Dank der für eine Rock­band recht unge­wöhn­li­chen Zusam­men­set­zung der Instru­mente – Gitarre, Bass und zwei Schlag­zeuger werden ergänzt durch solide Vocals – ver­sprüht L.Stadt auf der Bühne kräftig Energie. Ihr fri­scher und etwas anderer Blick auf die Musik packt die Zuhörer einer der bekann­testen jungen Bands in Polen vom ersten Gitar­ren­riff an. Per­fekt für den ersten Abend, an dem end­lich der Ball rollt. Im Anschluss an die Spiele Polen gegen Grie­chen­land und Russ­land gegen Tsche­chien prä­sen­tieren wir sur­figen Rock-Sound aus Polen.

Als East­blok Music“ sorgen DJ AK und DJ Pixie seit vielen Jahren für Alarm auf den Ber­liner Dance­floors – aber auch über die Stadt- und Lan­des­grenzen hinaus. Als Haus-DJs im legen­dären Kaffee Burger und im Rosis sind die beiden in der Haupt­stadt erste Anlauf­stelle für ost­eu­ro­päi­sche Par­ty­musik. Ein­flüsse vom Balkan, aus Russ­land, der Ukraine oder Ungarn sowie eine Ach­ter­bahn­fahrt durch Gypsy, Ska, Rock, Beats und Elektro, sorgen für die per­fekte Ost­block-Sause!

Sobaky v kos­mosi“ (dt.: Hunde im Weltall), die im Jahr 2000 gegrün­dete Ska-Band aus Charkiw, singt in ukrai­ni­scher, rus­si­scher und eng­li­scher Sprache. Sie defi­nieren ihren Stil als ero­ti­schen Ska“ oder auch als Ska mit Ele­menten des Jazz, Disco, Rock und Drum & Bass. Der Name ist Pro­gramm: Die Sobaky“ expe­ri­men­tieren mit ihren Worten und Klängen zum Thema Kosmos. Seit 2008 arbeiten sie mit dem Autor Serhij Zhadan zusammen, ein neues Album ist in Arbeit.

Jàlé, 26, rappt seit zehn Jahren und hat 2005 sein erstes Album raus­ge­bracht. Anschlie­ßend expe­ri­men­tierte er mit elek­tro­ni­scher Musik. Seit zwei Jahren ist er in Berlin und bereitet nun sein zweites Album vor. Bei Live-Auf­tritten begleitet ihn das Bor­der­less Orchestra“ – bestehend aus Saxo­phon, Geige und Cello – was seine Beats und Sam­ples mit einem Gypsy-Jazz-Sound ver­bindet. Jàlé – irgendwo zwi­schen urbanen Sounds, jaz­zigen Grooves, Techno-Equip­ment im grünen Feld und langen Reisen durch Europa.

Jàlé eröffnet das Kon­zert, direkt im Anschluss folgen Sobaki v kos­mosi.

Geför­dert durch die Robert Bosch Stif­tung

Nach der Satire-Show um 19 Uhr wird das DJTeam des Clubs der pol­ni­schen Ver­sager“, bestehend aus DJ AdamG und DJ Podinski, den Fuß­ball­abend mit Polska Dub und Ost­block Beats aus­klingen lassen.

Beats von Robot Koch aus Berlin, Gesang von Sasha Perera aus London und Bass­lines von Oren Ger­litz aus Tel Aviv – die ver­schie­denen kul­tu­rellen Hin­ter­günde von Jah­coozi“ ver­binden sich zu inter­dis­zi­pli­nären Sounds, bestehend aus Grime, Punk­rock, HipHop und elek­tro­ni­schen Ele­menten. 2010 ver­öf­fent­lichten Jah­coozi ihr Album Bare­foot Wan­derer“, ein wei­terer Beweis der Viel­fäl­tig­keit der Grenz­über­schreiter. Die Ein­flüsse auf diesem etwas anderen Album haben ihre Ursprünge auch in Kenia und New York. Musik unbe­re­chenbar wie der Fuß­ball!

Andi und Hannes Teich­mann reisen als Live­mu­siker und DJs seit Jahren um den Erd­ball. Auf ihren Reisen nach Asien und Afrika gaben die beiden Musik­work­shops im Auf­trag des Goethe-Insti­tuts und sam­melten neue Ein­flüsse, die sich stets in ihren Pro­jekten wider­spie­geln. Zuletzt kam ihr Album They made us do it“ auf den Markt.

Die legen­däre ukrai­ni­sche Band, seit 1991 fest in der Szene der expe­ri­men­tellen und Avant­garde-Musik ver­an­kert, baut ihre Kom­po­si­tionen aus ana­logen Syn­the­si­zern, Live-Instru­menten, psy­che­de­li­schen Geräu­schen und Com­puter gene­rierten Klängen zusammen. Das Ergebnis ist eine Ver­schmel­zung von urzeit­li­cher Elek­tronik mit der Energie einer Rock-Band – eine Mischung aus Easy-Lis­tening-Rem­mi­demmi und Surf-Musik. Tiefe Bass­klänge führen in kos­mi­sche und psy­che­de­li­sche Rock-Musik ein. Mit einem bunten Pro­gramm und exzen­tri­schen Bil­dern hat sich Foa Hoka einen beson­deren Platz im Bereich der ukrai­ni­schen Indie-Musik­szene ver­dient. Wir bringen sie für euch auf die Bühne – ein wür­diger Aus­klang für einen heißen EM-Halb­fi­nal­abend!

Video sup­ported by Sam­pled Pic­tures / Kyiv.

Den klas­si­schen Zwängen des Musik­busi­ness aus dem Weg gehend, stellte Julia Mar­cell ihre Musik zunächst im Internet zur Ver­fü­gung – mit Erfolg. Mit ihrer mit­rei­ßenden Stimme und ihren Fähig­keiten am Kla­vier über­zeugte die junge Polin Fans und Plat­ten­firma. Mitt­ler­weile nach Berlin über­ge­sie­delt, ist sie inzwi­schen auch hier­zu­lande ein gefragter Act. Julia Mar­cell prä­sen­tiert eine unver­gleich­liche Mischung aus Kom­po­si­tion, Arran­ge­ment, Instru­men­tie­rung und Gesang. Ihre unbän­dige Krea­ti­vität und ihre mit­rei­ßende Energie schaffen ein rhyth­mi­sches Span­nungs­feld, von dem eine magne­ti­sche Anzie­hung aus­geht und dessen elek­tro­ni­sche Aus­prä­gung eine tief­grei­fende, emo­tio­nale Wir­kung zei­tigt. Wir nehmen das heu­tige Halb­fi­nal­spiel in War­schau zum Anlass, auch unser Publikum an den groß­ar­tigen Fähig­keiten von Julia Mar­cell teil­haben zu lassen.