Den hie­sigen Fuß­ball­fans wird gerne eine gewisse Ein­falls­lo­sig­keit nach­ge­sagt, wenn es um ihr Inter­esse an Natio­nal­spie­lern geht. Statt sich über deren Rolle in der Raute oder als hän­gende Spitze Gedanken zu machen, spe­ku­lieren sie lieber: Wer ist schwul? Wer geht fremd? Und wer ver­dient viel zu viel Geld? Solche Ober­fläch­lich­keit wird gerne als typisch deutsch gescholten. Ein Trug­schluss! Was in Deutsch­land gilt, ist anderswo eben­falls Gesetz. Auch im eng­lisch­spra­chigen Raum werden per Google-Suche, dem wohl zuver­läs­sigsten Indi­kator für öffent­li­ches Inter­esse, keine tak­ti­schen For­ma­tionen oder Doku­men­ta­tionen der Lauf­wege abge­fragt, son­dern aus­schließ­lich die nahe­lie­gensten Themen. Beim gefüh­ligen Roman­cier Philipp Lahm natür­lich book, beim stets gut fri­sierten Mario Gómez das indis­krete girl­friend, bei Bun­des­trainer Joa­chim Löw selbst­ver­ständ lich fashion und beim plötz­lich wieder stark behaarten Eng­länder Wayne Rooney der plau­sible Fach­ter­minus hair trans­plant.