Lukas Podolski, eigent­lich wollten wir mit Ihnen über Ihr Abschieds­spiel spre­chen. Das hat sich jetzt ja erle­digt.
(Lacht) Das hat sich erle­digt, ja.

Erzählen Sie mal.
Also es ist jetzt über eine Woche ver­gangen seit meinem Abschieds­spiel und ich habe viel Zeit zum Nach­denken gehabt. Und da reifte der Ent­schluss, dass der Rück­tritt die fal­sche Ent­schei­dung war. Ich habe es mir anders über­legt. Das Feuer brennt noch und ich habe noch nicht mit der Natio­nal­mann­schaft abge­schlossen.

Also sehen wir Sie doch wieder im Trikot der Natio­nalelf?
Das hoffe ich. Jeder, der mich kennt, weiß, wie viel mir die Natio­nal­mann­schaft bedeutet. Ich will nochmal alles geben, eine erfolg­reiche Quali spielen und meine Kar­riere dann nach der WM 2018 beenden. Viel­leicht ja sogar noch einmal mit dem Pokal (lacht).

Weiß denn der Bun­des­trainer davon?
Na klar, ich habe am Mitt­woch mit ihm tele­fo­niert. Er war auch erst über­rascht und hat mir abge­raten, wegen der Außen­dar­stel­lung. Aber als er merkte, dass es mir ernst ist, hat er mir gesagt, dass ich eine faire Chance bekomme, wenn ich meine Leis­tung bringe. Und diese Chance will ich nutzen. Wegen ihm hätte ich sowieso noch nicht zurück­treten müssen. Er weiß ja um meine Qua­li­täten.

Und dass Sie nach Japan gehen, stört ihn nicht?
Warum sollte es? Das ist eine gute Liga, das weiß der Trainer. Wichtig ist, dass ich meine Leis­tung bringe.

Also sehen wir Sie im Juni gegen Däne­mark und San Marino?
Wie gesagt, das ent­scheidet der Bun­des­trainer. Aber ich werde alles dafür geben.