Seite 2: Bradley legt bei Instagram noch nach

Doch damit nicht genug: Wenige Stunden später bekräf­tigte Bradley seine zuvor getä­tigten Aus­sagen auf seinem Insta­gram-Account. Und trat noch mal sehr per­sön­lich gegen den Prä­si­denten nach:

Vor wenigen Stunden habe ich Grant Wahl ein Inter­view gegeben. Nach 15 Minuten, in denen das Gespräch sich um Fuß­ball und unsere Natio­nal­mann­schaft drehte, fragte er mich nach meiner Mei­nung zu Prä­si­dent Trumps Ein­rei­se­sperre für Mus­lime. Eine berech­tigte Frage. Aber auch eine, die mich total unvor­be­reitet traf. 

Ich stehe hinter meinen Worten, doch sie waren zu weich“

Da ich ungern so wich­tige Gedanken for­mu­liere, ohne wirk­lich dar­über nach­denken zu können, ant­wor­tete ich, dass ich das Bedürfnis nach Sicher­heit zwar ver­stehe, die Werte und Ideale unseres Landes aber nie geop­fert werden dürfen. 

Ich stehe hinter meinen Worten, doch sie waren zu weich. Ich habe den Teil dar­über aus­ge­lassen, wie traurig und beschämt ich bin. Nachdem Trump gewählt worden war, hoffte ich nur, dass der Prä­si­dent Trump anders sein würde, als der Wahl­kämpfer Trump. Dass die xeno­phobe, miso­gyne und nar­ziss­ti­sche Rhe­torik ersetzt würde durch eine beschei­de­nere und maß­vol­lere Her­an­ge­hens­weise, unser Land zu führen. Ich lag falsch. Und der Muslim ban‘ ist nur das letzte Bei­spiel von jemandem, der von unserem Land und dem rich­tigen Weg nach vorne nicht weiter ent­fernt sein könnte.“

Was aus dem Prä­si­dial-Erlass wird, ist noch nicht ent­scheiden. Teil­weise haben ihn ver­schie­dene Gerichte schon ein­ge­schränkt und die Klagen der Bun­des­staaten stehen noch aus. Eins ist nach diesem State­ment jedoch sicher: Die US-Natio­nal­mann­schaft hat einen wür­digen Kapitän. #noMus­limBan