Jugend­li­chen frei­ge­geben und gehen in die Pro­fi­klubs. Hinzu kommt das Centre National de Foot­ball, das der Ver­band in Clai­re­fon­taine errichtet hat.

Aber ist nicht der deut­sche Fuß­ball mitt­ler­weile viel attrak­tiver? Johan Micoud hat sich nach seiner Rück­kehr nach Bor­deaux über die viel defen­si­vere Spiel­weise der fran­zö­si­schen Ver­eine und die leeren Sta­dien beschwert.

Der deut­sche Fuß­ball ist attrak­tiver, weil er offen­siver ist. Aber er ist nicht erfolg­rei­cher, im Gegen­teil. Ande­rer­seits ist der Fuß­ball in Deutsch­land vom sozialen Status her wesent­lich stärker als in Frank­reich. In Frank­reich hat Fuß­ball zwar auch Tra­di­tion, war aber nie so klar die Nummer Eins wie in Deutsch­land. In man­chen Regionen im Süd­westen machen sich Rugby und Fuß­ball diesen Platz streitig.

Nervt es Sie, wenn Sie in Frank­reich immer noch als der Deut­sche wahr­ge­nommen werden?

Nein, über­haupt nicht. Der fran­zö­sischste Deut­sche und der deut­scheste Fran­zose“, wie eine Zei­tung mal geschrieben hat, das trifft es ganz gut.

Die sprich­wört­liche rigueur alle­mande“, die deut­sche Strenge“ zeigen Sie aber schon?

Man muss ja auch irgendwie seinem Eti­kett ein biss­chen ent­spre­chen und nach­geben.

Wäh­rend der Saison 2004/2005, Ihrem letzten Jahr in Nizza, haben einige Spieler den Verein im Streit ver­lassen.

Ja, ich habe ein paar aus­ge­mus­tert. Musste ich. Einen von denen, die ich aus­ge­siebt habe, habe ich neu­lich im Pokal gesehen, denn wir spielten mit Ajaccio in Sète. Und der hat gesagt, Ich muss sagen, das war gerecht“, denn er kam manchmal unent­schul­digt nicht ins Trai­ning. Nein, ein biss­chen Strenge muss man denen schon bei­bringen.

Wohin würden Sie eher zurück­kehren, nach Bor­deaux oder nach Deutsch­land?

Zum Leben? Mein Leben ist jetzt in Bor­deaux. Aber immer wieder gerne zur Familie, um meine Mutter und meine Brüder zu besu­chen in Mann­heim.

Und zum Arbeiten?

Ich fühle mich hier wohl im Moment. Man weiß nie, was die Zukunft bringt.

Könnten Sie sich vor­stellen, Trainer in Deutsch­land zu sein?

Warum nicht? Kommt auch auf die Bezie­hungen an, die man mit einem Kol­legen oder Prä­si­denten haben kann. Manchmal hat man den Ein­druck, da könnte etwas wachsen, das könnte funk­tio­nieren, manchmal nicht. Da muss man eben Intui­tion dafür haben. Aber warum nicht, mir macht das Spaß.

So über­zeugt klingt das aber nicht.

Ja, weil ich schon so lange weg bin jetzt. Weil das eine Jahr in Frank­furt eher ein Jahr war, wo es Miss­ver­ständ­nisse gab. Und die Sache mit der Presse! Da muss ich sagen, die deut­sche Bou­le­vard-Presse ist manchmal äußerst schwach, äußerst grenz­wertig.