Sollte man am Wochen­ende sein Myspace“-Konto wieder akti­vieren?

Laut Bild​.de“ hat die der­zei­tige Erfolgs­serie von Borussia Dort­mund nur einen Grund: WhatsApp“. Denn seitdem in einer WhatsApp“-Gruppe, die angeb­lich aus Hans-Joa­chim Watzke, Michael Zorc, Mat­thias Sammer und Sebas­tian Kehl besteht, die Nach­richten hin und her fliegen“, stehe Dort­mund plötz­lich an der Tabel­len­spitze. Da fragen wir uns natür­lich: Warum erst jetzt? Spä­tes­tens seit der Meis­ter­schaft 2012, die man in der Dort­munder Füh­rungs­etage durch inten­sives Zoo­pa­loola“ zocken bei ICQ“ klar machte, sollte man beim BVB doch wissen, wie der Hase läuft. Wir reak­ti­veren der­weil unser Myspace“-Konto und hoffen ein­fach mal, dass wir am Montag Bun­des­liga-Erster sind.

Wie riecht es in Han­nover?

Sitzen zwei Bomben im Keller, sagt die Eine: Lass mal hoch­gehen.“ Ein Satz, der nicht son­der­lich witzig daher kommt und eigent­lich auch sonst nicht weiter von Inter­esse ist. Er passt aber irgendwie zu einem Duell am kom­menden Spieltag: Die beiden Bomben sind in diesem Fall Han­nover 96 und der VfB Stutt­gart. Die eine Bombe, die gern aus den tiefen des Tabel­len­kel­lers bis nach oben gehen möchte, ist der VfB. Die Partie gegen Bremen zeugte von Explo­si­vität und Hitze, sie war rassig und feu­er­ge­fähr­lich – bekannt­lich auch vor dem eigenen Tor. Stutt­gart ist am Samstag explo­diert, in Bad Cann­statt liegt der Geruch von Schwarz­pulver in der Luft. Bombe Nummer zwei, Han­nover 96, explo­dierte bisher noch nicht, sie tickt aber unbe­hag­lich weiter. Und auf Ruhe folgt bekannt­lich ganz viel Sturm.

Wel­ches Grün-Weiße Wappen mit W“ ist besser?

Show­down im Weser­sta­dion. Wenn Wolfs­burg am Frei­tag­abend in Bremen gas­tiert, ist es end­lich soweit: Die deut­sche Heraldik-Meis­ter­schaft“ in der Kate­gorie Grün-Weiße Wappen mit großem W“ in der Mitte“ kommt zu ihrem Höhe­punkt. Nachdem sich zuvor bereits der FSV Grün-Weiß Usedom aus dem Tur­nier ver­ab­schieden musste – da kein großes W“ im Wappen – und auch Wehen Wies­baden aus­schied – da nicht grün-weiß“ – gip­felt die heiß ersehnte Spiel­klasse Grün-Weiße Wappen mit „ großem W“ in der Mitte“ nun in der Partie Werder gegen Wolfs­burg. Wow!

Wer hält Schritt?

Wenn der deut­sche Fuß­baller eines kann, dann his­to­risch gesehen: Tor­hüter. Wann immer die DFB-Elf sich in der Ver­gan­gen­heit durch die Jahre rum­pelte, an guten Schluss­män­nern war selbst in der größten Not nie Mangel. Und so lau­tete eines der vielen unge­schrie­benen Gesetze des Welt­fuß­balls: die besten zwi­schen den Pfosten kommen aus Deutsch­land. Aber auch das hat sich, wie so vieles, geän­dert. Inzwi­schen hat ja selbst die eng­li­sche Natio­nal­mann­schaft in Jordan Pick­ford einen im Kasten, von dem man nicht unbe­dingt annehmen muss, er wäre dort nur gelandet, weil den Job sonst nie­mand wollte. Beson­dere Kon­kur­renz aller­dings kommt aus Slo­we­nien in Person von Jan Oblak. Im Ver­eins­leben spielt der für Atle­tico Madrid und hat dort Wun­der­sames voll­bracht: Seit Beginn der Saison 2014/15 hat er sein Tor häu­figer sauber“ gehalten, als Gegen­tore kas­siert (72 Spiele ohne Gegentor zu 71 Gegen­toren ins­ge­samt). Da konnten in der ver­gan­genen Saison nicht mal der FC Bayern Mün­chen und Sven Ulreich mit­halten (28 Gegen­tore bei 12 weißen Westen“). In dieser Saison bisher am nächsten dran am Fabel­re­kord von Oblak: Flo­rian Müller, Schluss­mann von Mainz 05 (4 Gegen­tore, 2 weiße Westen“). Dass er sich ange­sichts der blü­henden Hertha-Offen­sive an diesem Wochen­ende spontan“ ver­letzt, darf trotzdem für aus­ge­schlossen gelten.