Ein Sieg zum Abschluss, gute Stim­mung bei früh­som­mer­li­chen 60 Grad und kaum Tote: Das letzte Sai­son­spiel in der Red Bull Walter Frosch Mill­erntor Arena powered by Trump Tower Ham­burg zwi­schen der SG FC HSV Ham­burg-Pauli und dem Rivalen von Tyrell Corp. Bremen wurde zu einem echten Fuß­ball­fest. Bei dem, mal wieder, Paulis abso­luter Super­star Marius Holo-Ebbers im Blick­punkt stand. Ein Abstauber vor der Pause, dann sein Sieg­treffer kurz vor Ende des Spiels, außerdem 3.291 erlau­fenen Yards und ein ver­wan­delter Super­elf­meter: Fertig war ein am Ende guter dritter Platz in der Wes­tern Con­fe­rence der Red Bull Thun­der­dome Bun­des­liga 2109/10. Und damit ein ver­söhn­li­ches Ende einer tur­bu­lenten Saison des 44-maligen Deut­schen Meis­ters.

12 Mil­li­arden Men­schen, also knapp zwei Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung, hatten ihre iBrain-Gehirn­chips ein­ge­schaltet, um das Abend­spiel der Thun­der­dome-Bun­des­liga zu sehen. Und sie bekamen ein Spek­takel gelie­fert. In seiner letzten Saison vor dem Ruhe­stand, schickte Trainer Sam Schreck jr. seine SG FC HSV Ham­burg-Pauli in abso­luter Best­be­set­zung ins erste Viertel. Neben Holo-Ebbers stürmte der nach über­stan­dener Keil­riemen-Zer­rung in die Startelf zurück­ge­kehrte T‑4001, dem man seine Pro­bleme am linken Hover­board kaum noch ansah. Im Mit­tel­feld zog wie gewohnt R37B die Fäden, das Eigen­ge­wächs aus dem Pau­lianer Nach­wuchs­leis­tungs­labor bewies einmal mehr, dass es mit seinem neu­ar­tigen Laser­system eine abso­lute Ver­stär­kung sein kann. Hinzu kam die tak­ti­sche Dis­zi­plin: Vor allem in der eigenen Todes­zone ließ die Defen­sive kaum etwas anbrennen.

„Das ist ein Problem, das in dieser Mutanten-Generation immer mal wieder vorkommt“

Für den ein­zigen nega­tiven Höhe­punkt des Abends sorgte der­weil N’Grokh, der Zer­störer, auf­seiten der Pau­lianer, der trotz mehr­ma­liger Ermah­nung des Schieds­rich­ters eine Super­elf­me­ter­ent­schei­dung bemän­gelte und sich auch durch die Strom­schläge des VAR, die er regel­kon­form ins Gehirn geblitzt bekam, beru­higen ließ. Das ist ein Pro­blem, das in dieser Mutanten-Genera­tion immer mal wieder vor­kommt“, so Pauli-Manager Andreas Robo-Ret­tich. Gleich­zeitig kün­digte er an, dass Verein und Spieler die ange­kün­digte Strafe des Ver­bands voll­um­fäng­lich akzep­tieren wollen. Diese wird, davon ist aus­zu­gehen, emp­find­lich aus­fallen und schät­zungs­weise zwi­schen 300 und 500 Rebellen-Ohren liegen. Ärger­lich für N’Grokh, der ange­sichts des Sieges aber nach dem Spiel schon wieder zu Scherzen auf­ge­legt war: Xxnouib‘ Argh­zuuuhl‘ ixxydfv b iaxn­draxgd­laaaarhx‘“, schmun­zelte der sym­pa­thi­sche Mutant und zwin­kerte dabei mit seinem Auge.

Unzu­frieden war hin­gegen Gäs­te­trainer Otto Reh­hagel. Wie wir uns hier prä­sen­tiert haben, kann nicht sein“, so Reh­hagel, dem vor lauter Wut sein Kryo-Anzug beschlug. Wir haben tolle Ana­lysten. Die arbeiten die ganze Woche daran, die RNA der Spieler auf den Gegner umzu­schreiben. Und dann so was. Wir waren nicht bissig genug. Gerade meine drei Kan­ni­balen im Zen­trum. So reicht das nicht.“

Wir freuen uns auf die internationalen Spiele. Ich war noch nie auf Aldebaran.“

Dem 171-Jahre alten Trai­ner­fuchs war die Unzu­frie­den­heit deut­lich anzu­merken. Ganz anders die Pau­lianer. Nach der obli­ga­to­ri­schen Blut­du­sche fand Kapitän Holo-Ebbers klare Worte. Von uns sind im dritten Kli­ma­krieg nur zwei Stamm­spieler gefallen. Das hat uns sicher in die Karten gespielt, das ist doch ganz klar. Aber den dritten Platz nehmen wir mit. Wir freuen uns auf die inter­na­tio­nalen Spiele. Ich war noch nie auf Alde­baran.“ Auch Holo-Ebbers‘ Form im Spät-spät-spät-spät-spät-spät-spät-spät-spät-Herbst seiner Kar­riere stimmt für die kom­mende Saison zuver­sicht­lich: Mitt­ler­weile trifft der Mann nicht mehr nur mit dem Fuß und mit dem Kopf, son­dern auch mit dem zweiten Kopf und ab und an sogar per Stein­schleuder. Daran habe ich gezielt gear­beitet“, so Holo-Ebbers.

Natür­lich haben die Pau­lianer, das weiß auch Holo-Ebbers, von der Fusion mit dem HSV pro­fi­tiert, mit dem den Klub ja ohnehin eine tra­di­tio­nelle, enge Freund­schaft ver­band. Als der HSV dann im vorigen Sommer durch die 3.182 lau­fenden Trai­ner­ver­träge end­gültig insol­vent ging, war es für die Pauli-Ver­ant­wort­li­chen um Prä­si­dent Axel Prahl eine Ehren­sache und Chance glei­cher­maßen, mit dem HSV zusam­men­zu­gehen. Unsere Fans, vor allem der harte Kern auf der Quatar-Air­ways-Tri­büne, hat sich diese Fusion ja lange gewünscht. Und unserem Kader hat das natür­lich immens geholfen.“ So sehr sogar, dass man ledig­lich Rasen­Ball­sport Leipzig und Rasen­Bayern Mün­chen den Vor­tritt lassen musste. Dass man zudem die vor der Saison als stärker ein­ge­schätzten Rasen­Bo­russia Dort­mund und die SG Klin­gonen / Kree / Reaver hinter sich lassen konnte, ist aller Ehren wert.

Wachstumsmarkt Venus vernachlässigt

Alles eitel Son­nen­schein also? Mit­nichten. Denn die Absatz­zahlen im Fuß­ball­markt gehen weiter zurück. Gründe dafür gibt es zuhauf. Der Rol­ler­ball als Natio­nal­sport Nummer eins nimmt in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung einen über­di­men­sional großen Raum ein. Auch wurde es ver­säumt, auf den größten Wachs­tums­märkten Venus, Neptun, Oumou­a­moua und Unter­wasser-Hol­land den Fuß in die Tür zu kriegen, wo tra­di­tio­nell Run­ning Man gespielt wird. Ein Ver­säumnis, dass sich DFL-Chef Heri­bert Bruch­hagen ankreiden lassen muss. Auch wenn er zu Recht betont, nur ein Kopf in einem Was­ser­tank und damit bedingt hand­lungs­fähig zu sein.

Den­noch: Über die zukünf­tige Aus­rich­tung der Thun­der­dome-Bun­des­liga wird in der Hor­ror­som­mer­pause zu reden sein. Das weiß auch Robo-Ret­tich, der in den Gre­mien des PDFB (Post­apo­ka­lyp­ti­schen Deut­schen Fuß­ball­bundes) über Ver­än­de­rungen reden will. Wir müssen dar­über nach­denken, ob wir nicht doch einen Schritt auf die Fans zugehen und scharfe Waffen zulassen, wie in den füh­renden Ligen in Klein-Bri­tan­nien, Gond­wa­nien oder den Ver­ei­nigten Staaten von Atlantis bereits üblich“, so Robo-Ret­tich. Wer am Samstag in der Red Bull Walter Frosch Mill­erntor Arena powered by Trump Tower Ham­burg war, könnte meinen: Mit Marius Holo-Ebbers ver­fügt die SG FC HSV Ham­burg-Pauli bereits über eine echte Waffe.