Pavel Kaderábek, wie groß ist die Vor­freude auf das Tur­nier in Frank­reich?
Riesig. Es ist die erste Euro­pa­meis­ter­schaft für mich.

Wie ist die Stim­mung in Ihrem Land?
Für Tsche­chien ist es eine große Chance. Wir sind alle zufrieden. Meine Familie ist auch ziem­lich glück­lich, wenn ich in der Natio­nal­mann­schaft spiele.

Ihre Familie kommt Sie oft in Deutsch­land besu­chen und schaut sich Ihre Spiele für Hof­fen­heim an. Werden Ihre Eltern Sie auch in Frank­reich besu­chen kommen?
Ich hätte ehr­lich gesagt ein biss­chen Angst um meine Familie, das Thema Terror in Frank­reich beschäf­tigt mich doch sehr, wenn­gleich für das Tur­nier bestimmt alles getan wird, um Sicher­heit zu garan­tieren.

Wie schätzen Sie die Chancen von Tsche­chien ein? Würden Sie uns zustimmen, wenn wir sagen, dass Tsche­chien ein Geheim­fa­vorit ist?
Wir haben eine sehr gute Qua­li­fi­ka­tion gespielt, aller­dings eine schwie­rige EM-Gruppe erwischt. Das ist nicht gut. Ich denke, dass Spa­nien der Favorit unserer Gruppe ist. Die Türken und die Kroaten sind auch sehr gut. Ich hoffe trotzdem, dass wir über­ra­schen können.

Können Sie uns die Spiel­phi­lo­so­phie Tsche­chiens beschreiben?
Wir spielen sehr ein­fa­chen Fuß­ball und haben eine gute Ver­tei­di­gung. Das ist sehr wichtig, und gerade bei der Euro­pa­meis­ter­schaft müssen wir gut stehen und sehr schnell umschalten. Wir haben viel­leicht nicht die besten Ein­zel­spieler, aber funk­tio­nieren als Mann­schaft sehr gut. Dazu haben wir Petr Cech im Tor und hof­fent­lich Tomas Rosicky.

Wie wichtig ist Tomas Rosicky für Ihre Natio­nal­mann­schaft?
Tomas ist sehr wichtig für uns, keine Frage. Aber wir haben auch ohne ihn gute Spiele absol­viert.

Welche Rolle nimmt Kapitän Petr Cech ein, der dieses Jahr zum achten Mal in Folge zu Tsche­chiens Spieler des Jahres gewählt wurde?
Wenn Petr im Tor steht, sind wir sicherer, aber auch unser zweite Tor­wart Tomas Vaclik ist ein richtig Guter. Falls Petr nach der EM auf­hören sollte, brau­chen wir Tsche­chen uns auf dieser Posi­tion wenig Sorgen machen.

Was bedeutet es für Sie, das Natio­nal­trikot zu tragen?
Es ist das Größte für mich, es bedeutet mir alles. Es gibt für keinen Spieler etwas Schö­neres, als in der Natio­nal­mann­schaft zu spielen.