Nikolce Noveski, wer war in der abge­lau­fenen Saison ihr här­tester Gegen­spieler?
Das ist schwer zu sagen. Die Liga ist all­ge­mein sehr zwei­kampf­stark, eigent­lich kann ich keinen Stürmer her­aus­heben.

Sie sind der beste Zwei­kämpfer der ver­gan­genen Saison. Wie wichtig ist Ihnen diese Sta­tistik?
Wenn man eine gute Saison spielt und dann auch noch die Zahlen stimmen, ist das eine tolle Bestä­ti­gung. Mehr aber auch nicht. Ich kann in einer Saison 70 Pro­zent meiner Zwei­kämpfe gewinnen, ver­liere aber von den rest­li­chen zehn ent­schei­dende – und bin dann bei den Fans der Depp.

Was macht Sie zu einem so kon­stanten Zwei­kämpfer?
Ich lebe von den direkten Duellen. Wenn der Stürmer auf mich zuläuft, will ich den Ball unbe­dingt haben. Viel­leicht habe ich außerdem in einigen Situa­tionen den Vor­teil, dass ich die nötige Erfah­rung mit­bringe.

Um genau zu sein die Rou­tine aus 340 Erst- und Zweit­li­ga­spielen. Wie hilft Ihnen diese Erfah­rung beim Zwei­kampf?
Mitt­ler­weile kann ich mit brenz­ligen Situa­tionen viel besser umgehen. In Zwei­kämpfen können Ver­tei­diger Defi­zite durch Hand­lungs­schnel­lig­keit, Über­sicht und eine gute Fit­ness wett­ma­chen. Außerdem fällt es mir viel­leicht etwas leichter, den Gegen­spieler im Blick zu behalten.

Worauf achten Sie dabei beson­ders?
Auf den Ball. Wenn ich mich auf die Füße des Geg­ners kon­zen­trieren würde, laufe ich Gefahr, durch einem Trick aus dem Gleich­ge­wicht zu geraten. Also achte ich auf den Ball und ver­suche mit dem rich­tigen Timing zuzu­schlagen.

Ist es eigent­lich noch zeit­gemäß, als Ver­tei­diger mal dazwi­schen zu hauen?
Wenn die eigene Mann­schaft nicht richtig da ist, auf jeden Fall. Ohnehin geht der Trend wieder zu einer kör­per­be­ton­teren und aggres­si­veren Spiel­weise, das haben wir bei der WM gesehen. Ich könnte mir vor­stellen, dass sich das in der neuen Bun­des­li­ga­saison fort­setzt.