Fröh­lich – hoffen wir, dass sein Name heute Pro­gramm sein wird, also dass Deutsch­land die Argen­ti­nier zurück in die Pampa schickt. Die liegt ja in diesem weit­läu­figen Land. Seit 1985 ist Fröh­lich DFB-Schieds­richter, 1988 durfte er dann in der zweiten Liga pfeifen und seit 1991 gebietet er über Erst­li­ga­par­tien. WM-Begeg­nungen waren fielen leider nie in sein Auf­ga­ben­be­reich, wohl lei­tete er aber das DFB-Pokal­end­spiel 2003. Nach 200 Bun­des­li­ga­spielen war dann Schluss. Schließ­lich kann ein Schiri nicht so lange aktiv sein, wie ein FIFA- oder DFB-Funk­tionär. Und jetzt mal was ganz Abge­dro­schenes und nur schwer bild­lich Vor­stell­bares: 2005 hing also der ver­diente Spiel­leiter aus Alters­gründen seine Pfeife an den Nagel. Das ist eine Redensart, denn eine Pfeife würde ja sofort run­ter­fallen von so einem Nagel.
Leider wird Fröh­lich das neu­gie­rige Publikum im Lido erst zum zweiten Vier­tel­fi­nale beehren. Dass ist schade. Aber da wird er erzählen können, warum es richtig war, dass Deutsch­land wäh­rend des Spiels fünf Elf­meter bekam und warum die ver­schos­senen alle wie­der­holt werden mussten. Das wird näm­lich alles mit rechten Dingen zu gehen. Mit Bestechung ist da gar nix. Fuß­ball ist ja nicht wie Rad­sport, wo nahezu alle dopen. An dieser Stelle viele Grüße an Jan Ull­rich, der jetzt einen langen Urlaub vor sich hat. Viel­leicht könnte der mal ins Lido kommen. Hat ja jetzt erstmal Zeit. Und jeder hat ja immer was zu sagen, auch wenn Fuß­ball nicht unbe­dingt in den eigenen und schon gar nicht in des Ulles Zustän­dig­keits­be­reich fällt. Wenn Pre­miere Boris Becker hat, wieso sollten wir dann nicht Jan Ull­rich haben?