Herr Kiraly, wie lange wurde nach dem Sieg gegen Hertha gefeiert?

Wir haben gar nicht gefeiert. Wir wollen ja eine gute Serie starten. Am Ende der Saison können wir dann feiern.

Nicht mal ein Bier­chen in der Kabine?

Nein, nein, es geht ja weiter. Wir spielen am Sonntag schon wieder gegen Pader­born.

Sind solche Pokal­spiele die schönsten für einen Tor­wart, weil man den größten Ein­fluss nehmen kann?

Das war sicher­lich für mich ein beson­deres Spiel. Es war keine ein­fache Partie, Gott sei Dank sind wir wei­ter­ge­kommen. Hertha war ein sehr starker Gegner und ist nach dem 0:2 noch einmal zurück gekommen. Nach dem Aus­gleich hatten sie viele Tor­mög­lich­keiten.



Tut es Ihnen Leid, dass sie aus­ge­rechnet Ihren kri­selnden Ex-Klub raus­ge­ke­gelt haben?

Ich bin natür­lich sehr froh und über­glück­lich, dass wir in der nächsten Runde stehen. Ich bin aber auch ein biss­chen traurig für Hertha. Aber so ist es im Pokal: Es kann nur eine Mann­schaft wei­ter­kommen.

Haben Sie vor oder nach dem Spiel mit Ihren alten Kol­legen aus Berlin spre­chen können?

Ja, ich habe nach dem Spiel lange mit Arne Fried­rich geredet, auch mit Michael Preetz und anderen. Aber wir tele­fo­nieren ja sowieso unge­fähr jede zweite Woche.

Ist die Bezie­hung zu Berlin beson­ders eng?

Nicht nur zu Berlin, auch mit meinen alten Mit­spie­lern aus meiner Zeit bei Crystal Palace und bei Burnley bin ich in Kon­takt. Ich bin ein rich­tiger Fan meiner Ex-Ver­eine!

Denken Sie, dass Hertha trotz der Nie­der­lage ges­tern schnell aus dem Tal kommen kann?

Ich gehe davon aus, dass sie gegen Hof­fen­heim wieder Erfolg haben werden. Auch danach in Lis­sabon traue ich ihnen etwas zu. Wenn keine zusätz­li­chen Ver­let­zungen auf­treten, kann es nach oben gehen.

Eine Vier­tel­stunde vor Schluss führte Ihre Mann­schaft mit 2:0. Dachten Sie, dass es noch einmal so span­nend werden würde?

Ich bin zu keiner Sekunde davon aus­ge­gangen, dass wir schon durch sind. Man sieht ja, was in fünf Minuten alles pas­sieren kann. Hertha hat da unsere Lücken gefunden und zuge­schlagen.

Wie war Ihr Gefühl vor dem Elf­me­ter­schießen?

Ich hatte ein sehr gutes Gefühl. Ich war hoch­kon­zen­triert und hatte mir fest vor­ge­nommen, einen Elf­meter zu halten. Das hat ja zum Glück auch geklappt…