Hat Union den Aufstieg verspielt?

Eine Bereicherung für die Bundesliga

In den Neunzigern standen wir vor dem Aus, dann die Zweite Liga, DFB-Pokalfinale, Absturz bis in die Oberliga, die Übernahme des Vereins durch Herzblut-Unioner. Dann der langsame Aufstieg, sportlich und wirtschaftlich, und dennoch den Menschen und den Fans zugewandt geblieben. Es ist ohne Frage, dass diese Kultur eine Bereicherung für die Bundesliga wäre.

Ist Union bereit für die Bundesliga?

Ob wir uns dort halten könnten? Ob uns der Spagat zwischen der Hyperkommerzialisierung des Fußballs und dem Erhalt einer fannahen Kultur der Mitbestimmung und einer sehnsüchtigen Romantik gelingen kann? Ob wir die Eiserne Kultur der Partizipation an diejenigen weitergeben können, die noch nicht so lange dabei sind und die in der Bundesliga und mit dem Ausbau unseres Stadions zu uns stoßen werden? Ob wir noch normaler werden, wie wir das ohnehin schon ein Stück weit geworden sind? Alles gute und wichtige Fragen. Aber darüber können wir gerne reden, wenn es soweit ist.


Union Berlin: Revolution gegen die Fußball-Mächtigen?

Eine Chance bleibt eine Chance bleibt eine Chance. Und, wie bei Spielen wie im Pokal gegen Dortmund, haben wir gezeigt, dass wir gegen große Mannschaften mithalten können. Die Fans jedenfalls werden alles geben, in Stuttgart am Donnerstag, und am Montag Zuhause, an den Oberschöneweider und Köpenicker Schluck- und Feierorten, und an den Orten, an denen die Geschichte und Kultur der Eisernen leuchtet wie der hellste Heiligenschein: in der Plönzeile, beim Hauptmann, bei Schulle, in der Falle oder im Späti der Bohéme OSW. Macht den Pfeffi klar! Wir werden ewig leben!