Chris­tian Eckerlin, Sie sind Mixed-Mar­tial-Arts-Kämpfer und Fuß­baller beim TSV Leh­nerz. Betreiben Sie beide Sport­arten haupt­be­ruf­lich?
Das kann man so sagen. Zwar habe ich seit andert­halb Jahren ver­let­zungs­be­dingt keinen großen Kampf mehr gehabt, aber nor­ma­ler­weise mache ich das par­allel. Ich bin ein dop­pelter Profi, wenn man so will.

In Deutsch­land ist das MMA kein sehr bekannter Sport. Wie sind Sie darauf gekommen?
Für Kampf­sport habe ich mich schon immer inter­es­siert, vor allem für das Boxen. Das habe ich hob­by­mäßig gemacht und gemerkt, dass ich ein Talent dafür habe. Irgend­wann kam mein jet­ziger Trai­nings­partner an und meinte: Du, Chris­tian, dieses MMA musst du unbe­dingt mal aus­pro­bieren!“ Am Anfang war ich aber nicht so über­zeugt, weil ich ja noch Fuß­ball spielte.

Mit dem Fuß­ball haben Sie also ange­fangen?
Genau, ich habe bei Darm­stadt 98 die Jugend­mann­schaften durch­laufen. Mit Darm­stadt habe ich sogar dritte Liga gespielt, damals, als das noch die Regio­nal­liga Süd war. Lange unter Bruno Lab­badia, ein toller Trainer. Nachdem ich das MMA aus­pro­biert habe und ich auch schon nach einem halben Jahr meinen ersten Kampf hatte, habe ich bei den Lilien“ auf­ge­hört – blö­der­weise, muss man ja im Nach­hinein sagen.

Gefällt Ihnen der Kampf­sport also besser?
Nein, so pau­schal kann man das nicht sagen. Eigent­lich hatte ich fest vor, nur beim Fuß­ball zu bleiben. Aber das MMA hat mich ein­fach gepackt, weil es so viel­seitig ist. Es ist eine Kom­bi­na­tion aus den ver­schie­densten Kampf­sport­arten wie Ringen, Boxen, Tae­kwondo und Karate. Ich war mir von Anfang an sicher, dass ich da was reißen kann. Ich hätte es bestimmt auch im Fuß­ball noch eine Liga höher schaffen können, aber so habe ich mich nun mal ent­schieden.

Wussten Sie, dass Zlatan Ibra­hi­movic einen schwarzen Gürtel in Tae­kwondo hat?
Das hatte ich schon gehört, das macht sich wirk­lich bemerkbar. Und wenn du den Kampf gewohnt bist, ist das Fuß­ball­trai­ning ein Kin­der­ge­burtstag.