»Ich hoffe, er wird bestraft!« – Die schönsten Eskapaden von Mario Balotelli

Mein Feind, das Ich

Es war still geworden um Mario Balotelli. Bis der italienische Stürmer einem Mann 2000 Euro dafür anbot, halbnackt auf einer Vespa ins neapolitanische Hafenbecken zu fahren. Höchste Zeit also, auf Balotellis schönste Eskapaden zurückzublicken. 

Er ist der Kanye West des Fußballs, Genie und umstrittener Provokateur zugleich. Mario Balotelli ist ein großartiger Fußballspieler, der zwar wahrscheinlich nie zu den ganz Großen gehören wird, aber immerhin viel zu erzählen hat. Hier lest ihr die skurrilsten Geschichten zur italienischen Skandalnudel:

1.
Kürzlich bot Mario Balotelli einem Barbesitzer aus Neapel eine skurrile Wette an. Dieser sollte sein Moped und sich selbst im Hafenbecken versenken, im Gegenzug würde es 2000 Euro vom Fußballstar geben. Gesagt, getan. Das Gefährt des Barbesitzers soll immer noch funktionieren und sei außerdem nur 600 Euro wert, sodass sich das Geschäft gelohnt hat – zumindest für den Barkeeper. Balotelli bekam eine Anzeige der neapolitanischen Polizei wegen Anstiftung zur Straftat und illegaler Wetten.

2.
Skurrile Geschichten ziehen sich ebenso durch die gesamte Karriere des heute 29-Jährigen wie rassistische Beleidigungen. Dass Balotelli es »nicht immer leicht hatte«, wie es oft verharmlosend heißt, sollte man nicht vergessen. Vor der Europameisterschaft in der Ukraine im Jahr 2012 sagte er: »Wenn mich jemand auf der Straße mit einer Banane bewirft, werde ich denjenigen umbringen.« Zu einem geplanten Treffen der italienischen Nationalmannschaft mit Cecile Kyenge, der damaligen italienischen Integrationsministerin - und übrigens zugleich der ersten schwarzen Ministerin in der italienischen Geschichte - erschien der damalige Milan-Stürmer allerdings nicht. Weil er lieber schlafen wollte. »Das muss ich respektieren«, gab die Politikerin säuerlich zu Protokoll.

3.
Fototermine sind einfacher, als sie aussehen. Hinsetzten, lächeln, knipsen, fertig. In seiner Zeit bei Inter Mailand probierte es Balotelli einfach mal aus – im Trikot des Erzrivalen AC Mailand. Vielleicht war er sich auch einfach nicht sicher, bei welchem Mailänder Klub er eigentlich angestellt war. Ist aber auch kompliziert. Die beiden Teams spielen im gleichen Stadion und die Trikots (schwarz-blau/schwarz-rot) unterscheiden sich auch nur in einer Farbe.