Zuge­geben, meis­tens gehören sin­gende Fuß­baller bestraft. Man denke nur mit Grausen zurück an Berti Vogts´ beklem­mendes Duett mit Ilja Richter oder Thomas Brda­rics selt­samen Aus­flug ins Ton­studio. Der DFB aller­dings hatte Kasey Keller und Jeff Strasser von Borussia Mön­chen­glad­bach auf dem Kieker, die sich am Wochen­ende im Jubel­taumel nach dem Sieg über den 1. FC Köln das Sta­di­on­mikro geschnappt und die Glad­ba­cher Nord­kurve laut­stark beschallt hatten. Die Schmäh­ge­sänge gegen den 1. FC Köln stießen beim Ver­band über­haupt nicht auf Gegen­liebe. Aller­dings hat der Kon­troll­aus­schuss des DFB von einem Ver­fahren gegen Strasser und Keller abge­sehen. Beide zahlen frei­willig 3000 Euro Geld­strafe an die Fritz-Walter-Stif­tung und umgehen damit wei­tere Sank­tionen.

Auch in der ansonsten an Gesangs­kultur nicht armen Kar­ne­vals­haupt­stadt Köln konnte man über die San­ges­lust der Elf vom Nie­der­rhein gar nicht lachen – sowohl der Verein Borussia Mön­chen­glad­bach als auch die beiden Spieler haben sich jedoch inzwi­schen bei den Köl­nern ent­schul­digt. Wir haben ein wich­tiges Spiel gewonnen und wollten das mit den Fans feiern. Es tut mir Leid, wenn wir mit den Lie­dern jemanden belei­digt haben. Das war nicht unsere Absicht“, sagte Borussia-Kapitän Jeff Strasser. Schön (laut) war´s trotzdem.