Haa­land schießt meine Gur­ken­truppe halb tot und die Ein­tracht kommt unge­schoren davon? Unfair?
Klar, das Leben ist eine end­lose Anein­an­der­rei­hung von demü­ti­genden Nie­der­lagen, bis man sich nur noch wünscht, Flan­ders wäre tot. Aber sieh es mal so: Haa­lands desi­gnierter Ersatz­mann Yous­soufa Mou­koko hat in 88 Spielen für A- und B‑Jugend des BVB 141 Tore geschossen, allein vor seiner Beför­de­rung zu den Profis zuletzt zehn in drei A‑Ju­gend-Liga­spielen. In der Bun­des­liga wartet Mou­koko aller­dings noch darauf, dass sein Knoten platzt. Und glaubt man all den Wun­der­kind-Pro­gnosen, die man über ihn lesen konnte, ist es gegen die Ein­tracht höchste Zeit, wahr­schein­lich bei einem auch in dieser Höhe ver­dienten 15:0, in dem Mou­koko den ersten lupen­reinen Hat­trick­h­at­trick­h­at­trick­h­at­trick­h­at­trick der Liga­ge­schichte erzielt, der dem BVB durch eine bis dato kaum bekannte Klausel im Regel­werk 3 hoch 15 Punkte ein­bringt, wes­wegen sich Uli Hoeneß höchst­per­sön­lich ein­fliegen lässt, um Mou­koko knieend die Meis­ter­schale anzu­rei­chen, der dann von seinen Mit­spie­lern auf Schul­tern vom Platz getragen wird, Hey, Hey, Hey!“-singend, wäh­rend seine Gegen­spieler noch am eigenen Pfosten eine Selbst­hil­fe­gruppe gründen und sich hem­mungslos wei­nend in den Armen liegen, weil die Ent­schei­dung, die Ein­tracht nach diesem Debakel vom Spiel­be­trieb abzu­melden, bitter aber unum­gäng­lich ist, was auch die Fans ver­stehen, die fortan zum Tennis gehen. Oder so.

Aber mal im Ernst: Hat so einer wie der Haa­land eigent­lich Mus­kel­fa­sern?
Wir glauben da auch nicht dran. Viel wahr­schein­li­cher ist, dass Haa­land eine Art fuß­bal­le­ri­scher T‑1000 ist, gekommen aus einer Zukunft, um unsere Spe­zies für ihre fuß­bal­le­ri­schen Sünden zu strafen, etwa Bal­lon­seide, Mini­plis und Kutzops Elfer 1988, und uns ins kos­mi­sche Nichts zu bomben. Nun ist er aber erst einmal auf­ge­halten worden, von einem unbe­schol­tenen und unschein­baren Anti­helden namens Rafael Czi­chos, ein Mann wie du und ich, der den T‑1000 mit recht­schaf­fener Fuß­ball­ar­beit zurück in die Zukunft ver­tei­digte und anschlie­ßend in Leder­jacke auf einem coolen Mofa in den Kölner Son­nen­un­ter­gang brauste, hasta la vista, unter­legt mit Musik von Hans Zimmer. So steht es zumin­dest in dem super­coolen Dreh­buch, das wir geschrieben haben und das inter­es­sierte Pro­duk­ti­ons­firmen unter pol­ly­po­cket­ki­no­film­wann@11freunde.de anfor­dern können. Danke.

Fähr­mann ver­letzt, Rönnow auch noch ver­letzt. Wer muss bei Schalke jetzt ins Tor?
Wären wir auf dem Schulhof, würden wir sagen: der Dicke. Es sei denn, ihm gehört der Ball. Dann müssten wir Tip-Top machen und der Ver­lierer müsste ins Tor. Was natür­lich nervig ist, weil das wich­tige Zeit von der großen Pause abzieht und wir ja auch noch zum Kiosk wollten, um uns eine Scho­ko­milch und eine Milch­schnitte zu holen, damit wir die Stunde Reli bei dem Cord­ho­sen­trottel wenigs­tens halb­wegs rum­be­kommen. Da Schalke aktuell aber schlechter ist als die Pau­sen­mann­schaft der 8a, können wir nur mut­maßen. Leider sind wir bei unseren Mut­ma­ßungen aber unter­schied­li­cher Mei­nung und müssen erst einmal Tip-Top machen, um eine Ent­schei­dung zu treffen. Wir melden uns.