Seite 2: #sexyrurik

Da werden Erin­ne­rungen wach an den alten Schweden Martin Dahlin, dem bei der Welt­meis­ter­schaft 1994 in Ame­rika die Frau­en­herzen zuflogen, weil er dem US-Foot­ball-Star O.J. Simpson so ver­dächtig ähn­lich sah. Der echte Simpson war übri­gens wäh­rend der Eröff­nungs­feier wegen Mord­ver­dachts fest­ge­nommen worden.

2004, wäh­rend der Euro­pa­meis­ter­schaft in Por­tugal, löste Dah­lins Lands­mann Freddie Ljung­berg regel­mäßig Kreisch-Alarm aus. Der Arsenal-Star ver­dingte sich nebenbei auch als Unter­hosen-Model für Calvin Klein. Und dann war da noch ein gewisser Carsten Jancker, der wäh­rend der Welt­meis­ter­schaft 2002 dank seiner impo­santen Statur und des kahlen Schä­dels in Japan wie ein Halb­gott ver­ehrt wurde. So unter­schied­lich sind die Geschmä­cker.

Wer­be­star – ohne es zu wissen

Nun also trägt Rurik Gis­lason, der erst im Januar vom 1. FC Nürn­berg nach Sand­hausen gewech­selt war, die Bürde des kickenden Sex­sym­bols. Aus­ge­rechnet jener ruhige Bur­sche, der im beschau­li­chen Sand­hausen bis­lang ein Dasein knapp unter­halb des Wahr­neh­mungs-Radars geführt hatte. Nach dem islän­di­schen Coup gegen Argen­ti­nien wurde der Mann aus Reykjavik urplötz­lich zum inter­na­tio­nalen Wer­be­star – auch wenn er selbst ver­mut­lich nichts davon wusste.

Ein argen­ti­ni­scher Online-Rei­se­an­bieter namens Turismo City“ hatte ein Foto, das den schönen Wikinger beim Baden zeigt, gepostet und dar­unter auf­re­gende Reisen nach Island feil­ge­boten. Manchmal ver­selb­stän­digen sich die Dinge eben wäh­rend so einer Welt­meis­ter­schaft.

#sexyr­urik

Und was sagt Rurik Gis­lason selbst zu all dem Zin­nober? Vor­läufig einmal gar nichts. Ihm scheint die ganze Sache eher schreck­lich pein­lich zu sein. Im kleinen Kreis der Mann­schaft aber soll Gis­lason einen faust­di­cken Streich gegen seinen Team­kol­legen Kari Arnasson ange­kün­digt haben. Der Defen­siv­mann von Vikingur Reykjavik hatte den ganzen viralen Hype um Gis­lason näm­lich gestartet. Arnasson hatte ein Foto des islän­di­schen WM-Kaders vor der abflug­be­reiten Icelan­dair-Maschine nach Russ­land get­wit­tert und mit dem Hashtag #sexyr­urik ver­sehen.

Am Freitag spielt Island übri­gens sein zweites Grup­pen­match, Gegner ist die Mann­schaft aus Nigeria. Man darf abwarten, ob der blonde Beau im afri­ka­ni­schen Raum die gleiche Wir­kung erzielt wie in Süd­ame­rika. Übri­gens: Wäh­rend dieser Artikel ver­fasst wurde, wuchs die Zahl von Gis­la­sons Insta­gram-Fol­lo­we­rInnen um sage und schreibe 2.400. Wo soll soll das alles noch hin­führen?