Seite 2: Jetzt auch auf Textil anwendbar

Die Pro­bleme wurden haupt­säch­lich dadurch ver­ur­sacht, dass an Adama herum gezogen wurde“, so Nuno Espi­rito Santo. Einige Gegen­spieler hängten sich buch­stäb­lich dran an das Kraft­paket, andere hakten sich ein­fach unter, sodass enorme Kräfte auf Tra­orés Schul­ter­ge­lenke ein­wirkten. Doch die Gefahr ist größ­ten­teils gebannt – dank eines kleinen Fläsch­chens, das der Rechtsfuß immer in seinem Kul­tur­täsch­chen hat und hütet wie einen Schatz. Kurz vor dem Beginn jeder Halb­zeit schmiert Traoré seine gewal­tigen Unter- und Ober­arme groß­zügig mit Baby-Öl ein.

Um ganz sicher zu gehen, trägt Wol­ver­hamp­tons Nummer 37 neu­er­dings auch ein biss­chen Öl auf die Ärmel und die Schul­ter­partie seines Tri­kots auf, denn der Trick mit den glit­schigen Armen hat sich natür­lich schnell her­um­ge­spro­chen bei den Ver­tei­di­gern der Liga. Doch auch die gute alte Tex­til­bremse ist ungleich schwie­riger zu betä­tigen, wenn das Gewebe mit jenem Öl durch­tränkt ist, das von Haus aus Baby-Popos geschmeidig halten und vor wunden Stellen schützen soll.

Nach­ge­wie­sener Effekt

Wol­ver­hampton-Coach Espi­rito Santo jeden­falls kann sich gut vor­stellen, dass Tra­orés letzte Ölung“ vor dem Anpfiff dem­nächst zahl­reiche Nach­ahmer auf den Plan ruft. Ja klar, warum nicht?“, grinste der Por­tu­giese und strich sich ver­schmitzt durch seinen Niko­laus-Bart. Das Ein­ölen hat sich für Adama als sehr nütz­lich erwiesen. Ich glaube aber, dass einige Spie­ler­typen das Öl lieber nicht an sich haben wollen – denn das kann nach hinten los­gehen.“ Was Espi­rito Santo meint: Je rut­schiger die eigenen Hände, desto schwie­riger wird es auch, andere Spieler fest­zu­halten.

Adama Traoré jeden­falls will das glit­schige Gefühl auf seiner Haut nicht mehr missen – zumin­dest auf dem Platz. Die Anzahl der Schul­ter­lu­xa­tionen, seit er sich regel­mäßig einölt, beträgt: null.