Hat Dietmar Hopp Angst vor einem 600 Meter langen Schlauch?

Boyan Slant ist ein Mann mit einer Vision. Mit einem 600 Meter langen Schlauch, aus­ge­stattet mit einem Fang­netz, möchte er die Welt­meere vom Plastik befreien. Die Aktion star­tete Anfang Sep­tember und könnte also auf seiner Mis­sion, den Pla­neten vom schäd­li­chen Kunst­stoff zu befreien, am Samstag Halt in Sins­heim machen. Da kommt es näm­lich zum fünften Mal zum his­to­ri­schen el plástico zwi­schen den beiden Tra­di­ti­ons­ver­einen 1899 (!) Hof­fen­heim und RB Leipzig. Dietmar Hopp sollte besorgt sein: Die Länge des Säu­be­rungs­schlau­ches reicht aus, um die SAP Arena kom­plett zu umschließen. 

Wen macht die Schalker Krise zum Trainer?

Fünf Sai­son­nie­der­lagen zum Sai­son­be­ginn – das gab es schon häu­figer in der Bun­des­liga. Zehn Mann­schaften gelang dieses Kunst­stück bereits. Sechs Nie­der­lagen schaffte erst eine Mann­schaft: For­tuna Düs­sel­dorf in der Saison 1991/92 unter dem öster­rei­chi­schen Trainer Josef Hickers­berger. Auch den Rest Saison lief es nicht besser und die Düs­sel­dorfer stiegen am Ende ab. Doch die Krise schien eine gute Schule gewesen sein. Fast die Hälfte der Spieler arbei­tete später als Trainer. So wie Mike Büs­kens, Antoine Hey oder Jörn Andersen. Falls Schalke nun auch gegen Mainz 05 ver­liert, sollte Dome­nico Tedesco auf jeden Fall den eigenen Kader genau beob­achten, viel­leicht schielt einer seiner Spieler schon auf seinen Job. Mit Sascha Rie­ther und Naldo gibt es zumin­dest zwei Spieler, die ihm alters­mäßig einiges voraus haben. 

Trauert Niko Kovac seiner alten Liebe hin­terher?

Eine Tren­nung ist ein­fach schwer. Das wissen alle, die nicht das Glück hatten den per­fekten Partner fürs Leben in der achten Klasse getroffen zu haben. Denn, auch wenn man per­fekt zusammen passt: Irgend­wann kommt jemand schö­neres, rei­cheres und ange­se­he­neres und macht einem Avancen Man fühlt sich geschmei­chelt, zögert ein wenig, ziert sich, sagt, es gibt für einen nur diesen per­fekten Partner – um dann doch schwach zu werden. Hat man sich dann getrennt und vor­schnell in die nächste Bezie­hung gestürzt, merkt man bald, wie sehr man die Wärme des alten See­len­part­ners ver­misst und, in einem unacht­samen Moment, wenn man müde nach der Arbeit noch ein biss­chen quatscht, rutscht einem plötz­lich der Name der Ex raus. Genau das pas­sierte Niko Kovac auf der Pres­se­kon­fe­renz nach dem 1:1 gegen Augs­burg. Der neue Bayern-Trainer sagte über die Leis­tung von Aus­hilfs-Ver­tei­diger Leon Goretzka: Natür­lich kann man einen David Abraham auf dieser Posi­tion nicht eins-zu-eins ersetzen.“ Abraham ist Frank­furts Innen­ver­tei­diger. Zum Glück wech­selte der Stürmer Nicolai Müller erst im Sommer zur Ein­tracht, ein wei­terer Fehl­tritt dürfte Kovac so erspart bleiben. 

Kauft Pizarro die Liga kaputt?

Nach dem 3:1 gegen Schalke liefen Max Kruse und Martin Harnik in Rich­tung Eck­fahne, hakten die Arme inein­ander und tanzten gemeinsam im Kreis. Was dem unge­übten Auge etwas unge­lenk vorkam, war ein Pro­dukt langer Pla­nung, inten­siver Über­le­gungen und Proben. Wir haben wirk­lich viele Videos ange­schaut, aber die Jubel waren alle zu schwer für uns“, sagte Harnik dem Klub-Sender Werder TV. Das Auf­ge­führte sei eine Hom­mage an die länd­liche Her­kunft der beiden Spieler gewesen. Werder-Fans können nur hoffen, dass Claudio Pizarro nicht dieser Logik folgt und bei seinem nächsten Tor an seine Münchner Ver­gan­gen­heit denkt und zusammen mit Marco Friedl aus Euphorie alle Bremer Hoff­nungs­träger auf­kauft.